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Castiadas
Traumstrände und ehemalige Strafkolonie

  • <b>Die Kirche von San Basilide diente der ehemaligen Strafkolonie in Castiadas als Gotteshaus </b>
  • <b>Die nur wenige Seelen zählende Gemeinde ist vor allem als Badeziel bekannt</b>
  • <b>Im alten Gefängnis von Castiadas waren bis zur Schließung der Kolonie 1500 Gefangene stationiert</b>
  • <b>Ein Teil der alten Gefängnismauern steht heute noch – in dem kleinen Museum im restaurierten Gebäudeteil kann man Geschichten von Sträflingen hören</b>
  • <b>Mit zu den schönsten Stränden gehört die Bucht Cala Pira ... </b>
  • <b>... mit ihrem von weitem sichtbaren Wachturm</b>
  • <b>Auch die Spiaggia di San Pietro lässt keine Wünsche offen</b>
  • <b>In der Strandbar Maklas kann man gut speisen</b>
  • <b>Die Küste von Castiadas ist ideal zum Wandern und Mountainbiken </b>

Die Gemeinde Castiadas ist vor allem als Badeziel bekannt – schließlich liegen viele Strände und Sandbuchten, die zu der 1500-Seelen-Gemeinde gehören, am südlichen Ende der Costa Rei und werden oft auch zu dieser gezählt.
 
Im Gegensatz zu dem beliebten Ferienziel weiter nördlich geht es hier aber ruhiger zu: In Santa Giusta und Sant'Elmo sowie an den traumhaften Buchten von Monte Turnu, Cala Sinzias und Cala Pira findet man allenfalls zur Hochsaison ein wenig Trubel.

Fährt man doch in das weite Hinterland von Castiadas, kann man kilometerlang auf schnurgeraden Straßen an Obstplantagen, Feldern, Weinbergen und Olivenhainen vorbeifahren, vor allem werden im Hinterland der Südostküste aber Zitrusfrüchte angebaut.
 
Der kleine Ort Villanova Castiadas wurde schon im 16. Jahrhundert gegründet, doch erst im 19. Jahrhundert erlangt er eine gewisse landwirtschaftliche Bedeutung, als im Jahr 1875 die Strafkolonie von Castiadas gegründet und 1877 eröffnet wurde. Wie die Vorbilder Großbritannien, Frankreich und Russland schuf auch Italien Sträflings- und Verbrecherkolonien möglichst weit vom Mutterland oder den bevölkerten Zentren entfernt: Auf Sardinien zum Beispiel auf der Insel Asinara oder die heute noch bestehenden Strafkolonien von Mamone, Isili und Is Arenas bei Arbus.
 
In Castiadas waren bis zur Schließung der Kolonie 1500 Gefangene stationiert, zu Spitzenzeiten wurden über 6000 Hektar mit Wein, Zitrusfrüchten, Getreide und Hülsenfrüchten bewirtschaftet. Ein Teil der alten Gefängnismauern steht heute noch – in dem kleinen Museum im restaurierten Gebäudeteil kann man Geschichten von Sträflingen hören, die die Ebene trockengelegt sowie Wälder abgeholzt und in eine fruchtbare Agrarlandschaft verwandelt haben. 
 
Nach dem zweiten Weltkrieg lockte das ETFAS (Ente di Trasformazione Fondiaria e Agraria della Sardegna), die damals zuständige Privatiesierungsgesellschaft der Region Sardinien, mit niedrigen Kaufpreisen und Steuervergünstigungen Bauern in die Schwemmlandebene. Sie sollten hier intensiv Ackerbau und Viehzucht betreiben. Aus dieser Zeit stammen auch die Siedlungen Annunziata und Olia Speciosa, Anhäufungen von Wohn- und Wirtschaftsgebäuden, die heute zum Teil in Ferienhäuser und Zweitwohnungen verwandelt werden. Bei den Bauern von Castiadas kann man heute noch preiswert landwirtschaftliche Produkte direkt beim Erzeuger kaufen, in der Winzergenossenschaft Cantina Sociale Castiadas kann man zu Spottpreisen literweise süffigen Wein erstehen.
 
 
Weitere Informationen: Comune di Castiadas comune.castiadas.ca.it/