Um den vollen Funktionsumfang dieser Webseite zu erfahren, benötigen Sie JavaScript. Hier finden Sie die Anleitung wie Sie JavaScript in Ihrem Browser einschalten. sardinien.com: Karrasegare Osinku

Karrasegare Osinku
Faschingsdienstag in Bosa - ganz schön kühn!

  • <b>S'Attittidu am Faschingsdienstag in Bosa</b>
  • <b>Während des Klagegesangs am Morgen irren die Bosaner ganz in Schwarz gehüllt durch die Straßen</b>
  • <b>Oft werden unmissverständliche Phallussymbole gezeigt</b>
  • <b>Die Puppen sind entstellt und assoziierten Sinnenfreuden </b>
  • <b>Die ganze Familie läuft als Klageweib verkleidet beim Fest mit</b>
  • <b>Gegen Abend werden die Gemüter heiterer</b>
  • <b>Sobald es dunkel wird, tauchen die ersten Giolzi auf </b>
  • <b>Sie machen vor keinem Halt und leuchteten jeden an, der ihnen über den Weg läuft</b>

Höhepunkte des Karrasegare Osinku am Faschingsdienstag sind S'Attittidu (der Klagegesang) am Vormittag und der Giolzi (der Karneval auf der Flucht) am Abend sobald es dunkel wird.

Ganz in Schwarz gehüllt sind die Bewohner des Ortes, die morgens durch die Straßen irren und nach einem Tikkirigheddu de latte - einem Schluck Milch schreien, für die Puppe die sie in den Armen halten. Die wehklagenden Frauen beweinen das hungernde Kind, das von seiner Mutter in der Nacht verlassen wurde, um sich dem Karnevals-Party-Rausch hinzugeben. Die Puppen sind entstellt und assoziieren Sinnenfreuden und Sexualität. Oft werden sie mit unmissverständlichen Phallussymbolen gezeigt, deren Darstellung während des närrischen Faschingsdienstag als nicht anstößig empfunden wird.

Am Abend präsentieren sich die vormals Trauernden ganz in Weiß - ein Bettlaken als Umhang, ein Bettbezug oder Handtuch als Kopfbedeckung. Sie suchen den Giolzi – den Karneval, der heute schon wieder vorbei ist und sich mit Vorliebe im Genitalbereich versteckt hält. Sie machen vor keinem Halt und leuchteten mit Kerzen und Laternen jeden an, der ihnen über den Weg läuft. Dann rufen sie: „Giolzi! Giolzi! Ciappadu! Ciappadu!" – Giolzi! Giolzi! Ich hab ihn! Ich hab ihn!.

Das Faschingsfest endet mit einer Pupazzi-Verbrennung, bei der mehrere Figuren unter lautem Geheule und Wehklagen verbrannt werden, denn mit den Pupazzi gehen alle Sünden der närrischen Zeit in Flammen auf.

Hier mitzumischen ist ein wahres Erlebnis! Publikum und Gäste werden in den närrischen Spaß mit einbezogen und wer will mit einem guten Schluck Wein belohnt!
 
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