Um den vollen Funktionsumfang dieser Webseite zu erfahren, benötigen Sie JavaScript. Hier finden Sie die Anleitung wie Sie JavaScript in Ihrem Browser einschalten. Sardinien.com: Argentiera

Argentiera
Schon die Römer gruben auf Sardinien nach Silber und anderen Mineralien

Die Silbermine Argentiera befindet sich im Nordwesten der Insel, nur wenige Kilometer nördlich von Alghero an der äußersten Nordwestküste Sardiniens. Von dem 1963 geschlossenen Silberbergwerk sind unter anderem die aus Holz gebauten Wohnhäuser erhalten, die 1968 als Kulisse für den Film "Brandung" (engl. Boom!) mit Elizabeth Taylor und Richard Burton.

Der älteste Teil (Calaonanu) der Bergarbeitersiedlung von Argentiera beherbergte die meisten Minenarbeiter. Zu sehen sind auch die Galerien und Gruben, in denen die Arbeiter nach Silber und anderen Mineralien schürften. Die älteste Galerie ist "Is Calabronis", die zwischen dem 13. und 14. Jahrhundert entstanden ist, und bis zur Schließung der Mine in Betrieb war. Das Herzstück ist jedoch die aus wertvollem Holz Mitte des 19. Jahrhunderts gebaute Waschanlage, die auch viele Frauen beschäftigte. Dort wurde das Mineral zerkleinert und gesiebt. Die einst stark verfallende "Lavanderia" wurde in den letzten Jahren auufwändig restauriert.

Das alte Silberbergwerk war bereits unter den Römern in Betrieb. Das beweisen Fundstücke aus der "Miniera Vecchia" und der "Plata". Die ersten überlieferten Dokumente über die Silbergrube stammen jedoch von 1131, als der Richter von Torres Gonario II. sie einer religiösen Bruderschaft aus Santa Maria di Pisa schenkte. Diverse Zeugnisse belegen, dass die Mine auch während des Mittelalters und unter der spanischen Regierung in Betrieb war. Die Dokumentation ist jedoch bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts fragmentarisch, erst ab 1867 ist sie sehr detailliert. Als das Silberbergwerk 1867 der Marchesa Caterina Angela Tola von San Saturnino in Konzession gegeben wurde, um nach Blei, Silber und Zink zu graben, gab es bereits zwei Galerien. Unter anderem "Is Calabronis". 

Das Bergwerkdorf bestand lediglich aus wenigen Baracken. Bis zu ihrer Schließung 1963 wechselte die Silbergrube noch sechs Mal den Besitzer. Ende der 1960-er Jahre kaufte eine Immobilienfirma das Bergwerk, die daraus eine Touristensiedlung machen wollte. Die damals illegal errichteten Gebäude ragen immer noch in die Landschaft. Seit einigen Jahren wird diskutiert aus der Argentiera einen Besucherbergwerk zu machen. In der Zwischenzeit haben sich einige Künstler und Schriftsteller zusammengerafft, um jedes Jahr im Sommer das kleine Künstlerevent "Festival dell'Argentiera" ins Leben zu rufen.

Die beiden Strände von Argentiera sind aufgrund ihres glasklaren Wassers und der tollen Stimmung bei Sonnenuntergang beliebt.