Um den vollen Funktionsumfang dieser Webseite zu erfahren, benötigen Sie JavaScript. Hier finden Sie die Anleitung wie Sie JavaScript in Ihrem Browser einschalten. Sardinien.com: Canyon-Wanderung Su Goroppu

Wanderung Gola di Su Gorropu
Anspruchsvolle Wanderung zu einer der tiefsten Schluchten Europas!

  • <b>Badegumpen im Gebirgsbach Flumineddu </b>
  • <b>Die Gola di Gorroppu</b>
  • <b>Abstieg zur Schlucht von Gorroppu</b>
  • <b>Su Gorroppu - Abstieg zum Canyon</b>
  • <b>Ausgangspunkt zum Abstieg nach Su Gorroppu</b>
  • <b>Su Gorroppu im Flumineddu-Tal</b>
  • <b>Hausgroße weiße Steinkugeln versperren den Weg</b>
  • <b>Flumineddu Su Gorroppu</b>
  • <b>Der Canyon von Su Gorroppu im Osten Sardiniens</b>
  • <b>Wanderweg zur Schlucht von Su Gorroppu</b>
  • <b>Genna Silana - Ausgangspunkt für die Canyon Wanderung Su Gorroppu</b>
  • <b>Der Canyon Su Gorroppu</b>
  • <b>Felswand des Monte Su Nercone</b>

Ausgangspunkt der Wanderung ist der Parkplatz vor dem ehemaligen Straßenwachthaus Cantoniera "Genna Silana". Der Pass ist mit 1017 Metern gleichzeitig der höchste Punkt der Panoramastraße S.S. 125 von Dorgali nach Baunei.
Der Wanderweg ist mit einem großen Schild "Gola Gorroppu. Trekking ore 1,15" und einem Madonnenaltar gekennzeichnet. Die gesamte Strecke ist zwar nicht markiert, aber kaum zu verfehlen. Zunächst führt der Weg steil bergab durch einen dichten Steineichenwald, in dem im Frühjahr Alpenveilchen und wilde Pfingstrosen blühen und im Herbst Erdbeerbäume gelb und rot leuchtende Früchte tragen.
Der Blick schweift über die Berge des Supramonte di Dorgali. Vor uns liegt das Oddoene-Tal, durch das sich der Gebirgsbach Flumindeddu wie ein weißes Band durch die dichten, saftigen Wälder zieht. Ab und zu stöbert ein halbwildes Hausschwein durch das Unterholz. Mit etwas Glück kann man an den Berghängen ein seltenes Mufflonschaf erkennen. Steinadler, Turmfalken und Sperber ziehen ihre weiten Kreise über dem Tal.
Über Geröllfelder und schattige Waldstücke geht es weiter in Richtung der massiven Bergwand des Monte Su Nercone, wo man in einigen Felshöhlen alte sardische Schäferhütten (barraccu) aus Holzscheiten und Korkrinden bestaunen kann. In den meterhohen engen Höhlen und Spalten der Felsnadel Il Campanile hausen Schwalben. 
Von hier aus erahnt man schon den Eingang der engen Schlucht. Nach einer weiteren steilen Strecke gelangt man zur Talsohle, wo der Rio Flumineddu mit kleinen Wasserbecken und schattigen Oleanderbüschen für Erfrischung sorgt und dazu einlädt, die geschundenen Wanderbeine vor der nächsten Etappe ein wenig abzukühlen. Vor uns liegt der mehrere hundert Meter hohe Eingang zu einem der gewaltigsten Canyons Europas: Der Gola Su Gorroppu
Die kolossale, anderthalb Kilometer lange Schlucht, die der kleine, unscheinbare Bach in Jahrtausenden bis zu 400 Meter tief in den Supramonte gefräst hat, teilt sich die Liste der tiefsten Canyons Europas mit der Samaria-Schlucht auf Kreta, der Verdonschlucht in den französischen Alpen und dem Canyon des Tara-Flusses in Montenegro.
In der Schlucht, die wuchtig in den strahlend weißen Karst führt, versperren große, runde Felsbrocken den Weg, ganz als wolle der Flumineddu-Bach nicht, dass Eindringlinge den beeindruckenden Canyon bevölkern. Dennoch führen zahlreiche geführte Trekkingtouren in dieses beeindruckende Wunderwerk der Natur. 

Bis zum frühen Mittag treffen die Sonnenstrahlen noch bis in die Sohle der Felsspalte, danach wird es selbst im Sommer etwas kühl, insbesondere wenn ein scharfer Wind durch die Schlucht pfeift. Der Flumineddu führt im Inneren des Canyon bereits im Frühjahr nur noch unterirdisch Wasser. 
Der erste Teil der Gorroppu-Schlucht kann noch recht einfach erwandert werden. Manchmal ist allerdings etwas Fantasie gefragt, um in dem Labyrinth von hausgroßen Felsbrocken voranzukommen. An manchen Stellen hilft auch ein Ausweichen auf kleine Pfade an den steilen Hängen der Schlucht. Nach etwa einer Stunde Wanderung und kurz nach einer Kletterstelle über eine glatte Felsplatte, die nur mit Hilfe eines Seils zu erklimmen ist, endet der gut zu erschließende Teil der Schlucht. Hier geht es nur für erfahrene Canyonkletterer weiter. Hier endet die Etappe für die meisten Wanderer mit einem sonnigen Platz zum Picknicken. 
Zurück geht es auf demselben Weg. Wer in der sengenden Mittagshitze zurückwandert, sollte sich vor dem Aufstieg noch mit etwas kalten Wasser aus dem Bach versorgen.
 
Charakterisierung: mittelschwere Berg-Tal-Wanderung über etwa 900 Höhenmeter. Mit Schatten, teilweise steile Abschnitte; dann anspruchsvolle Schluchtenwanderung mit Kletterstrecken. Gleicher Hin- und Rückweg.
Schwierigkeitsgrad: einige anspruchsvolle Stellen (steinige Pfade, steile Abschnitte); Bei feuchter Witterung sind die glatten Felsen und Steine in der Schlucht sehr rutschig; festes Schuhwerk erforderlich.
Dauer: ca. 1,5 Stunden je Strecke bis zum Eingang der Schlucht, in Su Gorropu ca. 1 Stunde pro Strecke
Erreichbarkeit mit dem Auto: Über die S.S. 125 von Baunei oder Dorgali zu der Passstation von Genna Silana (unbewachter Parkplatz vor dem ehemaligen Straßenwachthaus und Einkehrmöglichkeit). Alternativ kann man auch direkt von Dorgali aus in das Flumineddu-Tal fahren.
Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Mit den Bussen der ARST von Baunei Richtung Dorgali oder umgekehrt (Girasole-Siniscola oder Arbatax-Nuoro), allerdings ist Genna Silana kein regulärer Stopp und die Busse nicht verpflichtet, anzuhalten. Deshalb ist die An- und Abreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht zu empfehlen.
Alternative: Su Goroppu ist alternativ auch über eine Kurzwanderung zu erreichen Ab Dorgali Richtung Baunei, kurz nach der Abzweigung nach Cala Gonone, der Ausschilderung Richtung Su Goroppu/S'Elene (Kilometerstein 200) folgen. Vom Parkplatz beträgt die Wanderzeit auf einfachen Wegen 2 Stunden pro Strecke.
 
Die Schlucht wird von der Gesellschaft Società Chìntula betrieben. Eintrittszeiten: von 10.30 bis 17.30 Uhr. Der Eintritt beträgt 5 Euro (nur Bargeld). Mehr Informationen: chintula@gorropu.info oder info@gorropu.info -  Tel.: +39 389 4208595 (deutsch) auch WhatsApp - Web: gorropu.info.
 
Wie häufig bei so beeindruckenden Naturschauspielen auf Sardinien ranken sich auch um Su Gorroppu zahlreiche Legenden. Manche sagen, die Schlucht sei Su Gorroppu so tief, dass die steilen Felswände den Himmel berührten und man am hellichten Tag die Sterne sehen kann. Andere Volksglauben behaupten, am Ende der Schlucht lebe der Teufel höchstpersönlich und warte nachts auf Sterbliche, die ihre Seele im Tausch für Reichtum, Glück, Ehre oder die Liebe einer Frau verkauften. 

Interessanter Clip: Gorropu Schlucht. Ein Münchner, der verrückt nach Schluchten ist, hat ihn gedreht.