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Arzachena
Gegenwart und Vergangenheit im Verwaltungssitz der Costa Smeralda

  • <b>Il Fungo - Großer Tafoni-Felsen in Arzachena</b>
  • <b>Glockenturm der Dorfkirche von Arzachena</b>
  • <b>Die Dorfkirche von Arzachena</b>
  • <b>Ausfallstraße von Arzachena, im Hintergrund die Berge von San Pantaleo</b>
  • <b>Alt und Neu in Arzachena: Eigentlich war Arzachena einmal ein kleines Schäferdorf </b>
  • <b>Arzachena - Tafonistein Il Fungo</b>
  • <b>Baumboom in Arzachena war in den 1960-er Jahren</b>
  • <b>Das Rathaus von Arzachena</b>
  • <b>Windsurfer und Baderatten am Golfo von Cannigione - Mannena</b>
  • <b>Traumstrand Baia Sardinia</b>
  • <b>Spiaggia di Romazzino</b>
  • <b>Arzachena</b>
  • <b> Gigantengrab von Coddu Vecchiu, Arzachena</b>
  • <b>La Prisgiona bei Arzachena</b>

Eigentlich war Arzachena einmal ein kleines Schäferdorf in der wilden Felslandschaft der Gallura: Ein paar verstreute Höfe, angeordnet um einige wenige Landkirchen, unwirtliche Landschaften mit nur mühsam zu bearbeitenden Äckern. Viele Pastoren und Bauern hausten Anfang des 20. Jahrhunderts noch in Höhlen und einfachen Granitsteinhäusern, bis 1920 die erste Straße von Olbia, damals noch Terranova genannt, bis Palau entstand und die östliche Gallura an den Rest der Welt anschloss.

Als in den 1960-er Jahren die bis dahin fast wertlosen Küstenabschnitte der Gemeinde rund um das heutige Porto Cervo, Abbiadori, Baja SardiniaCannigioneCala Di VolpeLiscia Di Vacca, Poltu Quatu und Romazzino an internationale Investoren verkauft wurden, wurden aus vormals armen Schäfern und Landbesitzern reiche Leute, die sich in der kleinen Berggemeinde moderne Häuser und Mehrfamilienwohnungen leisten konnten. 
Der Wildwuchs an Beton ist in Arzachena heute noch zu sehen: Ein kleiner, historischer Ortskern mit der kleinen Dorfkirche Santa Maria della Neve, drumherum wild verstreut Wohnungen und Häuser. Und die Expansion geht weiter: Rund um das Zentrum haben sich Supermarktketten, Möbelhäuser und Baumärkte angesiedelt. Schließlich ist Arzachena verwaltungstechnisch der Gemeindesitz der Costa Smeralda, wo sollte denn der Rubel rollen wenn nicht hier?

Auch deswegen hat sich in Arzachena in den letzten Jahren viel getan: Nette Bars und gut geführte Geschäfte haben aufgemacht, und man kann hier gut und gerne einen entspannten Abend verbringen. Einen Spaziergang durch die Straßen des Orts ist die einzige wirkliche Sehenswürdigkeit von Arzachena Wert: Die Tafoni-Sensation Il Fungo thront wie ein stummer Wächter über dem Häusermeer.

Wer sich für Steinzeit und Archäologie interessiert, wird in der Hügellandschaft rund um Arzachena fündig: die Gigantengräber von Li LolghiCoddu Vecchiu und Moru, die Nuraghentürme von Albucciu und Sa Prisgiona sowie der geheimnisumwitterte Megarontempel von Malchittu liegen allesamt wenige Kilometer von Arzachena entfernt und lassen sich zu einer spannenden Archäologie-Tour verbinden. 
Das Umland von Arzachena ist archäologisch so interessant und einmalig, dass eine ganze Epoche der sardischen Urzeit nach ihr benannt wurde: Die Überreste der "Kultur von Arzachena" (4. bis 3. Jahrtausend v. Chr.) geben den Forschern auch heute noch Rätsel auf. Paradebeispiel dieser Kulturepoche sind die die Nekropolen und Steinkistengräber von Li Muri, die ebenfalls auf keiner Archäologie-Tour durch das Umland von Arzachena fehlen sollten.