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Villanovaforru
Ort der Nuraghen

  • <b>Blick auf die fruchtbare Marmilla-Ebene bei Villanovaforru</b>
  • <b>Die Nuraghen-Kultur hat in Villanovaforru und Umgebung eine große Anzahl an Zeugnissen hinterlassen</b>
  • <b>Die tonnenschweren Nuraghen stehen vorwiegend auf den Hügeln fruchtbarer Ebenen</b>
  • <b>Typisches Landhaus mit Natursteinfassade in der Marmilla </b>
  • <b>In der Marmilla wird Gastfreundschaft groß geschrieben</b>
  • <b>In den alten Häusern werden nicht selten alte Gerätschaften, Werkzeuge und Gebrauchsgegenstände aus Haushalt, Hof und Landwirtschaft ausgestellt</b>
  • <b>Pilzfreuden in der Marmilla: Rasch war der Tisch voll</b>

Im Mittelalter gehörte Villanovaforru zum Verwaltungsbezirk des Giudicato d'Arborea. Mit dem militärisch-strategischen Ausbau der Marmilla hielt dann der wirtschaftliche Aufschwung Einzug.
 
Anfangs führten die politisch- institutionellen Ereignisse zum Erfolg, doch schon bald drängte der historische Prozess zur Auflösung des Judikats.
Die Schlacht von Sanluri im Jahre 1409 besiegelte die Niederlage und bestimmte die aragonische Herrschaft über die ganze Insel. Es begann der Prozess der Katalanisierung - auch in der Marmilla
 
Die Nuraghen-Kultur hat in Villanovaforru und Umgebung eine große Anzahl an Zeugnissen hinterlassen. Die megalithischen Rundtürme aus tonnenschweren Steinblöcken, in der klassischen Kuppelform gebaut, stehen vorwiegend auf den Hügeln der fruchtbaren Ebenen. Auch eine Nuraghenfestungsanlage mit mehreren Türmen und ein ganzes Dorf im Stil der Nuraghen-Kultur wurden hier erbaut. 

Der Nuraghenkomplex in Villanovaforru nennt sich Genna Maria. Die Funde aus der Ausgrabungsstätte bezeugen, dass die Menschen sich hier nicht nur in der Blütezeit (Eisenzeit) der Nuraghen-Kultur aufgehalten haben, sondern auch schon seit der mittleren Bronzezeit. Nach der Zerstörung der Siedlung gegen Ende des 8. Jahrhunderts v. Chr. wurde der schon teilweise zerstörte Nuraghenkomplex Genna Maria ein Heiligtum der Demeter, also zur Stätte der Verehrung einer Göttin der Punier, denen es als erste gelang eine Fremdherrschaft auf Sardinien einzusetzten. 

Im Ortszentrum befindet sich das Museo Civico Archeologico Genna Maria. Untergebracht in den reastaurierten Ausstellungsräumen des ehemaligen Monte Granatico (vergleichbar mit einer Genossenschaftsbank) warten die archäologischen Ausstellungsstücke aus dem Nuraghenkomplex und jede Menge Exponate aus der Umgebung auf Besucher.

Sehenswert sind außerdem die wunderschöne Pfarrkirche San Francesco d'Assisi und die kleine Feldkirche Santa Marina

Wie überall auf Sardinien, feiern die Menschen in der Marmilla mehrere religiöse Feste zu Ehren verschiedener Heiliger. Folgende werden beispielsweise in Villanovaforru begangen: Mitten im Sommer, am 17. August findet das Kirchweihfest zu Ehren der Heiligen Marina statt. Im Herbst, am 4. Oktober feiert man hingegen die Feier zu Ehren des Heiligen Franziskus
 
Mit einer interessanten Ausstellung zur Frühgeschichte sowie zur Flora und Fauna der Marmilla lockt auch das Museo del Territorio Sa Corona Arrubia ganz in der Nähe von Villanovaforru

Mehr Informationen: Museo Civico Archeologico Genna Maria - Piazza Costituzione 4 - 09020 Villanovaforru - E-Mail: museogennamaria@tiscali.it - www.gennamaria.it.
 
Öffnungszeiten: 1. April bis 30. September dienstags bis sonntags von 9.30 – 13.00 und von 15.30 – 19.00 Uhr. 1. Oktober bis 31. März dienstags bis sonntags von 9.30 – 13.00 und von 15.30 – 18.00 Uhr. Montags geschlossen.