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Antica Strada Romana Nora - Bithiae
Alte Römerstraße entlang der Küste von Pinus Village nach Chia

  • <b>Alte Römerstraße entlang der Küste von Pinus Village nach Chia</b>
  • <b>Startpunkt der Wanderung: Die Feriensiedlung Pinus Village. Zunächst führt uns der Weg auf der Hauptsraße Via del Borgo Richtung Meer</b>
  • <b>Sandbucht von Pinus Village. Wir halten uns hier rechts.</b>
  • <b>Über einige Granitfelsen geht es den Hügel hinauf, zwar weglos aber kaum verfehlbar in Richtung eines Fahrwegs.</b>
  • <b>Die Römerstraße führt durch die würzig duftende Macchia von Pinus Village nach Chia</b>
  • <b>Nach wenigen hundert Metern sind bereits die alten Befestigungen der antiken Straße zu sehen, die sich in mehreren Kehren die Küste entlang bis nach Chia windet.</b>
  • <b>Die etwa zwei Meter breite Strada Romana ist meist zur Hälfte zugewachsen, so dass für Wanderer und Radler noch ein Trampelpfad beziehungsweise ein Singletrail übriggeblieben ist.</b>
  • <b>Von einer alten Römerbrücke ist kaum noch was erhalten. Die heutige Brücke besteht aus Holz und Lehm</b>
  • <b>Nach mehreren Kurven führt der Weg über ein Stück gut erhaltene römische Straße, auf dem man sogar noch die alten Straßenpflaster sehen kann.</b>
  • <b>Die Antica Strada Romana Nora - Bithiae stammt in seiner heutigen Form aus der zweiten Häfte des 4. Jahrhunderts nach Chr.</b>
  • <b>Antica Strada Romana Nora - Bithiae: Wunderbare Panoramastrecke entlang der Südküste Sardiniens</b>
  • <b>Im weiteren Verlauf des Pfads wird die Vegetation lichter und die Ausblicke auf die Küste dafür umso spektakulärer. </b>
  • <b>Die Wanderung auf der alten Römerstraße entlang der Küste von Pinus Village nach Chia auf befestigten, unmarkierten Wegen ist kaum zu verfehlen</b>
  • <b>Durch die Macchiavegetation der Südküste: Die alte Römerstraße von Pinus Village nach Chia</b>
  • <b>Die wunderbare Panoramastrecke entlang der Südküste Sardiniens ist zum leichten wandern oder einfachen mountainbiken geeignet</b>
  • <b>Im Südteil der Strecke erobern Wolfsmilchbüsche und Phönizischer Wacholder die Flora</b>
  • <b>Der Blick auf den alten spanischen Wachturm Torre Chia und die endlos langen Sandstrände von Sa Colonia und Su Giudeu</b>
  • <b> Wer möchte, kann sich am Ende unserer Wanderung auf den Turm von Chia aufmachen, von dem aus man eine tolle Sicht auf die gesamte Costa del Sud hat.</b>
  • <b>Vorbei geht es an der kleinen Felsinsel von Isola de Su Cardulinu, die auch Isola Manna genannt wird.</b>
  • <b>Ziel unserer Wanderung: Die wunderschöne Sandbucht von Torre Chia mit schönem groben Sand, klarem Wasser und einem Kiosk.</b>
  • <b>Der Strand von Torre Chia</b>

Diese wunderbare Panoramastrecke entlang der Südküste Sardiniens ist zum leichten wandern oder einfachen mountainbiken geeignet und verläuft auf einer uralten Römerstraße.
 
Die Antica Strada Romana Nora - Bithiae verband einst die punisch-römischen Siedlungen Nora bei Pula und Bithia bei Chia. Während Nora noch recht gut erhalten ist, sind die Spuren von Bitha weitgehend im Meer, in einigen Gärten zahlreicher Ferienvillen und in dem Museum von Domus de Maria verschwunden.
 
Von der Römerstraße, deren Fundamente möglicherweise noch älter sind, sind vor allem Befestigungsmauern übriggeblieben, an einer Stelle auch noch der gepflasterte Straßenbelag.

Wir starten unsere Wanderung an der Feriensiedlung Pinus Village. Zunächst führt uns der Weg auf der Hauptsraße Via del Borgo Richtung Meer, dort verlassen wir die Straße in Richtung der kleinen Sandbucht. Wir halten uns hier rechts. Über einige Granitfelsen geht es den Hügel hinauf, zwar weglos aber kaum verfehlbar in Richtung eines Fahrwegs. Nach wenigen hundert Metern sind bereits die alten Befestigungen der antiken Straße zu sehen, die sich in mehreren Kehren die Küste entlang bis nach Chia windet. Die etwa zwei Meter breite Strada Romana ist meist zur Hälfte zugewachsen, so dass für Wanderer und Radler noch ein Trampelpfad beziehungsweise ein Singletrail übriggeblieben ist.
 
Nach der ersten breiten Kurve befinden wir uns bereits an einem wunderbaren Ausgangspunkt: Der Blick reicht über die Halbinsel der alten Hafenstadt Nora über den Pinienhain von Santa Margherita di Pula bis zur Feriensiedlung Pinus Village und die steilen Berge von Eden Rock, die 2016 von einem schweren Waldbrand verwüstet wurden.

Die gesamte Wanderung führt auf dem gut sichtbaren Küstenweg entlang, der uns zunächst durch einen großen Oleanderhain führt. Die auch Rosenlorbeer genannte Pflanze, die als Baum bis zu drei Meter hoch werden kann, sind ein untrügliches Zeichen für den Wasserreichtum dieses Küstenabschnitts. Der von Mitte Juni bis in den September in der Natur meist rosa bis rot blühende Oleander gehört zur Familie der Hundsgiftgewächse und alle Pflanzenteile sind giftig - Vorsicht also beim Spielen mit Haustieren und Kindern!

Nach mehreren Kurven führt der Weg über ein Stück gut erhaltene römische Straße, auf dem man sogar noch die alten Straßenpflaster sehen kann. Die Antica Strada Romana Nora - Bithiae stammt in seiner heutigen Form aus der zweiten Häfte des 4. Jahrhunderts nach Chr. und ist unter anderem in dem römischen Straßenverzeichnis Itinerarium Antonini aufgeführt, einem Verzeichnis der wichtigsten römischen Reichsstraßen.

Im weiteren Verlauf des Pfads wird die Vegetation lichter und die Ausblicke auf die Küste dafür umso spektakulärer. Seit über 1500 Jahren krallt sich die Römerstraße hier an den steilen Hang, der steil ins Meer abfällt. Hier erobern Wolfsmilchbüsche und Phönizischer Wacholder die Floralandschaft. Der Wacholder, der als Strauch oder Busch vorkommt, wird über tausend Jahre alt - der eine oder andere knorrige Baum am Straßenrand hätte also gut römische Handelskarawanen und Streittruppen vorbeimarschieren sehen können. Große Wacholderbäume kommen auf Sardinien jedoch nur noch selten vor, denn das feinfaserige Holz wird seit Jahrhunderten als Bau- und Tischlerholz verwendet, außerdem eignet es sich wunderbar als Rohstoff für Holzkohle. Den Rest gaben jedoch die letzten Jahrzehnte der Wacholderpopulation auf Sardinien: Kaum ein im neosardischen Stil eingerichtetes Hotels oder Ferienhaus verzichtet auf einen mächtigen Wacholderstamm als Türsturz, Kaminbalken oder ein Zierelement in irgendeiner Zimmerecke.

Weitgehend ohne Schatten führt der Weg weiter in Richtung der schmalen Landzunge von Su Monti de Mesu. In einer scharfen Rechtskurve führt uns der Weg entlang des nächsten Tals, über dem der über 200 Meter hohe Gipfel von Monti Sa Guardia thront. Funkantennen und eine Brandschutzwacht weisen darauf hin, dass es sich um die höchste Erhebung dieses Küstenabschnitts handelt. Auf der gegenüberliegenden Talseite führt eine Abzweigung in Richtung "Punto Panoramico, vedetta antiincendio". Wer den steilen Weg zu dem Aussichtspunkt auf sich nehmen will, sollte einen Umweg von etwa einer Stunde einplanen.

Von hier an wird der Weg sanft und breit, so dass selbst die Geländewagen der Forstwacht auf dem alten Römerweg fahren können. Der anstrengendste Teil der Wanderung ist geschafft, dafür wird das Panorama umso spektakulärer. Nach weiteren zehn Minuten Wanderung gibt es den vielleicht schönsten Ausblick auf dieser Wanderung: Der Blick auf den alten spanischen Wachturm Torre Chia und die endlos langen Sandstrände von Sa Colonia und Su Giudeu sowie den alten Leuchtturm von Capo Spartivento ganz im Hintergrund. Herrlich!

Das Panorama lenkt uns von der letzten Steigung ab, die uns recht steil und abschüssig hinab Richtung Küste führt. Vorbei geht es an der kleinen Felsinsel von Isola de Su Cardulinu, die auch Isola Manna genannt wird. Die kleine Felsinsel hatte es im wahrsten Sinne des Wortes in sich: Hier vergruben die Phönizier die Tophets in den harten Granitfels. Von den alten Kultstätten ist allerdings heute nichts mehr zu sehen, da alle Fundstätten im Museum von Domus de Maria aufbewahrt werden. Außerdem ist die Küste hier sandig und abschüssig. Große Schilder weisen darauf hin, dass die Küste unterhalb der Straße instabil ist und jederzeit abrutschen kann. Kind und Kegel sollten also den Fahrweg nicht verlassen!

Nach wenigen hundert Metern sind wir dann auch am Ziel unserer Tour angelangt: Der wunderschönen Sandbucht von Torre Chia mit schönem groben Sand, klarem Wasser und einem Kiosk. Wer möchte, kann sich noch auf den Turm von Chia aufmachen, von dem aus man eine tolle Sicht auf die gesamte Costa del Sud hat. In dem kleinen Pinienhain gibt es außerdem einen Picknickplatz mit Bänken und Tischen.
 
Charakterisierung: Leichte Wanderung auf befestigten, unmarkierten Weg, teilweise ohne Schatten. Gleicher Hin und Rückweg. Strandbars und Bademöglichkeiten am Start- und Zielpunkt.
Schwierigkeitsgrad: Leicht, aber festes Schuhwerk erforderlich.
Dauer: 4-5h hin und zurück (gleicher Hin- und Rückweg). Entlang der Hauptstraße, die hinter den Bergen von Monti Sa Guardia von Pula nach Chia führt, fährt außerdem ein Linienbus der ARST (Linie 129, stündlich).