Um den vollen Funktionsumfang dieser Webseite zu erfahren, benötigen Sie JavaScript. Hier finden Sie die Anleitung wie Sie JavaScript in Ihrem Browser einschalten. sardinien.com: Gräber und Hinkelsteine in Pranu Muttedu bei Goni

Gräber und Hinkelsteine in Pranu Muttedu
Eine atemberaubende Stätte für Archäologiefans und Esoteriker bei Goni

  • <b>Gräber und Hinkelsteine in Pranu Muttedu: Eine atemberaubende Stätte für Archäologiefans und Esoteriker bei Goni</b>
  • <b>Die Hinkelsteine erstrahlen im Schatten wunderschöner Korkeichen</b>
  • <b>Das Königsgrab muss der heiligen Mittelpunkt der Stätte gewesen sein</b>
  • <b>Ein großer, einzeln aufrecht stehender Stein weist auf das nahe Grab hin</b>
  • <b>Die heilige Stätte Pranu Muttedu stammt aus der Zeit von 3200 – 2800 v. Chr.</b>
  • <b>Die Stätte strahlt eine intensive Ruhe und Verbindung zu den Ritualen des Ahnenkultes der Ozieri-Kultur aus</b>
  • <b>Weiter südlich, beim Felsen von Genna Accas liegen die kleinen Felsgräber (Domus de Janas) aus vorausgegangener Zeit</b>
  • <b>Die älteste Form der Gräber sind kleine, in den Fels gehauene, würfelförmige Kammern</b>

Es ist eine der bedeutendsten frühgeschichtlichen Begräbnisstätten Sardiniens: Italienische Archäologen stießen Anfang der 1980-er Jahren auf mehrere Gräber und zahlreiche Menhire, die die Forscher mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit der Ozieri-Kultur zugeordnet haben. Eingebettet in einen herrlichen Korkeichenhain bietet dieser magische Ort Natur und Kultur in einem reizvollen Bündnis.
 
Sardiniens Vorfahren hatten die Hinkelsteine und die Hügel- sowie Erdgräber im Spätneolithikum (3200 bis 2800 v. Chr.) an der Nordflanke des kleinen Plateaus bei Goni angelegt. Sie bestatteten hier ihre Toten, hielten vermutlich auch Versammlungen ab und brachten Opfergaben dar.
 
Etwa 60 außergewöhnlich gut erhaltene Menhire wurden auf dem parkähnlichen, 200.000 Quadratmeter großen Grabgelände im Südosten der Insel gefunden. Das ist die bisher höchste jemals entdeckte Anzahl an Hinkelsteinen auf Sardinien. Doch wozu diente diese in Ost-West-Ausrichtung aufgestellte Steinreihe und welche Bedeutung hatten die großen, einzeln oder paarweise aufrecht stehenden Menhire? Die Forscher haben nichts aussagekräftiges herausgefunden.
 
Zwei größere und drei kleinere Gräber, die von konzentrischen Steinmauern umgeben sind, liegen in der Nähe der Steinreihe. Einige, wie das Grab II haben einen Eingangskorridor, einen Vorraum und eine dreizellige Kammer. Die Gräber zeugen von einer organisierten Gesellschaft, denn für die anspruchsvollen Tätigkeiten bei der Bearbeitung der Menhire, der Zugänge und Kammern bedurfte es handwerklicher Spezialisten, die in der Lage waren, komplexere Tätigkeiten auszuführen. Welche Riten die Erbauer und die späteren Nutzer von Pranu Muttedu allerdings im Königsgrab abhielten, ob sie die Steinreihe für astrologische Beobachtungen oder zur Götterhuldigung verwendeten, ist heute immer noch unbekannt. 
 
Die weiter südlich, beim Felsen von Genna Accas, liegenden Felsgräber (Domus de Janas) zeugen von einer kulturellen Revolution in Pranu Muttedu bzw. von der Etablierung einer neuen Begräbnisform am Ende des Spätneolithikums.   
 
Mehr Informationen: Pranu Muttedu - SP 6 Km 16,200 - 09040 Goni - Tel.: +39 070 982059 - E-Mail pranumuttedi@tiscali.it - Web www.pranumuttedu.com. Führungen sind in deutscher Sprache möglich. Eine Bar mit Getränken, Eis und Brötchen steht zur Verfügung.

Öffnungszeiten: Im Winter durchgehend von 8.30 bis 18.00 Uhr geöffnet; im Sommer von 8.30 bis 20.00 Uhr.