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Sardinien ist eine autonome Region innerhalb Italiens. Das Statuto
Sardo wurde am 28. Februar 1948 angenommen. Die Insel war ursprünglich
in vier Provinzen unterteilt: Cagliari,
Oristano,
Nuoro
und Sassari.
Viele waren der Meinung, dass die aktuelle Gliederung den stark
ausgeprägten landschaftlichen Eigenarten in Sprache und Kultur
nicht gerecht wurde. Daher kamen 2005 vier weitere Provinzen hinzu:
Medio-Campidano,
Carbonia-Iglesias,
Olbia-Tempio
und Ogliastra.
Die neuen Provinzen fungieren anfangs vor allem als Verwaltungsbezirke.
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Das Parlament der autonomen Region Sardinien mit gesetzgebender
Funktion ist der "Consiglio Regionale della Sardegna".
Das Gebäude in dem es untergebracht ist, ist der "Palazzo
della Regione", in der Via Roma in Cagliari.
An der Spitze des "Consiglio" steht der "Presidente
della Regione", seit einer Reform der Regionalverfassung
auch Gouverneur. Seit dem 12. Juni 2004 steht Gouverneur Renato
Soru an der Spitze der Region Sardinien. Der ehemalige Geschäftsmann
gründete 1998 den Internetprovider Tiscali.
Sardiniens Aktivitäten konzentrieren und konzentrierten sich
seit jeher vorwiegend auf die Viehzucht ( Schafe, Ziegen, Schweine
und Rinder) und den Ackerbau (Getreide, Wein, Oliven und Südfrüchte).
Um die Wirtschaft in den Griff zu bekommen, startete die Regierung
in den sechziger und siebziger Jahren mehrere Projekte, die Investoren
die Möglichkeit geben sollten Großindustrien auf der
Insel anzusiedeln. Dieser Versuch hatte jedoch einen nur mäßigen
und vor allem zeitlich begrenzten Erfolg. Auch der Abbau des Rohmaterials
in den Bergbaugebieten dämmerte, Dank zunehmender sozialer
Probleme und planloser Abbaumaßnahmen, langsam ein. Heute
ist Sardinien als Tourismusziel überdurchschnittlich attraktiv.
Das zeigen die jährlichen Zunahmen der eingereisten Touristen
und die Einnahmen aus dem Fremdenverkehr. Die Arbeitslosenrate
ist trotzdem überdurchschnittlich hoch (20%), denn viele
Sarden im arbeitsfähigen Alter sind nur in der Saison beschäftigt.
Das reicht natürlich nicht zum Leben und so wählen viele
junge Sarden den Weg in die Emigration.
Im Jahr 2008 steht es den Fremdenverkehrsgemeinden und Erholungsorten
auf Sardinien frei erstmals eine Kurtaxe zu erheben. Die im Regionalhaushalt
2007 beschlossene „Tassa di Soggiorno“ (Aufenthaltssteuer) soll
helfen, Unterhalt, Verwaltung und Anschaffung von Erholungseinrichtungen
zu finanzieren. Erhoben werden kann die Kurtaxe vom 15. Juni bis
15. September, von allen Personen, die in der jeweiligen Gemeinde
wohnen, aber nicht Einwohner der Gemeinde sind. Ausgenommen sind
Kinder und Jugendliche bis zur Vollendung des 17. Lebensjahres
und Personen die sich aus dienstlichen Gründen im Gemeindegebiet
aufhalten. >> mehr
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