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Sas Conzas
Gerberhandwerk in Bosa

  • <b>Direkt am linken Flussufer des Temo, kurz vor der alten Brücke, liegen die verlassenen Gebäude der alten Gerbereien Sas Conzas</b>
  • <b>Im Gerbermuseum Museo delle Conce kann man die alten Gerbereimaschinen bestaunen</b>
  • <b>Blick nach unten: Im Erdgeschoss der Gerbereien befanden sich neben Brunnen die großen Bottiche zum Waschen und Einweichen der Häute</b>
  • <b> Museo delle Conce: In dem renovierten Gebäude laden Fotografien, altes Handwerkszeug und Teile des einstigen Maschinenbestandes zum Gucken ein.</b>
  • <b>Seinen Höhepunkt erlebte das Gerberhandwerk in Bosa im 19. Jahrhundert, als hier bis zu 28 Betriebe ihr Auskommen fanden</b>
  • <b>So wurde in Bosa einst das Leder gewalkt. Fotografie im Museo delle Conce in Bosa</b>
  • <b>Eine wesentliche Voraussetzung für die Herstellung von Leder ist Wasser. So war der Standort in Bosa am langen Temo Fluss ideal</b>
  • <b>Die alten Gerbereien in Bosa wurden inzwischen renoviert und dienen als Wohnhäuser, Restaurants und Museum</b>

Direkt am linken Flussufer des Temo, kurz vor der alten Brücke, liegen die verlassenen Gebäude der alten Gerbereien Sas Conzas: ein einzigartiges Beispiel sardischer Industriearchitektur.
 
Die erste urkundliche Erwähnung der Gerbereien stammt aus dem 17. Jahrhundert. Doch seinen Höhepunkt erlebte das Gerberhandwerk in Bosa im 19. Jahrhundert, als hier bis zu 28 Betriebe ihr Auskommen fanden. Da der Wasserbedarf beim Gerben sehr groß und die Wasserverschmutzung erheblich war, baute man im kleinen Städtchen am Temo-Fluss eine Lederproduktion von größerem Ausmaße auf.

Der zweigeschossige Gebäudekomplex am Lungotemo bestach früher durch seine Fassade aus rotem Trachyt. Heute erinnern nur die renovierten Häuser an das früher so blühende Geschäft mit der Lederproduktion. 

Im Erdgeschoss der Gerbereien befanden sich neben Brunnen die großen Bottiche zum Waschen und Einweichen der Häute sowie die Abwelk- und Stempelpressen zur Reduktion des Wassergehaltes. Im Obergeschoss waren hingegen die Büroräume untergebracht. Hier standen auch die Maschinen für die Feinarbeiten wie das Schleifen, Stoffeln und Fetten des Leders.
 
Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die wirtschaftliche Situation für die Lederfabriken am Temo immer schwieriger. Im Jahr 1960 schloss auch die letzte Gerberei in Bosa ihre Tore. Mit ihr endete das wohl bedeutenste Handwerk des Städtchens. 

Am 17. Oktober 1989 erklärte das Italienische Ministerium für Kulturgüter und Umwelt die Gerbereien zum nationalen Denkmal.
 
In einem der hinteren Gerberhäuser befindet sich das Museo delle Conce. In dem renovierten Gebäude laden Fotografien, altes Handwerkszeug und Teile des einstigen Maschinenbestandes zum Gucken ein.

Mehr Informationen: Museo delle Conce - Via Sas Conzas - 08013 Bosa - Tel.: +39 0785 376220 - www.museodelleconcebosa.it
 
Öffnungszeiten: Täglich von 10.00 bis 13.00 und 15.00 bis 17.00 Uhr, samstags und sonntags bis 18 Uhr. Eintritt 3,50 Euro