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Valle del Lerno und Monte Nieddu
Täler und dichte Wälder für Entdecker südlich von Olbia

  • <b>Valle del Lerno - Täler und dichte Wälder für Entdecker südlich von Olbia</b>
  • <b>Valle del Lerno -  Das kaum erschlossene, fruchtbare Tal führt auf kurvigen, engen Straßen hoch in die wilde Bergwelt von Alà dei Sardi.</b>
  • <b>Fruchtbare Wiesen und Weinberge im Lerno Tal südlich von Olbia</b>
  • <b>Santu Miali - auf einer Kuhweide bei Padru verstecken sich die Reste einer mittelalterlichen Totenstadt</b>
  • <b>Die Reste zweier romanischer Kirchen im Lerno-Tal</b>
  • <b>Schlemmen im Lerno-Tal: Lange bevor der Urlaub auf dem Bauernhof in Mode kam, konnte man hier auf den Höfen schon bestens essen und nächtigen</b>
  • <b>Auf der Spitze des Monte Nieddu: Fantastischer Blick auf die Insel von Tavolara</b>
  • <b>Monte Nieddu. Dank der alten Köhlerwege ist der Osthang des Monte Nieddu heute einfacher zugänglich als die Westseite</b>
  • <b>Auf dem Gipfel des Monte Nieddu. Abenteurer, die sich von San Teodoro aus zum Monte Nieddu machen, können hier ganz ungestört wandern und mountainbiken. </b>
  • <b>Blick vom Monte Nieddu auf San Teodoro an der Küste</b>

Südlich von Olbia bahnt sich der Lerno-Fluss seinen Weg zwischen den Granitmassiven der Gallura im Westen und der Bergkette von Monte Nieddu im Osten. Das kaum erschlossene, fruchtbare Tal führt auf kurvigen, engen Straßen hoch in die wilde Bergwelt von Alà dei Sardi.
 
Und weil hier kaum kaum Verkehr herrscht, haben einige Motorrad-Insider die gottverlassene Gegend für sich entdeckt. Die Straßen sind zwar eng, doch kaum befahren und die Kurven der Provinzstraße haben viel Gripp und nur wenige Schlaglöcher.
 
Das ändert sich natürlich, wenn man ein wenig abseits fährt: An den sanften Hängen verstecken sich Wiesen, Weinberge, Korkeichenwälder und Steineichenhaine, die von kleinen Feldwegen und engen Sträßchen erschlossen sind - ein wahres Paradies für Offroad- und Enduro-Fans. Und immer wieder weisen Wegweiser auf Agriturismi hin. Viele Bauernhöfe im Lerno-Tal haben ein kleines Restaurant gebaut und ihre Höfe mit Fremdenzimmern erweitert, so dass man hier lecker schlemmen und preiswert übernachten kann. Das Lerno-Tal war einst eines der ersten Regionen Sardiniens, in denen der "Urlaub auf dem Bauernhof" in Mode kam.

Ein wahrer Schilderwald weist schon von Weitem auf die einzige nennenswerte, kleine Sehenswürdigkeit des Lerno-Tals hin: Zwischen Padru und Loiri liegt "Santu Miali - Area Archeologica". Hier wurde zwischen Kork- und Steineichen zwischen 2002 und 2004 kräftig gebuddelt und zum Vorschein kam eine ganze Totenstadt mit über dreißig Gräbern, den Resten einer römischen Villa und gleich zwei romanischen Kirchenbauten, die irgendwann im 13. Jahrhundert sich selbst überlassen wurden. Lange wusste man von der uralten Siedlung nichts, alte Aufzeichnungen und Kirchendokumenten geben keine klaren Hinweise auf den seit Jahrhunderten sich selbst überlassenen Ort. Und auch heute würde man an den rechteckigen, ovalen und runden Massengräber wohl achtlos vorbeispazieren, wären da nicht ein paar verblasste Schilder, die auf einer eingezäunten Kuhweide auf die alten Grabbauten und die verfallenen, von jungen Steineichen überwachsenen Gotteshäuser hinweisen.

Lässt man den verschlafene Weiler von Padru links liegen, schlängelt sich die Provinzstraße Richtung Süden am Monte Nieddu entlang. Der "Schwarze Berg", dessen über 970 Meter hohe Spitzen das Lerno-Tal von San Teodoro an der Küste trennen, ist nur schwer zugänglich. Das Forstamt des Cantiere Forestale di Monte Nieddu hat die meisten Waldwege abgesperrt und lässt Ausflügler nur mit Genehmigung hinein. Darum fühlen sich hier seltene Tiere wohl: Bei der letzten Zählung 2012 hat man zwischen den rosa Granitfelsen, die von Kork- und Steineichen überwuchert sind, ganze 26 Exemplare der seltenen wilden Mufflonschafe gezählt. Die unzähligen Füchse, Wildschweine und Steinadler sind dem Zensus der Forstleute allerdings entkommen.
 
Früher stand hier ein dichter Eibenwald, bis im 19. Jh. ganze Horden von Köhlern über die Wälder des Monte Nieddu herfielen. Das begehrte Hartholz wurde gefällt, verkohlt und über den Naturhafen der Cala d'Ambra in die Toskana verschifft. Heute sind von dem einstigen Eibenforst nur noch ein paar vereinzelte, mehrere hundert Jahre Exemplare des selten gewordenen Baums übriggeblieben, die sich in den dichten Buschwäldern verstecken. 

Dank der alten Köhlerwege ist der Osthang des Monte Nieddu heute besser zugänglich als die Westseite: Abenteurer, die sich von San Teodoro aus zum Monte Nieddu machen, können hier ganz ungestört wandern und mountainbiken. Auch eine der wenigen Canyoning-Strecken Sardiniens, die enge Granitschlucht des Rio Pitrisconi mit ihren Wasserbecken, natürlichen Rutschbahnen und atemberaubenden Kletterstecken befindet sich hier.
 
Anfahrt: Das Valle del Lerno ist von Olbia aus über Loiri nach Padru zugänglich. Alternativ führt von San Teodoro aus die kurvige Provinzsstraße SP 110 Richtung Padru in das Tal.

Kaum ausgeschildert ist der Zugang zu den alten Köhlerwegen auf der Ostflanke des Monte Nieddu. Von San Teodoro auf der Hauptstraße SS 125 Orientale Richtung Süden, dann im Ortsteil Buddittogliu rechts ab Richtung "Comune di San Teodoro/fonte acqua Aresola" in die Via Aresula abbiegen. Unter der Schnellstraßenunterführung hindurch der engen, asphaltierten Landstraße folgen, dann den Agriturismo Aresola links liegen lassen. Die Straße wird nach wenigen Kilometern unwegsam.