Um den vollen Funktionsumfang dieser Webseite zu erfahren, benötigen Sie JavaScript. Hier finden Sie die Anleitung wie Sie JavaScript in Ihrem Browser einschalten. sardinien.com: Wanderung zum Monte Tinnari an der Costa Paradiso

Wanderung zum Monte Tinnari
Traumhaft schöne Porphyrfelsen an der Costa Paradiso

Die schönsten Küsten- und Bergwanderungen
An einem kurzen Küstenabschnitt zwischen der Isola Rossa und Portobello, östlich von Castelsardo, zeigt sich die Gallura von ihrer farbenprächtigsten Seite: Roter und rosafarbener Porphyr, wundersam von Wind und Meer geformt, vermischen sich mit türkisblauem Meer und immergrüner Macchia zu einem einzigartigen Farbcocktail. Eine Augenweide! Costa Paradiso – der Name kann zutreffender nicht sein – nennt sich dieser Landstrich, den wir auf dieser Streckentour durchwandern. Eine große Ferienhaussiedlung mit gleichlautendem Namen ist Einkehr- und Umkehrpunkt zugleich.

Ausgangspunkt: Seitenstreifen am Ende der Schotterstraße am Monte Tinnari, 176 m. Auf der Küstenstraße SP 90 von Castelsardo in Richtung S. Teresa Gallura, ausgehend von der Kreuzung, links zur Isola Rossa, rechts nach Trinità d’Agultu, noch 2,6 km geradeaus weiterfahren, etwa 150 m vor dem km-Schild 25 links beim großen Parkplatz der Pizzeria Il Getani abbiegen. Die Schotterstraße führt rechts an der Pizzeria und einem Nachbargebäude vorbei. Nach 1,2 km den Abzweig links ignorieren, 900 m weiter den Abzweig links ebenfalls. Nach weiteren 500 m an einer Weggabelung rechts halten. Die Schotterpiste endet 200 m weiter vor einem weißen Stahltor. Ca. 50 m vorher auf dem Seitenstreifen rechts parken. 
Höhenunterschied: 250 m. 
Anforderungen: Wanderung auf zumeist deutlichen Trampelpfaden durch Macchia und Klippenlandschaft, über Sand- und Kiesstrände. Bei einer kurzen steilen Kletterstelle am Ende des Strandabschnitts an der Cala Tinnari braucht man die Hände. 
Variante: Auf dem Rückweg kann man am Stazzo di Porto Leccio links ein Stück den Fahrweg hochgehen und dann rechts auf den Trampelpfad durch die Macchia zur Cala Tinnari schwenken. Durch die Abkürzung verringert sich die Gehzeit um etwa 15 Min.
Diese Tour stammt aus dem Rother Wanderführer Sardinien von Walter Iwersen und Elisabeth van de Wetering
 
Tourentyp: Wanderung
Schwierigkeit: mittel
Gehzeit: 4.00
Tage: 1
Höhenmeter Aufstieg: 283
Höhenmeter Abstieg: 283
Strecke: 10.6 km
Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln: nein
Einkehr unterwegs: ja
Für Kinder geeignet: ja
 
Von unserem Parkplatz gehen wir noch 50 m auf der Schotterstraße hinunter, bis sie sich gabelt. Nach links geht es zu einem privaten Anwesen, nach rechts durch ein stets geöffnetes, weißes Eisentor zur Küste, unser Weg. Der ehemalige Fahrweg ist durch heftige Regenfälle von Sturzbächen zerfurcht, zum Wandern aber immer noch bestens geeignet. Wir folgen ihm steil abwärts. Schon nach 10 Minuten öffnet sich vor uns das Küstenpanorama.
Auf der rechten Seite, Blickrichtung Norden ist die Ferienhausanlage der Costa Paradiso schemenhaft zu erkennen. An einer Weggabelung biegen wir rechts ab, jetzt schon dicht am Meer angelangt. Der Weg verschmälert sich, verliert an Steilheit und endet schließlich auf einem kleinen Felssporn, unter dem sich die sichelförmige Bucht der Cala Tinnari ausbreitet. Kleine Felsen sind im Meer vorgelagert, dunkelgrau und schwarz schimmert der Kiesstrand.
uf der rechten Seite ist ein Schluchteinschnitt zu sehen, durch den sich der Riu Pirastru den Weg bahnt. An seiner Mündung endet er in dem kleinen Staubecken des Stagno di Tinnari. Wir steigen an der rechten Seite des Felssporns etwa 15 m zum Strand hinunter und überqueren ihn rechts entlang bis zu seinem hinteren Ende an den hier steil abfallenden Felsklippen. Ein Holzschild, etwa 1 x 1 m groß, auf zwei Pfählen etwas erhöht zwischen den Felsen befestigt, ist unser Orientierungspunkt. Etwa 10 m rechts von ihm ist ein schmaler Felseinschnitt zu sehen, an dessen linker Seite wir auf schmalen Trittstufen den kleinen Höhenunterschied von 12 m zu den Klippen hinauf bewältigen. Die Hände nehmen wir dabei zu Hilfe. Oben angekommen, nimmt uns ein Trampelpfad auf. 
Durch die Macchia hindurch erreichen wir wenig später den Lebensraum eines Einsiedlers, der hier in der warmen Jahreszeit unter einem Verschlag nächtigt. Ein Pfad rechts zu seiner Behausung und links zu seinem Freisitz ist mit Holzpaletten und Vorhängen gesperrt. Wir bleiben auf dem Pfad und gelangen nach wenigen Minuten auf offenes Felsgelände. Endlich sind die roten Klippen erreicht, besonders auf der Meerseite links zeigen sie sich in ihrer wahren Pracht. Schmale Wassernasen schieben sich in die zerklüfteten Felsen hinein, beliebte Ankerplätze für Ruder- und Motorboote in der Hochsaison. Auf dem deutlich ausgetretenen Pfad erreichen wir den Rand einer kleinen Schlucht, in die wir hinuntersteigen. Wir laufen etwa 50 m in die Schlucht hinein, bis es geradeaus nicht weitergeht. Am linken Schluchtrand folgen wir einem mit Steinmännchen markierten Aufstieg, der in etwa 25 m Höhe auf einem kleinen Plateau endet.
Hier verlassen wir die ausgetretene Route und biegen nach links ab, weglos zum Meer hinunter. Der Grund: Je dichter wir in Meeresnähe bleiben, umso mehr Granitfiguren und -formen gibt es zu bewundern. Schon nach 2 Minuten ist wieder eine Pfadspur zu sehen, der wir rechts entlang folgen können. Ein kurzer Blick aber noch nach links von der Klippenkante zum Meer hinunter und kurz innehalten: Das Wasser schlägt an dieser Stelle mit eigenartig dumpfem Grollen an die ausgehöhlten Felsen. Neptun lässt grüßen!
Auf dem Pfad geht es weiter auf und ab durch die Landschaft bis zu einem kleinen Sattel, hinter dem die Bucht von Porto Leccio mit dem Schäferhaus zu erkennen ist. Wir steigen ein Stück hinunter zu einem zweispurigen Feldweg, der uns zum Stazzo di Porto Leccio führt. Wir lassen das 15 m lange Schäferhaus links liegen, überqueren einen Fahrweg und gelangen durch die Öffnung in einer etwa 150 cm hohen Trockenmauer auf eine Wiese. Eine Lanze mit großem Tierschädel schmückt diesen Eingang. Wir überqueren die Wiese auf einer Traktorspur, öffnen eine Holzpforte und sind am Kiesstrand von Porto Leccio angelangt, zu dem man in wenigen Schritten links hinuntersteigen kann. Wir bleiben auf dem Hauptpfad. Er gabelt sich, nachdem wir Strandabschnitt und Macchia hinter uns gelassen haben. Links geht es weiter durch die Klippen hindurch, rechts etwas weiter oberhalb am Hang entlang. Beide Pfade vereinen sich nach wenigen Minuten wieder. Erneut bleiben wir links in Küstennähe.
Es geht anschließend hinauf zu einem bewachsenen Dünenfeld und unterhalb des steilen Hangs der Punta Altina entlang bis zur kleinen Bucht der Cala li Cossi mit feinem Sandstrand. Auch hier mündet ein Fluss, der Riu di Cossi, in ein gestautes Becken rechts hinter der Strandfläche. Wir klettern in die Bucht hinab, überqueren sie und steigen an der gegenüberliegenden Seite auf sauber gesetzten Steinstufen wieder zum Gegenhang empor. Der Strand ist die einzige Badegelegenheit für die Bewohner der Ferienanlage, im Sommer viel zu klein, um alle Sonnenhungrigen aufzunehmen. Die letzten 15 Min. bis zur Ferienanlage geht es auf sicherem, mit Holzgeländern eingefasstem Weg bis zum Parkplatz direkt vor einer Bar, in der wir uns für den Rückweg mit einer Erfrischung stärken. Zurück geht es auf gleichem Weg.