Seit vielen Jahren schon brütet der Cavaliere D’Italia (Stelzenläufer)
regelmäßig sowohl in nördlichen als auch in südlichen
Gefilden Sardiniens. In der Provinz von Cagliari, Oristano und Sassari
bevorzugt er die seichten, salzhaltigen Gewässer der Lagunenseen.
Die nährstoffreichen Salzseen mit ihrem niedrigem Boden sind
sein typischer Lebensraum. Hier findet er Würmer und andere
wirbellose Tiere von denen er Unmengen verspeist.

Der Stelzenläufer hat extrem lange beine. Die Länge der
Beine macht fast 60% der gesamten Körpergröße aus
Wie auf Stelzen stöckelt der Cavaliere D’Italia durch das
Wasser und kommt auch dort noch hin, wo andere Vögel längst
untergehen. Seine im Verhältnis zur Körpergröße
extrem langen rosa Beine haben ihm deshalb auch seinen deutschen
Namen eingebracht.

Männlein
und Weiblein unterscheiden sich in der Färbung ihrer Flügel
und ihres Rückens. Beim Männchen ist diese schwarz, beim
Weibchen braunschwarz.
Ende März kommt es beim Stelzenläufer zur Paarbildung,
doch aktiv werden die Paare erst im April. Das Nest errichten sie
auf kleinen kahlen Stellen am Gewässer. Ab Anfang Mai legt
das Weibchen meist 3 bis 4 ockerfarbene Eier mit schwarzen Punkten.
Gleich nach Ablage des ersten Eies wechseln Männchen und Weibchen
sich mit dem Brüten ab. Nach etwa zwanzig Tagen schlüpfen
dann die Jungen, die schon nach einem Tag in der Lage sind, sich
selbst mit Beute zu versorgen. Flügge werden sie allerdings
erst nach etwa achtundzwanzig Tagen.
Text: Andrea Behrmann, Fotos: Enrico
Pinna
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