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Nuoro
Kulturhauptstadt der Barbagia

  • <b>Nuoro: Kulturhauptstadt der Barbagia</b>
  • <b>Nuoro: Monte Ortobene mit Sicht auf den Monte Corrasi im Supramonte </b>
  • <b>Nuoro: Im Zuge der Ernennung zur Provinzhauptstadt und des wirtschaftlichen Wachstums mauserte sich das über lange Zeit hinweg eher bäuerlich geprägte Dorf zur Stadt </b>
  • <b>Nuoro: Die Kathedrale Santa Maria della Neve</b>
  • <b>Nuoro: Kirche di Santu Caralu aus dem 17. Jahrhundert</b>
  • <b>Hand der Statue des Redentore auf dem Monte Ortobene in Nuoro</b>

Die Provinzhauptstadt Nuoro liegt am Fuße eines wunderschönen Granitmassivs, dem 955 m hohem Monte Ortobene. Ringsum an den Hängen breiten sich zahlreiche Betonburgen aus den letzten Jahrzehnten aus. Nur das dicht gedrängte Altstadtviertel im Zentrum bewahrt noch Reste seines einst so herben sardischen Charmes. 
 
Nirgends auf Sardinien wurden so viele Künstler geboren wie in Nuoro. Und tatsächlich gilt die in der Barbagia gelegene Stadt als Hochburg der Dichter und Denker. 

Nuoros kulturelles Erbe wurde, allen voran, durch Grazia Deledda geprägt. Durch sie erlangte die Stadt in der Barbagia Weltruhm.

Die Schriftstellerin wurde 1871 in einem der ältesten Viertel, dem Bezirk San Pietro, geboren und sollte schon bald Italiens erste Nobelpreisträgerin für Literatur werden. Zu den bekanntesten, meist auf Sardinien spielenden, Novellen und Romanen gehören La via del male, Elias Portolu, La Madre, Marianna Sica und Canne al vento.
 
Im Elternhaus, der Casa Natale di Grazia Deledda aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, können Besucher auf den Spuren der Künstlerin wandeln.

Im selben Stadtviertel, nicht weit entfernt vom Geburtshaus der Schriftstellerin, wurde auch Francesco Ciusa (1883-1949) geboren. Der Bildhauer gewann 1907 mit seiner Skulptur La Madre dell’Ucciso (die Mutter des Getöteten) den ersten Preis der Kunst-Biennale Venedig. 

Das raue und unzugängliche Umland von Nuoro, die von wilder doch auch großmütiger Schönheit gezeichnete Barbagia, zelebriert der Rechtsanwalt und Dichter Sebastiano Satta (1867-1914) in seinen 1910 erschienenen Gedichten Canti Barbaricini

Ein weiterer Autor, dessen Werk in der Welt der Bräuche und Überlieferungen der Barbagia wurzelt, ist der Schriftsteller und Jurist Salvatore Satta (1902 – 1975). Sein wichtigster Roman Il Giorno del Giudizio (Tag des Gerichts) wurde erst Posthum veröffentlicht. 

Auch Maria Giacobbe, die heute in Dänemark wohnt, wurde 1928 in Nuoro geboren. Ihr 1957 veröffentlichtes Werk Diario di una Maestrina (Meine sardischen Jahre) erzielte weit über die Grenzen Sardiniens hinaus einen großen Erfolg. Das Tagebuch einer Lehrerin schildert die eindrucksvolle Reise durch die archaisch anmutenden Lehranstalten der Barbagia-Dörfer nach dem zweiten Weltkrieg. 

Ob Literatur, Tradition, Religion oder Folklore, die Stadt lädt auch zum Sightseeing ein: Im Südosten, auf dem Hügel von Sant'Onofrio liegt das größte Volkskundemuseums der Insel. Das Museo della Vita e delle Tradizioni Popolari Sarde lockt mit mehr als 7000 Exponaten, größtenteils aus dem Ende des 19. bis Mitte des 20. Jahrhunderts. Sie erzählen von der Kultur des Alltags, vom Musizieren und Wohnen, von den Dingen des täglichen Bedarfs, von Arbeit und Festen, von Glauben und Aberglauben. 

Das jüngste Museum für Kunst ist das MAN - Museo d'Arte Provincia di Nuoro. Das Museum der Moderne lockt immer wieder mit Wander- und Sonderausstellungen, die man sich nicht entgehen lassen sollte. 
 
Anlass für einen Besuch sind auch die eindrucksvollen Feste in Nuoro. Ende August ziehen beispielsweise anlässlich der Sagra del Redentore Heerscharen von Pilgern den Gipfel des Monte Ortobene hinauf.
 
Mehr Informationen: Comune di Nuoro - Via Dante 44 - 08100 Nuoro - www.comune.nuoro.it.