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Sardinien ist nicht nur die Insel der traumhaften Küsten und
Strände, sondern auch der duftenden Kräuter und Aromapflanzen.
Wenn der Frühling kommt, kann man zwar nicht baden - ganz sicher
aber finden Sie auf Spaziergängen durch die Natur die Möglichkeit
neue Kraft für Körper und Seele zu tanken. Das Klima
ist angenehm mild und der Duft der blühenden "Macchia
Mediterranea" umspielt die Insel. Einst betrug die Waldfläche
der Mittelmeerinsel mehrere Hunderttausende Hektar. Heute bieten
die Landschaften Sardiniens keine dichten Wälder, sondern vor
allem niedrigstehende Büsche und Pflanzen: die Macchia. Sie
wächst auf den Hochebenen und an den Berghängen neben
den Nutzbäumen.

Feigenkakteen (Opuntien)
Sie besteht überwiegend aus Niedrigbäumen wie
Wacholder (Ginepro) und Erdbeerbaum, aus Sträuchern wie Mastix,
Zistrose, Ginster und aus vielen aromatischen Pflanzen mit Heilkraft
wie Myrte, Rosmarin, Thymian, Lorbeer, Salbei, Lavendel, Fenchel,
Pfefferminze und Melisse.
Die Pfefferminze hilft beispielsweise bei Kopfschmerzen. Fenchel
bewährt sich gut zur Behandlung von Überanstrengung und
Darmblähung. Rosmarin wird bei niedrigem Blutdruck, Appetitlosigkeit
und Nervosität eingesetzt.
Nur in den höheren Gebirgslagen gibt es Haine mit Korkeichen,
Steineichen, Flaumeichen, Kastanien und Nussbäumen. Charakteristisch
für die niederen Gebirgslagen sind Feigenkakteen (Opuntien),
Zwergpalmen und wilder Spargel. In Küstennähe gibt es
zahlreiche wild wachsende Lilien und Orchideengewächse.
Sardiniens Küche
trägt typisch mediterrane Züge und nutzt die Kräfte
der Naturkräuter und Pflanzen: Alles, was aus dem Meer kommt,
alles was der Boden hervorbringt, wird mit dem bekömmlichen
Olivenöl zubereitet, dem die gern verwendeten intensiv duftenden
Macchia-Kräuter beistehen.
Viele sardische Gastronome bieten im "Agriturismo"
erntefrische heimische Spezialitäten und Wein aus der Region
auf. Qualität wird in diesen Betrieben groß geschrieben.
Teilweise haben sie eigene Landwirtschaften, Käsereien und
Kellereien.
Text: Andrea Behrmann
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