Um den vollen Funktionsumfang dieser Webseite zu erfahren, benötigen Sie JavaScript. Hier finden Sie die Anleitung wie Sie JavaScript in Ihrem Browser einschalten. Sardinien.com: Barumini

Barumini und Casa Zapata
Die Faszination alter Kulturen 

  • <b>Marmilla: Kirche der Beata Vergine Immacolata in Barumini</b>
  • <b>Marmilla: Seit 1997 steht der Nuraghe Su Nuraxi in der Liste des Weltkulturerbes der UNESCO</b>
  • <b>Barumini: Der Eingang zum Museumskomplex im ehemaligen Casa Zapata</b>
  • <b>Barumini: In den ehemaligen Gebäuden der Casa Zapata sind eine enthnografische Sammlung und ein historisches sowie archäologisches Museum untergebracht </b>
  • <b>Barumini: Zur Casa Zapata gehört auch ein hübscher Garten</b>
  • <b>Barumini: Zum Casa Zapata gehören das ehemalige Lebensmittellager und der Stall</b>
  • <b>die 1550 im spätgotischen Stil errichtete Pfarrkirche Beata Vergine Immacolata st ein Zeugnis aufeinander folgender Architekturstile</b>
  • <b>Umfangreiche archäologische Sammlung in der Casa Zapata in Barumini</b>
  • <b>Casa Zapata: Glasbrücken und Stege führen über die alten Mauern des Nuraghen  Su Nuraxi 'e Cresia</b>
  • <b>Su Nuraxi 'e Cresia - Die Reste des Nuraghen können unter Brücken und Passagen aus Glas besichtigt werden</b>
  • <b>Der Nuraghe Su Nuraxi 'e Cresia soll aus der späten Bronzezeit (1200-1000 v. Chr.) stammen</b>

Barumini liegt im Süden der Insel, in der Marmilla Ebene, etwa auf halber Strecke zwischen Sanluri und Laconi. Die Inselhauptstadt Cagliari ist knapp 60 km entfernt.
 
Ein Hauch von Geheimnisvollen umgibt das Dorf im Reich der Nuraghen. Sagenumwobene antike Kulturen und wuchtige Megalithbauten aus der Bronzezeit ziehen jedes Jahr zahlreiche Besucher nicht nur nach Barumini. Auch Villanovafranca, Villanovaforru, Orroli, Turri und Tuili sind immer wieder Ausflugsziel begeisterter Archäologie-Freunde.

Berühmt wurde das 1300-Seelen-Dorf Barumini wegen des nahegelegenen und seit 1997 zum Weltkulturerbe gehörenden Nuraghen-Komplexes Su Nuraxi. Die Festung und ein Dorf wurden in den 1950er Jahren vom Archäologen Giovanni Lilliu entdeckt und ausgegraben. Zutage kam der bis heute größte freigelegte Nuraghen-Komplex Sardiniens. Experten schätzen, dass der Bau der über 2 Hektar großen Anlage von 1200 bis 500 v. Chr. dauerte. Sie besteht aus einem Hauptturm und einer rautenförmigen Bastion mit vier weiteren Türmen an den Ecken. In einer weiteren Bauphase wurden die Festung abermals mit einem Mauerring und sieben weiteren Türmen umgeben. In unmittelbarer Nähe stießen die Forscher auf Hüttenreste, die wahrscheinlich zu einem Dorf gehörten, das noch zu punischer Zeit bewohnt gewesen sein muss. 

Ein weiterer bedeutsamer Nuraghe wurde beim Restaurierungsvorhaben der Casa Zapata im Dorfzentrum entdeckt. Die ehemalige Residenz der Barone Zapata, Feudalherren der Ländereien von Barumini, Las Plassas und Villanovafranca, ist ein eindrucksvolles L-förmiges Gebäude aus dem 16. Jahrhundert. Errichtet wurde das zweistöckige Herrschaftshaus neben der Pfarrkirche Beata Vergine Immacolata in der Oberstadt von Barumini, nach dem klassizistischen Modell Philipp II., der sich am Bauwerk der Zapata in der Inselhauptstadt Cagliari inspirierte. In dem Gebäude ist eine archäologische Susstellung untergebracht, die ausführlich über die Geschichte von Barumini erzählt.

Unter dem herrschaftlichen Palazzo haben Archäologen in den 1990er Jahren einen einzigartigen Fund gemacht: Bei der Modernisierung entdeckten sie einen komplexen Nuraghen. Der Nuraghe Su Nuraxi 'e Cresia soll aus der späten Bronzezeit (1200-1000 v. Chr.) stammen. Die vier Türme des mächtigen Bollwerkes zeigen allerdings unterschiedliche Bauphasen. Die Altertumsforscher vermuten, dass auch dieser Nuraghe von den Hütten eines Dorfes umgeben war. Die Reste des Nuraghen können unter Brücken und Passagen aus Glas besichtigt werden.

Besonders sehenswert ist außerdem die 1550 im spätgotischen Stil errichtete Pfarrkirche Beata Vergine Immacolata, mit schöner Kuppel und Glockenturm. Auch sie ist ein Zeugnis aufeinander folgender Architekturstile, die ihre Vollendung im reich verzierten Renaissance-Chor und im katalanischen Altar mit polycrom gefassten Apostelfiguren finden. Wunderschön ist außerdem die ganz in der Nähe gelegene Kirche San Giovanni Battista aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts. 

Mehr Informationen: Comune di Barumini - Viale San Francesco 5 - 09021 Barumini - www.comune.barumini.ca.it
Casa Zapata - www.fondazionebarumini.it.