Um den vollen Funktionsumfang dieser Webseite zu erfahren, benötigen Sie JavaScript. Hier finden Sie die Anleitung wie Sie JavaScript in Ihrem Browser einschalten. Sardinien.com: Sant'Antonio Abate - Karnevalsauftakt in Mamoiada mit Mamuthones und Issohadores

Sant'Antonio Abate in Mamoiada
Auftakt des traditionellen Karnevals im Herzen der Insel

  • <b>Sant'Antonio Abate: Karnevalsauftakt in Mamoiada</b>
  • <b>Am 17. Januar wird das Fest zu Ehren von Antonius dem Großen gefeiert. Er ist Schutzpatron der Bauern, ihrer Nutztiere, der Schweinehirten und Fleischer</b>
  • <b>Die Schellen des Mamuthone-Kostüms wiegen bis zu fünfundzwanzig Kilo und hängen an sieben Lederriemen</b>
  • <b>Die Masken - zwölf, wie die Monate des Jahres - werden den Mamuthones sozusagen auf das Gesicht geschnitzt</b>
  • <b>Sie werden aus Kirsch- oder Birnenholz geschnitzt</b>
  • <b>Selbst Kinder nehmen an der Veranstaltung teil</b>

Etwa 650 Meter über dem Meeresspiegel in der wildromantischen Barbagia di Ollolai liegt das 2500-Seelen-Dorf Mamoiada, und zwar direkt inmitten grüner Weinberge, Kork- und Steineichenwälder. Alljährlich am 17. Januar ist das Fest zu Ehren des Heiligen Sant'Antonio Abate im Ort auch immer Auftakt des Karnevals auf Sardinien.
 
Im historischen Ortskern steht die große, das Dorfbild prägende Kirche Nostra Signora di Loreto aus dem 17. Jahrhundert. Hier wird der Vorabend des Festtages zu Ehren Antonius des Großen (16. Januar) mit einem riesigen Feuer gefeiert. Der Tag danach (17. Januar) ist in Mamoiada bis heute Auftakt der jeweiligen Karnevalssession. 

Am 16. Januar kulminiert alljährlich kurz nach fünf Uhr nachmittags der Gottesdienst. Zuschauer suchen sich einen guten Platz, auf dem Kirchenvorplatz wird ein großer Holzstoß aus Eichenwurzeln angezündet, der Pfarrer läuft drei mal ums Feuer bevor Familienväter aus diesem glühende Scheite entfernen, um dreißig bis vierzig weitere Holzfeuer im ganzen Ort zu entzünden. Sie brennen die ganze Nacht durch. Aus dem in Schwaden aufsteigenden dicken Rauch ist angeblich zu ersehen, ob das neue Erntejahr unter guten oder schlechten Auspizien beginnt. 
Eine behagliche Atmosphäre verbreitet sich, denn die Bewohner der Insel sind ein besonderes Volk: Frisch gebackene süße Popassinus biancu, Popassinus nigheddu, Coccone in mele, Caschettas, Pan'e Sant'Abate (ein Brot für Gourmets, den die Hausfrauen aus Hartweizenmehl, Most, Haselnüssen, Wallnüssen, Mandeln und Rosinen herstellen) und ein hausgemachter schwerer Rotwein werden gereicht!

Am Tag danach, dem 17. Januar ist der Starttermin für Mamuthones und Issohadores. In dunkle Schafsfelle gekleidete Gestalten, die große Holzmasken aus Kirsch- oder Birnenholz und auf den Schultern schwere Kuhglocken tragen. Wer die feierliche Einkleidung der Mamuthones vor dem Karnevalsumzug erlebt hat, weiß von der Schwere des Kostüms. Die Schellen wiegen bis zu fünfundzwanzig Kilo und hängen an sieben Lederriemen. Nacheinander werden sie fest gezurrt von den Issohadores. Möglichst eng, doch so das noch genügend Luft zum Atmen bleibt.
Wenn sie sich nicht gerade in Kuba, Rothenburg oder Wien auf Welttournee befinden, sind die meisten Mamuthones hauptberuflich Dienstleistende, Vertreter, Bauern aber auch Schüler und Studenten. Sie geben sich gruselig und wortkarg, und ab und an ertappen sie sich selber, wie ihnen ein Schauer über den Rücken läuft. 
 
Mehr Informationen: Associazione Turistica Proloco - Via Sardegna 13 - 08024 Mamoiada - www.mamuthonesmamoiada.it.