Um den vollen Funktionsumfang dieser Webseite zu erfahren, benötigen Sie JavaScript. Hier finden Sie die Anleitung wie Sie JavaScript in Ihrem Browser einschalten. Sardinien.com: Nuraghe La Prisgiona bei Arzachena in der Gallura

Nuraghe La Prisgiona
Seltene Nuraghenfunde am Rande der Costa Smeralda

  • <b>Seltene bronzezeitliche Nuraghenfunde am Rande der Costa Smeralda</b>
  • <b>La Prisgiona bei Arzachena: Seltene bronzezeitliche Nuraghenfunde </b>
  • <b>Rundhütten aus der Bronzezeit: Bisher wurden nur die Behausungen rund um den Hauptturm des Dorfes freigelegt, </b>
  • <b>Rundhütten am Nuraghen Prisgiona bei Arzachena in der Nähe der Costa Smeralda</b>
  • <b>Die Finder von La Prisgiona gingen, dass es sich bei den Gebäuden um eine urzeitliches Zuchthaus handelte</b>
  • <b>La Prisgiona bei Arzachena: Seltene bronzezeitliche Nuraghenfunde am Rande der Costa Smeralda</b>
  • <b>La Prisgiona bei Arzachena: Seltene bronzezeitliche Nuraghenfunde am Rande der Costa Smeralda</b>
  • <b>	 La Prisgiona bei Arzachena: Seltene bronzezeitliche Nuraghenfunde am Rande der Costa Smeralda</b>
  • <b>	 La Prisgiona bei Arzachena: Seltene bronzezeitliche Nuraghenfunde am Rande der Costa Smeralda</b>
  • <b>La Prisgiona bei Arzachena</b>

Mehr als 7000 Nuraghen gibt es wohl auf Sardinien: Es gibt kaum einen Küstenstreifen, Hügel oder fruchtbares Tal der Insel, wo man nicht auf Überreste aus der Bronzezeit stößt. Viele davon sind noch nicht einmal archäologisch erforscht, sondern versteckt unter Büschen und Hecken. Einige wiederum liegen frei zugänglich in der Landschaft. Selten sind Reste der Urzeit-Sarden allerdings im Nordosten der Insel rund um die Buchten von Palau und Arzachena.

Denn rund um die Gegend der heutigen Costa Smeralda und Palau haben sich in der Vorzeit vor allem andere Kulturen breit gemacht: Die rätselhafte „Kultur von Arzachena“ hat hier mit Feenhäusern, Gigantengräbern und rätselhaften Steinkistengräbern ganz andere vorzeitliche Zeichen gesetzt – sie sind kulturell den südkorsischen Kulturen von Cauria und Filitosa näher als den typisch sardischen Nuraghen.

Eine Ausnahme in der Gegend von Arzachena bildet das Nuraghendorf La Prisgiona. Forscher gehen davon aus, dass Prisgiona einst die bedeutendste Nuraghensiedlung Nordostsardiniens war. Auch seine Architektur, die so genannte Tholos-Bauweise mit falschem Gewölbe und präzise gearbeiteten Steinquadern, ist einmalig in der Gallura. Das Bronzezeitdorf liegt am Rande des fruchtbaren Tals von Caprichera, in dem heute exklusive sardische Weine gedeihen. Die Fundstätte wurde 1959 ausgegraben, aber erst 2009 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Um den Hauptturm des Nuraghen haben die Urzeitsarden mindestens zwei kleinere Türme sowie eine Bastion gebaut. Um diese Bastion herum befand sich eine Ringmauer, die wohl nicht nur den Zentralbau, sondern auch eine Versammlungshalle und einen Brunnen schützen sollte. Die sieben Meter tiefe Quelle führt noch heute Wasser und an Ihrem Grund wurden Vasenreste und Schmuckstücke gefunden – eine religiöse Funktion der Wasserquelle wird deshalb vermutet.
Rund um den Zentralbau wurden außerdem mehrere bronzezeitliche Häuser und Werkstätten freigelegt. Der größte Teil des Nuraghen-Dorfs liegt jedoch weiterhin verborgen: Die Macchia-Bäume und Kräuterbüsche des Tals von Caprichera könnten also noch so manches bronzezeitliche Geheimnis verbergen.

Der Name Prisgiona bedeutet auf galluresisch übrigens "Gefängnis", da die Finder fälschlischerweise davon ausgingen, dass es sich bei den Gebäuden um eine urzeitliches Zuchthaus handelte. Der Nuraghe Prisgiona wurde erst 2009 der Öffentlichkeit zugängig gemacht. In manchen alten Karten wird er noch als Nuraghe Capichera bezeichnet, nach dem gleichnamigen Tal, in dem er sich befindet.
 
 
 
Öffnungszeiten: Der Nuraghe kann täglich und ganzjährig besichtigt werden, durchgehend von 09.00 Uhr bis eine Stunde vor Sonnenuntergang. Führungen auf Italienisch und Englisch, mit etwas Glück oder auf Vorbestellung auch auf Deutsch um 10, 11 und 12 sowie 15, 16 und 17 Uhr. Alle achräologischen Sehenswürdigkeiten von Arzachena werden von den Stadtwerken Arzachena GeSeCo betrieben.
Eintritt 3,50 Euro.