Um den vollen Funktionsumfang dieser Webseite zu erfahren, benötigen Sie JavaScript. Hier finden Sie die Anleitung wie Sie JavaScript in Ihrem Browser einschalten. Sardinien.com: Nuraghendorf Serra Orrios bei Dorgali

Villaggio Nuragico Serra Orrios
Reise in die sardische Urzeit bei Dorgali

  • <b>Tor zum Megaron-Tempel in Serra Orrios</b>
  • <b>Das Nuraghendorf Serra Orrios auf der Hochebene von Gollei</b>
  • <b>Nuraghendorf Serra Orrios - Reise in die sardische Urzeit bei Dorgali</b>
  • <b>Serra Orrios Villagio Nuragico bei Dorgali</b>
  • <b>Das gleich neben den Megaron-Tempeln liegende Dorf ist hingegen typisch nuraghisch</b>
  • <b>Die jüngeren Wohnkomplexe von Serra Orrios bestehen aus mehreren aneinander gebauten Rundhütten</b>
  • <b>Fast 100 Steinhütten befinden sich in Serra Orrios.</b>
  • <b>Antike Mauern und jede Menge Steine</b>
  • <b>Fast 100 Steinhütten befinden sich in Serra Orrios</b>
  • <b>Gleich zu Beginn des Rundgangs fällt ein großer rechteckiger Tempel ins Auge</b>

Das Nuraghendorf Serra Orrios liegt auf der Hochebene von Gollei, etwa 10 Kilometer nordwestlich von Dorgali und gehört zu den bisher größten gefundenen Bronzezeit-Dörfern der Insel. Die Anlage, teilweise überwuchert von Olivenbüschen, Mastixbäumen und Brombeerhecken ist recht weitläufig und der leichte Spaziergang über das Gelände und durch die engen Gassen zwischen den bronzezeitlichen Hüttenbauten und auch für einen Ausflug in die Vergangenheit mit Kindern interessant.
Gleich zu Beginn des Rundgangs fällt ein großer rechteckiger Tempel ins Auge, der von einem großen Hof umgeben ist. Ein zweiter Tempel derselben Bauart liegt nur wenige Meter weiter. Die Architektur dieser Stätten erinnert an die minoisch-hellenistische Bautradition der Antike, sie werden deshalb auch Megaron-Tempel genannt: als Megaron bezeichnet man entweder einen der drei Hauptteile des antiken griechischen Hauses.
Diese Tempelbauten sind auf Sardinien eher ungewöhnlich: Von den seltenen, rechteckigen Kulttempeln mit dicken Steinmauern hat man inselweit etwa zwanzig entdeckt, zwei davon allein in Serra Orrios. Die Tempel, die vermutlich mit einem hohen Spitzdach gedeckt waren, lassen also lassen einen kulturell-wirtschaftichen Austausch der Nuraghier von Serra Orrios mit dem antiken Griechenland vermuten. Recht sicher dienten die Megaron-Tempel für Versammlungen und Feste und möglicherweise für kultische Speisungen. Sie stammen vermutlich aus der Übergangszeit zwischen Bronze- und Eisenzeit.
 
Das gleich neben den Megaron-Tempeln liegende Dorf ist hingegen typisch nuraghisch: Fast 100 Steinhütten befinden sich in Serra Orrios. Unter der Erde liegen noch einige Zisternen. In Serra Orrios ist die Wohnentwicklung der Menschen aus der Bronzezeit sichtbar. Die ältesten Häuser stehen vereinzelt, die jüngeren Wohnkomplexe besteht dagegen aus mehreren aneinandergebauten Rundhütten, enge Gassen liegen zwischen den einzelnen Wohn- und Wirtschaftsgebäuden. Zu sehen ist auch ein altes Wassersammelbecken.
Funde, die zum großen Teil im Archäologischen Museum von Dorgali ausgestellt sind, weisen darauf hin, dass in Serra Orrios nicht nur Schmuck und Alltagsgegenstände aus Bronze hergestellt wurden sondern auch Ledergerbereien und Getreidemühlen Teil der Dorfgemeinschaft waren.
Das Dorf selbst hat zwar alle Charakteristiken einer Nuraghensiedlungen der Zeit, aber erstaunlicherweise keinen Nuraghen, also die für dieses Volk typischen Turmbauten. Lediglich in 500 bis 600 Metern Luftlinie liegen die komplexen, heute von Feigenkakteen überwucherten Nuraghen Oveni und Noriolo sowie der einfachen Turm des Nuraghen Muristene.

 
Die Fundstätte wird betrieben Soc. Coop. Ghivine. Besuchszeiten stündlich und ganzjährig (Mittagspause beachten), 5 Euro. - Öffnungszeiten
 
Das Archäologische Museum von Dorgali zeigt auf 170 Quadratmetern vor allem Fundstücke aus der Region Dorgali und Cala Gonone aus den Stätten von Domus de Janas di Marras, Grotta del Bue Marino, dem Nuraghendorf Serra Orrios, Tomba di Giganti di Thomes, Villaggio di Nuraghe Arvu, der Grotte von Ispinigoli, aus Tiscali, sowie Funde aus nuraghischer und römischer Zeit rund um den Nuraghe Mannu.
Museo Archeologico di Dorgali - montags bis sonntags von 9.30 bis 13 Uhr und 15.30 bis 18 Uhr, im Sommer länger, 3 Euro - www.museoarcheologicodorgali.it