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Arborea
Einst hieß das Städtchen an der Westküste Mussolinia

  • <b>In Arborea entdeckt man ein neues, ungewöhnliches Sardinien</b>
  • <b>Arborea Pfarrkirche Santissimo Redentore</b>
  • <b>Das Dorf wurde erst 1928 gegründet</b>
  • <b>Früher war hier nur ein weiter Sumpf, der erst 1919 trockengelegt wurde</b>
  • <b>Mussolinia hieß die Stadt mit ihren dem Bauhaus nachempfundenen Gebäuden damals</b>
  • <b>Kleiner Plausch auf der Piazza</b>
  • <b>Alljährlich im Oktober feiert man hier die Sagra della Polenta, ein Maisbrei-Fest</b>

Ferien in Arborea, und man glaubt, im norditalienischen Padanien zu sein, jenem gepflegten und fruchtbaren Gebiet Italiens, das der Politiker Umberto Bossi einst zum Streitross seiner norditalienischen Autonomiebewegung gemacht hatte.
 
Ein Blick aus dem Autofenster über die Häuserfassaden oder auf die sauberen Straßen und schon hat man ein neues, ein ungewöhnliches Sardinien entdeckt. Entwässerungskanäle ziehen sich durch die Landschaft, gesäumt von Pappelreihen.
 
Gegründet wurde das Dorf erst 1928, denn vorher war die Landschaft nur ein weiter Sumpf. 1919 begannen die Sarden mit der Trockenlegung und Nutzung des Gebietes.
 
Virginio Porcu kann sich nicht mehr genau daran erinnern, doch es muss 1923 oder 1925 gewesen sein. Sein Vater wurde damals, zusammen mit anderen 3000 Männern, von der staatlichen Società di Bonifica angeheuert, um auf Wunsch Mussolinis den Prozess der Entwässerung und Kultivierung zu beschleunigen.
 
Es war ein Segen für den Bauern aus Mogoro. Zehn lange Jahre schuftete er hier. Man arbeitete mit Pickel und Schaufel, ohne große Hilfsmittel. Nach den ersten Silos entstanden bald auch Häuser und Villen für die Verwaltungsangestellten, später dann auch Wohnungen für die Arbeiter.
 
Mussolinia hieß die aus dem Nichts gestampfte Stadt damals. Sie ist mit ihren dem Bauhaus nachempfundenen Gebäuden und den streng symmetrisch angelegten Straßen völlig unsardisch. Straßennamen gab es übrigens damals auch nicht, sie wurden einfach nur durchnumeriert - von 0 bis 30.
 
Im Museum der Gemeinde, dem MUB, kann eine Sammlung interessanter archäologischer Funde besichtigt werden, die allesamt während der Bauarbeiten zur Trockenlegung gefunden wurden. Auch ein Blick in die ehemalige Casa del Fascio, neben dem Gemeindehaus, lohnt sich.
 
Außerdem, sollte man sich die typischen Spezialitäten Arboreas nicht entgehen lassen: Die vielen verschiedenen Käsesorten, die zuckersüßen Wassermelonen und die Sagra della Polenta – das Maisbrei-Fest im Oktober.
 
Mehr Informationen: Pro Loco Arborea - Via Don Bosco snc - Arborea - www.prolocoarborea.it.