Um den vollen Funktionsumfang dieser Webseite zu erfahren, benötigen Sie JavaScript. Hier finden Sie die Anleitung wie Sie JavaScript in Ihrem Browser einschalten. sardinien.com: Wanderung zur Cala Luna

Wanderung zur Cala Luna
Küstenwanderung zu einem der schönsten Strände des Mittelmeers

  • <b>Durch Wacholderwälder und vorbei an duftenden Macchia-Büschen Richtung Cala Luna</b>
  • <b>Die Wanderung nach Cala Luna beginnt an der Cala Fuili, die auch bei Kletterern aufgrund der senkrechten Steilwände sehr beliebt ist</b>
  • <b>Jahrhundertealte Wacholderbäume säumen den Weg</b>
  • <b>Nach der ersten Steigung geht es auf einem einfachen Wanderweg die Küste entlang </b>
  • <b>Blick auf das Ziel der Reise: Cala Luna von der Hochebene Fruncu Nieddu aus</b>
  • <b>Im Hintergrund die Felswand von Su Masongiu</b>
  • <b>Die Bootsanlegestelle liegt am südlichen Ende von Cala Luna</b>
  • <b>Cala Luna: Mondbucht in der Nähe der Mönchsrobben-Höhle </b>
  • <b>Große Grotten schmücken die Cala Luna und den Weg zur Traumbucht</b>

Die Küstenwanderung entlang des Golf von Orosei nach Cala Luna führt durch mehrere Schluchten und Täler. Sie ist zwar kein Geheimtipp, führt aber durch eine reizvolle Landschaft und schattige Wacholderwälder und endet an einer der schönsten Buchten nicht nur Sardiniens, sondern des ganzen Mittelmeerraums überhaupt. Cala Luna bietet nicht nur einen schönen Strand und traumhafte Wasserfarben, sondern auch eine atemberaubende Steilküste, die ihresgleichen sucht.
 
Von der asphaltierten Stichstraße nach Cala Fuili führt ein schmaler Weg mit Holzgeländer hinab zur Bucht von Fuili. Auf der Wandertrecke nach Cala Luna ist der grobe Kieselstrand die einzige Möglichkeit zum Badestopp. Der Weg Richtung Cala Luna führt allerdings nicht über den Strand, sondern auf der anderen Seite der Schlucht wieder hinauf. Eine alte Keramiktafel weist den Weg nach Bue Marino/Cala Ilune. Hier beginnt der vielleicht anstrengendste Teil der Wanderung: Auf einem schmalen, steinigen Pfad geht es stramm bergauf. Oben angekommen, belohnt ein toller Blick über immergrüne Büsche der Küste hinaus auf das azurblaue Meer des Golfs von Orosei. Von hier kann man noch einen Blick zurück auf Cala Gonone werfen.
 
Weiter geht es durch einen Wald aus jahrhundertealten knorrigen Bäumen. Der sogenannte phönizische Wacholder kommt hier in der seltenen Baumform vor – denn das beliebte Edelgehölz wurde über Jahrhunderte im gesamten Mittelmeerraum aufgrund seines feinfaserigen Holzes gern als Bau-, Tischler- und Zimmermannsholz verwendet und ist heute dementsprechend selten. Am Golf von Orosei jedoch kann man ganz prächtige Ginster-Exemplare erspähen; manche der jahrhundertealten Zypressengewächse bilden eindrucksvolle Torbogen über den Wanderweg.

An einer Abzweigung Richtung Grotta del Bue Marino (der Stichweg führt zu einem mit einem Gitter versperrten Eingang zu der Mönchsrobben-Grotte, die nur noch per Boot von der Meerseite her zugänglich ist), muss man sich rechts halten. Nach einem tollen Aussichtspunkt auf die Küste und den südlichen Ausläufer der Cala Luna, die noch in weiter Ferne liegt, geht es auf einem gut erkennbaren Hirtenpfad leicht landeinwärts. Wer hier im Frühjahr wandert, kann auf seinem Weg endlos viele Affodilllilien entdecken. Unter den Büschen und Sträuchern suchen sich rosafarbene Alpenveilchen ihren Weg ans Licht. Wildpistazien und immergrüne Wolfsmilch-Büsche säumen den Weg aus scharfkantigem Kalkgestein – festes Schuhwerk ist hier unbedingt erforderlich. 

Schließlich führt der Pfad hinab in die Bachschlucht von Oddoana. Nur einen kurzen Blick ist die Grotte von Oddoana Wert. Der natürliche Unterstand wurde in der Vergangenheit als Schäferhütte genutzt, heute eher als Abort. Umso schöner ist hingegen der Ausblick in die Felsspalte, in der rosafarbener Oleander blüht. Nach der Grotte folgt ein steiler, etwas rutschiger Abstieg über mehrere Steinplatten, bei dem nur einige Büsche und Bäume Halt bieten. Nach der Talsohle steht noch ein letzter Aufstieg bevor. 
Auf der nächsten Hochebene Fruncu Nieddu bietet sich schließlich ein atemberaubender Blick auf die Bucht von Cala Luna. Von hier aus erkennt man auch die mondsichelartige Form, die der Kieselbucht ihren Namen gegeben hat. Auf der gegenüberliegenden Seite der Bucht erkennt man die Felswand von Su Masongiu, von der vor Urzeiten zwei riesige Steinplatten abgekracht sind und die heute, wie von Riesen aufeinandergetürmt, daliegen und von türkisblauen Wellen umspült werden. Nach einem steilen Abstieg über Lavagestein geht es in etwa 20 Minuten hinab in das Tal von Codula di Luna. Wie in einem Mangrovenwald muss man sich durch die dichten, hochgewachsenen Oleanderbüsche schlängeln, bevor man an den breiten Sandstrand kommt. Je nach Wasserstand des Codula di Luna-Bachs muss man noch einen mehr oder weniger tiefen Brackwassersee durchwaten, um an den Sandstrand zu kommen. 
 
Der traumhafte und deshalb bei Sarden und Urlaubern so berühmte wie beliebte Badestrand zählt zu den top Beach Locations Sardiniens, und ist vielleicht einer der schönsten Badebuchten, die das Mittelmeer überhaupt zu bieten hat. Kein Wunder: Im Süden wird der Strand eingerahmt von den bewaldeten Felswänden von Su Masongiu, im Westen ist er eingebettet in immergrüne Oleanderbüsche, Wolfsmilch und Schilfgras: Allein schon der fast 700 Meter lange Strandbereich ist ein Postkartenmotiv.
 
Das eigentliche Highlight von Cala Luna sind jedoch die steilen, von Wind und Wetter fast glattgeschliffen Felswände nördlich des Strandes, die harmonisch geschwungen in den Sand und das türkisblaue Meer abtauchen. In diesen Felswänden hat die Natur sechs mächtige Karsthöhlen in den Fels gegraben – einige davon sind fast 30 Meter tief und ihr dunkles Ende lässt sich nur erahnen. Die meterhohen Felswände krönen ein paar knorrige Wacholderbüsche, die sich an die steile Felswand krallen.

 
Charakterisierung: Etwa 5 Kilometer (10 Kilometer hin- und zurück) lange Küstenwanderung durch mehrere Schluchten. Mit Schatten, teilweise steile Abschnitte. Gleicher Hin- und Rückweg, alternativ mit Boot-Shuttle zurück nach Cala Gonone. Alternativweg ab Codula di Luna und Verlängerung der Wanderung bis Cala Sisine möglich. Beginnt man die Wanderung erst nachmittags, sollte man überlegen, die Strecke in umgekehrter Richtung abzulaufen und mit dem Boot nach Cala Luna zu fahren. Da die Bucht nach Osten ausgerichtet ist, werfen die dahinterliegenden Berge Schatten auf den Strand.
Schwierigkeitsgrad: Mittelschwer, einige anspruchsvolle Stellen (rutschige, abschüssige Felsplatten, steile Abschnitte); Bei feuchter Witterung sind einige Felsen sehr rutschig; festes Schuhwerk erforderlich.
Dauer: ca. 2,5 Stunden je Strecke bis zur Bucht, gleicher Rückweg. Der gesamte Weg ist mit grünen Pfeilen markiert.
Erreichbarkeit mit dem Auto: Über die S.S. 125 von Dorgali durch den Tunnel Richtung Cala Gonone, Ausschilderung nach Cala Fuili folgen. Am Ende der Stichstraße kann man den Wagen parken.
Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Mit den Bussen der ARST von Nuoro über Dorgali Richtung Cala Gonone. Im Juli und August verkehren Linienbusverbindungen von Olbia und Alghero nach Cala Gonone. Von Cala Gonone bis Cala Fuili sind es etwa 3 Kilometer.
 
Rückfahrt mit dem Boot: Von April bis November (je nach Witterung bis Mitte November) werden Boot-Shuttles von Cala Luna nach Cala Gonone angeboten. Die Boote verkehren in der Regel stündlich (mit mindestens 10 Passagieren), zwei Verbindungen pro Tag werden aber, soweit es die Witterung zulässt, in jedem Fall durchgeführt. Umständlich ist allerdings, dass das Boot nach Cala Gonone fährt und nicht an den 3 Kilometer entfernten Ausgangspunkt der Tour an der Cala Fuili. Fährt man mit zwei PKWs, kann man einen Wagen bei der Hinfahrt am Hafen von Cala Gonone stehenlassen (Achtung, Anzahl der Parkplätze begrenzt). Alternativ gibt es Taxis vor Ort. 

Alternativwege: Eine Wanderung nach Cala Luna ist auch über die Codula di Luna-Schlucht möglich. Von der S.S.125 von Dorgali nach Baunei führt etwa fünf Kilometern nach dem Abzweig Richtung Urzulei eine gut ausgeschilderte Talstraße an dem Bach von Codula di Luna entlang. Am Ende der Straße befindet sich bei Teletotes ein Parkplatz, von dem aus man in einer 10 Kilometer langen, anspruchsvollen Schluchtenwanderung in etwa fünf Stunden den Strand von Cala Luna erreicht.
 
Variation: Von der Cala Luna kann man auf einem gut ausgeschilderten, aber gute Kondition erfordernden Küstenweg in etwas mehr als drei Stunden die Bucht von Cala Sisine erreichen, die wie die Cala Luna von Cala Gonone aus per Boot zu erreichen ist.
 
Mehr Informationen:
Die kleine Reederei Nuovo Consorzio Trasporti Marittima fährt von Ostern bis Allerheiligen mehrmals täglich und von Juni bis zum 30. September sogar stündlich ab 9 Uhr von Cala Gonone nach Cala Luna und zurück.