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Cornelia Becker: Die Unsterblichkeit der Signora Vero
Ein Buch zum Nachdenken, keine seichte Lektüre

Cornelia Becker: Die Unsterblichkeit der Signora Vero
Cornelia Becker: Die Unsterblichkeit der Signora Vero
Archiv Sardinien.com

Cornelia Becker: Die Unsterblichkeit der Signora Vero. LangenMüller, München, 2014.
 
Um dem Alter und seinen Malaisen zu entfliehen, sucht Signora Vero jemanden, der ihr in den Tod hilft.
 
Sie hat ihr Leben in vollen Zügen genossen, frei von allen Konventionen, rastlos auf der Suche nach immer neuen Abenteuern, nur um nicht stehen zu bleiben und sich selbst zu verlieren. Nun ist sie 68 und die Aussicht, dass alles vorbei sein soll und sie im Alter womöglich zum Pflegefall wird, weckt große Ängste in ihr.
 
Zunächst überwiegt das Gefühl der Todessehnsucht. Doch kann man seinen Suizid planen und erhoffen, dass jemand Sterbehilfe leistet, weil er Geld dafür bekommt? 

Cordula Steinfeld-Pasini ist unter Druck geraten, sie hat ihren Mann verloren, lebt mit ihrer pubertierenden Tochter von der Hand in den Mund und braucht dringend Geld. In der Hoffnung auf einen zusätzlichen Job meldet sie sich auf Signora Veros Annonce. Und dann kommt alles ganz anders.
 
Anstatt ihr aktiv den Freitod zu ermöglichen, bietet sie ihr an, für sie ihre Memoiren zu schreiben. 

In der Zeit der Niederschrift befindet Cordula sich in einer bedrückenden Phase ihres Lebens. Unbeeindruckt von der Schwermut der alleinerziehenden Mutter, schwadroniert Signora Vero, die ihre Lebensfreude wiedergewonnen hat, von ihren amourösen Abenteuern, Irrungen und Träumen.
 
Schon bald wird die Beziehung zwischen den beiden immer verstrickter und schwieriger. Es entwickelt sich eine emotionale Bindung, durch die Cordula in die Fallstricke eines undurchsichtigen Netzes aus Manipulation und Hass gerät.

Der gedrückten Stimmung entspricht die einsame Küstennatur und die isolierte Lage des Städtchens auf Sardinien, in das Cordula vor 15 Jahren mit ihrem Mann gezogen ist und in dem Signora Vero ein Ferienhaus besitzt.
 
Im Winter pfeift der Mistral durch die Altstadtgassen und über die Bastionen hinweg, die schon seit Jahrhunderten dem rauen Wetter trotzen. Melancholisch und mitunter sogar düster wird man, einem Strudel gleich, immer tiefer in die Geschichte gezogen.
 
Ein Buch zum Nachdenken, keine seichte Lektüre!
 
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