Um den vollen Funktionsumfang dieser Webseite zu erfahren, benötigen Sie JavaScript. Hier finden Sie die Anleitung wie Sie JavaScript in Ihrem Browser einschalten. Sardinien.com: Wanderung am Monte Conca D'Oro

Wanderung am Monte Conca D'Oru
Überwältigender Panoramablick und Flugzeugtrümmer in unberührter Natur

  • <b>Blick auf den Golf von Cagliari vom Bergkamm Monte Conca d&#039;Oru bei Capoterra</b>
  • <b>Monte Conca D'Oru: Panoramablick und Flugzeugtrümmer in unberührter Natur</b>
  • <b>Monte Conca D'Oru: Ein Kreuz markiert die Unglücksstelle, an der das Flugzeug der ATI am 14. September 1979 gegen den Berg geprallt ist</b>
  • <b>Monte Conca D'Oru: 32 Jahre nach der Katastrophe liegen die Trümmer des Flugzeuges noch am Absturzort</b>
  • <b>Nachdem die Region Sardinien, die Trümmer der CD-9 Mitte Dezember 2011 als Abfall klassifiziert hat, drängt sie darauf die Überreste vom Absturzort zu entfernenn</b>
  • <b>Monte Conca D'Oru: Die Flugzeugtrümmer liegen hinter dem Bergkamm im Gemeindegebiet Sarroch</b>
  • <b>Der Journalist Angelo Pani kämpft dafür, dass die Überreste als Gedenken an die Katastrophe und als Erinnerung an die Toten am Absturzort verbleiben dürfen</b>
  • <b>Monte Conca D'Oru: Bei gutem Wetter reicht der Blick bis nach Villasimius</b>
  • <b>Der Einstieg zum Wanderweg ist nicht markiert und liegt zwischen der Macchia. Zum Einstieg muss man den Felsen hochklettern.</b>

In der Nacht vom 13. auf den 14. September 1979 krachte eine DC-9 der italienischen ATI über Capoterra und Sarroch gegen einen Berg. Die 31 Insassen kamen ums Leben. Die Trümmer der Maschine liegen heute noch weit verstreut hinter dem Bergkamm Monte Conca d'Oru. Ein Holzkreuz markiert den Aufschlagsort.
 
Ausgangspunkt der unmarkierten Wanderung auf den Monte Conca d'Oru ist die Wendeplatte am S'Arcu de s'ena sa craba. Von hier aus weist der Weg über einen Felsen direkt in die Macchia hinein.
 
Der schmale Pfad führt zunächst mit leichtem Gefälle durch die dichte Strauch-Vegetationen aus Myrte, Erdbeerbäumen, Mastixsträuchern, Thymian und Ginster. Nach etwa 25 Minuten wird der Wanderweg zusehends enger, steiler und schwieriger. Er geleitet durch dichtes Gehölz den Berg hinauf; bald muss man die Hände zur Hilfe nehmen, denn der mit Geröll und modderigem, nassen Unterholz bestückte Trampelpfad geht steil nach oben. Doch schon nach ca. weiteren 25 Minuten ist geschafft - der Weg mündet auf dem Bergkamm. Jetzt heißt es durchatmen, erholen und Muskeln entspannen, denn von den Strapazen entschädigt der Blick gen Südküste!
 
Auf dem Bergkamm ist die Sicht beinahe grenzenlos. Auf knapp 600 Metern bietet sich ein überwältigenden Blick auf den Golf von Cagliari und Teile der Costa del Sud. Im Norden ragt die Bergwelt des Gennargentu in den Horizont – das Gefühl grenzenloser Freiheit gibt es gratis dazu. 

Rechts vom Ausstieg markiert ein einfaches Holzkreuz die Stelle, an der das Flugzeug gegen den Berg geprallt ist. Die Trümmer der verunglückten DC-9 verteilen sich hinter dem Bergkamm über ein breites Areal. Der Wind und schwere Regenfälle in den letzten 30 Jahren haben die anfangs relativ dicht beieinanderliegenden Überreste um mehrere Meter verschoben. Beim Begehen des Gebietes ist wegen der scharfen Metall- und Plastikteile sowie einschneidender Kanten besondere Vorsicht geboten.
 
Flug BM - PT 012 der italienischen Inlandsfluggesellschaft und Tochter der Alitalia ATI war kurz vor Mitternacht mit 27 Passagieren und vier Besatzungsmitgliedern in Alghero gestartet. 

Knapp 40 Minuten später befand er sich im Anflug auf den Flughafen Cagliari Elmas. Dort tobte zu diesem Zeitpunkt ein schweres Unwetter. Der Jet prallte knapp 10 km vor dem direkt am Ufer gelegenen Flughafen der Inselhauptstadt in 600 m Höhe frontal gegen den Berg Conca d'Oru. Die Maschine zerbrach in drei Teile, die über den Bergkamm schossen.
 
Der Anflug über die Berge von Capoterra und Sarroch war nicht geplant. Warum änderte der Pilot seine Anflugsroute? War es ein Fehler des Piloten oder gab es Probleme mit den Instrumenten? Im Prozess um das Flugzeugunglück wurden die beiden getöteten Piloten und ein Fluglotse schuldig gesprochen. 32 Jahre nach dem Ereignis hat der Journalist Angelo Pani die Akten der gerichtlichen Untersuchung eingesehen. Aus der Niederschrift lässt sich ein Ausfall beider Höhenmesser vermuten. 
 
Auf dem Berg wurde noch ein weiteres Kreuz und eine Gedenktafel errichtet. Ein drittes, kleineres Kreuz gedenkt hingegen einem an diesem Ort tödlich verunglücktem Wanderer.

Charakterisierung: Kurze aber schwere Wanderung ohne Markierung. Höhenunterschied etwa 600 m. Mit Schatten, teilweise steile Abschnitte. Gleicher Hin- und Rückweg;
Schwierigkeitsgrad: Der Weg ist nicht markiert. Einige anspruchsvolle Stellen (dichtes Unterholz, Passagen über Geröll, steile Abschnitte); Bei feuchter Witterung sind Unterholz, Steine und Geröll sehr rutschig; festes Schuhwerk erforderlich; Nordic-Walking-Stöcke empfehlenswert.
Dauer: Hinweg ca. 1 Stunden bis zum Holzkreuz auf dem Bergkamm.
Erreichbarkeit mit dem Auto: S.S. 195 in Richtung Capoterra
Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Keine öffentlichen Verkehrsmittel; 
 
Anfahrt: Der Berg mit den Flugzeugtrümmern liegt südwestlich von Cagliari zwischen Capoterra und Sarroch. Von Cagliari fährt man auf die S.S. 195 in Richtung Pula und biegt nach ca. 13 km an einem Kreisverkehr rechts in Richtung Su Loi ab. Nach knapp 2 km Asphaltstraße folgen ca. 6 km unbefestigte Straße mit teilweise losem Schotter, tiefen Unebenheiten und steilen Passagen. Der Weg führt links, an Weinbergen und Strommasten vorbei, den Berg hinauf und endet auf einer Wendeplatte vor einer Schranke (S'Arcu de s'ena sa craba). Hier muss man den Wagen stehen lassen. Blickt man auf den Zufahrtsweg zurück, befindet sich der unmarkierte Wanderweg rechts zwischen der dichten Macchia. Zum Einstieg muss man den Felsen hochklettern. Achtung! Da auch die Einstiegsstelle auf dem Bergkamm nicht angezeichnet ist, empfiehlt es sich diese bei Ankunft zu markieren. 
 
Mehr Informationen und Details zum Flugzeugunglück: DC9 - Il disastro aereo di Capoterra