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Tour: Rund um den Monte Corrasi
Durch die unberührte Bergwelt der sardischen Dolomiten

Die schönsten Küsten- und Bergwanderungen
Monte Corrasi ist der höchste Punkt im Supramonte di Oliena, quasi der Hausberg des Ortes. Er liegt auf einem Bergrücken, dessen Westseite steil nach Oliena abfällt, an seinem Osthang aber ausreichend Platz für eine spannende Wanderung bietet. Die Rundtour führt uns hinein in die sardischen Dolomiten, eine einsame, kahle Berglandschaft aus verkarsteten, weißen Felsen und kleinen Hochtälern.
Ausgangspunkt: Passstraße zur Scala ’e Pradu, 992 m. Von Nuoro oder Dorgali kommend in Oliena auf der Hauptstraße (SP 22) durch den Ort den Hinweisschildern Cooperativa Turistica Enis, Monte Maccione folgend, am Ortsende von der Straße Richtung Orgosolo nach links abbiegen, den Enis-Schildern folgen und auf betoniertem Fahrweg steil aufwärts 3,5 km bis zum Parkplatz vor dem Hotel/Bar Cooperativa Enis (Monte Maccione) fahren. Von dort noch weitere 3,7 km auf der teils betonierten, teils gepflasterten Schotterpiste ganz bis zum Ende fahren. An einer kreisförmigen, etwa 1 m hohen Einfassung aus Natursteinen in Fahrwegmitte geht es nicht weiter. Die Weiterfahrt ist nur mit Geländewagen möglich. Am rechten Fahrbahnrand oder 100 m weiter vorher links in einer Parknische parken.
Höhenunterschied: 590 m.
Anforderungen: Trittsicherheit und Orientierungssinn sind auf der Kammwanderung gefragt, Markierungen durch Steinmännchen und Steinpyramiden sind in ausreichendem Maße vorhanden. Der Rückweg erfolgt auf Waldpfaden und Schotterwegen.
Einkehr/Unterkunft: Unterwegs keine. In Oliena, Dorgali und Orosei Einkehrmöglichkeiten und Unterkünfte aller Kategorien, z. B. bei Oliena, am Monte Maccione – Cooperativa Enis, Albergo, Bar, Ristorante, Trekking
Variante: Auf dem Hinweg zum Monte Corrasi kann man gleich nach 5 Min. Wegstrecke vom Hauptpfad nach rechts zum Westhang des Bergrückens abbiegen und sich von dort weglos durch das Gelände parallel zum Pfad bergauf bewegen. Die Gehzeit verlängert sich um ca. 30 Min.
Diese Tour stammt aus dem Rother Wanderführer Sardinien von Walter Iwersen und Elisabeth van de Wetering

Tourentyp: Wanderung
Schwierigkeit: schwierig
Gehzeit: 4.00
Tage: 1
Höhenmeter Aufstieg: 552
Höhenmeter Abstieg: 552
Strecke: 9.2 km
Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln: nein
Einkehr unterwegs: nein
Für Kinder geeignet: nein

In der Verlängerung der befahrbaren Straße gehen wir auf der breiten Schotterpiste aufwärts. Am Wegrand liegen verstreut fast 5 m hohe Felsbrocken. Dazwischen wachsen uralte zumeist einzeln stehende Steineichen mit mächtigen Kronen. Sie haben sich wacker gegen den Kahlschlag der Köhler behaupten können. 
Einige Schäferhütten und Ruinen von Ziegenställen sind zu sehen. In Kehren geht es auf der steinigen Piste steil empor bis dicht an die Felswand der Punta Carabidda. Beeindruckend sind die vielen Felsnadeln, die sich am oberen Hang der Scala ’e Pradu vom Bergmassiv abgespalten haben. Die Schotterpiste der Scala ’e Pradu endet nach gut 40 Min. 
Aufstieg an einem kreisförmigen Wendeplatz für Geländewagen. Von der Wende-Plattform gehen wir diesmal gleich rechts auf den ausgetretenen Pfad in Richtung Süden. 
Zunächst ein kurzes Wegstück leicht abwärts, führt er uns anschließend stetig bergauf bis zum Gipfel des Monte Corrasi. Beim Schlussanstieg zum Gipfel sehen wir auf der linken Seite eine grüne Senke, durch die sich ein schmaler Trampelpfad schlängelt. 
Zu diesem Pfad steigen wir nach dem Abstecher zum Gipfel hinab. Dazu gehen wir vom Gipfelplateau nur knapp 50 m auf gleicher Strecke zurück, verlassen den Aufstiegspfad dann aber und schwenken nach rechts über eine steile Felsplatte. 
20 m rechts vom Pfad liegt der Abhang des Monte Corrasi. Die Senke ist von oben gut zu erkennen. Wir umgehen einen Felseinschnitt, achten auf Steinmännchen und gelangen über teils hohe Stufen hinweg zum Talgrund. Dort angekommen folgen wir dem Trampelpfad nach rechts in südliche Richtung. Er verläuft zwischen Felsnadeln hindurch über eine schmale, grasbedeckte Ebene hinweg, an ein paar Wacholderbäumen und Eiben vorbei.
ir steigen aus der Senke zu einem Sattel hinauf, hinter dem sich das Panorama auf der linken Seite öffnet und uns den Ausblick über die zerklüftete Felslandschaft des Supramonte ermöglicht. Auf der rechten Seite ist der Blick noch durch den oberen Rand der Kammlinie des Monte Corrasi versperrt. 
Der Weg verläuft noch ein Stück parallel zum Kamm, stetig abwärts, bis zu einem Einschnitt in einem Felsstück. Ein herrlicher Ort. Eine Bühne, die steil vor uns abfällt und den Blick weit über das mit Eichen bedeckte Tal zwischen Oliena und Orgosolo freigibt, im Hintergrund der kleine Bergort Mamoiada. Hier noch nicht hinabsteigen! 
Die Route setzt sich auf der linken Seite des Einschnitts weiter nach Süden fort. Kurz darauf müssen wir uns erneut rechts in Kammnähe halten, obwohl der breite Pfad weiter nach unten führt. Auch hier durch einen Felsspalt hindurch klettern wir weglos über glatte Felsplatten hinweg und erreichen eine allein stehende Steineiche am Rande einer holprigen Wiesenfläche. 
Es geht in zwei Stufen hinab, jetzt wieder auf Trittspuren, zu einem weiteren Plateau, auf dem plötzlich eine Steinpyramide direkt am Abhang vor uns auftaucht. Wir verlassen den Pfad, der an der Steinpyramide vorbei geradeaus weiterführt, und biegen scharf nach rechts auf die Scala ’e Marras ab. 
Auf der Westseite des Monte Corrasi geht es an seinem Hang entlang schräg abwärts. Teilweise ist der Pfad ausgesetzt oder verläuft über steinige Passagen, aber stets ist er mit Steinmännchen markiert. Wir bleiben auf der Hauptroute. Je tiefer wir absteigen, umso dichter wird der Bergwald mit Steineichen. Der Pfad stößt auf einen Fahrweg – dort rechts ab –, der in einen schmalen Weg mündet. 
Auf diesem in leichtem Auf und Ab entlang eines Maschendrahtzauns weiter. Wir durchqueren zwei ausgetrocknete Bachläufe und stoßen auf einen weiteren Fahrweg, dessen rechte Hangseite mit Drahtkörben gegen Erdrutsch gesichert ist. 
Wir folgen ihm rechts entlang, erreichen die Sorgente Dáddana mit frischem Quellwasser und stoßen schließlich auf die Fahrstraße, auf der wir nach rechts in wenigen Minuten beim Ausgangspunkt ankommen.