Immer wieder Sardinien!
Was gibt es Besonderes zu bestaunen? Wir zeigen Ihnen zum Beispiel:
>> Handgewebte Teppiche
>> Filigranes von der Insel
>> Keramik die lebt!
>> Coltello
dorgalese
>> Sa Leppa: Michele Lavra
>> Die Campanacci-Schmiede
>> Sardegna-Koralle
Gioiello - Schmuckstück
Anello - Ring
Fede - Trauring
Orecchini - Ohrringe
Braccialetto - Armband
Collana - Kette
Oro - Gold
Argento - Silber
Laboratorio orafo - Goldschmiede

Goldschmiedin beim Löten

Formen
|
|
Bereits Punier, Römer, Spanier und Piemontesen förderten in den
Minen der Insel Silber. Von dem Reichtum an Bodenschätzen profitierten
diesmal auch einheimische Silberschmiede, denn sie mussten das teure,
weiss glänzende Edelmetall nicht auswärts ankaufen. Rund
um die Grubenfelder Iglesias und Algheros und in den grösseren
Orten der Insel entstanden damals gleich mehrere Silberschmieden.
So zum Beispiel auch in Oristano, Cagliari, Sassari, Sinnai, Nuoro,
Oliena, Bosa und Dorgali. Heute führen die sardischen Handwerker
diese für Sardinien so typische feingliedrige Schmiedearbeit
auch mit Golddrähten aus.
Das Werkzeug des Goldschmieds
Der Name "Filigrana" entstammt dem Lateinischen und bedeutet
Faden (filum) und Korn (granum). Die für Sardinien typische Filigranarbeit
stammt ursprünglich aus Asien und gelangt erst auf Umwegen auf die
Insel. Schon der Name deutet auf eine aufwendige Feinschmiedearbeit
hin, bei der aus einem sehr dünnen Gold- oder Silberdraht zunächst
eine Form gebogen wird, die dann mit weiteren spiralförmig gebogenen
Drähten und Gold- oder Silberkörnchen ausgefüllt wird. Nach dem
Schweissen, Färben, Reinigen und Polieren wird das Schmuckstück
schliesslich mit Perlen und Schmucksteinen besetzt: Alles rigoros
in Handarbeit ausgeführt.

Altes Gerät zum Drahtziehen
Jedes Schmuckstück hat seine Bedeutung und wurde zu bestimmten Anlässen
getragen. Dem Volksglauben nach, steht zum Beispiel der "sardische
Knopf“ mit seinem stilisiertem Kornfeld, den Sprossen, den Ähren,
den Trauben und dem Rotweinkelch für Überfluss und Reichtum. Auch
der "sardische Verlobungsring“ deutet auf Überfluss, doch vor
allem auf Keuschheit hin. Die "Kügelchen“ stellen den Weizen,
die Blätter seine Sprossen dar. Zu bestimmten Anlässen, wie etwa
der Weinlese oder der S. Martinszeit trug man Ohrringe in Form von
Trauben oder Amphoren.
zurück
|