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Daten & Fakten im Überblick

Politische Gliederung: Sardinien ist eine autonome Region innerhalb Italiens. Das Statuto Sardo wurde am 28. Februar 1948 angenommen. Die Insel war ursprünglich in vier Provinzen unterteilt: Cagliari, Oristano, Nuoro und Sassari. Viele waren der Meinung, dass die aktuelle Gliederung den stark ausgeprägten landschaftlichen Eigenarten in Sprache und Kultur nicht gerecht wurde. Daher kamen 2005 vier weitere Provinzen hinzu: Medio-Campidano, Carbonia-Iglesias, Olbia-Tempio und Ogliastra. Die neuen Provinzen fungieren vor allem als Verwaltungsbezirke.

Regierung: Das Parlament der autonomen Region Sardinien mit gesetzgebender Funktion ist der "Consiglio Regionale della Sardegna". Das Gebäude in dem es untergebracht ist, ist der "Palazzo della Regione", in der Via Roma in Cagliari. An der Spitze des "Consiglio" steht der "Presidente della Regione", seit einer Reform der Regionalverfassung auch Gouverneur. Bis 2009 stand Gouverneur Renato Soru an der Spitze der Region Sardinien. Der Geschäftsmann gründete 1998 den Internetprovider Tiscali. Seit Anfang des Jahres 2009 führt der konservative Ugo Cappellacci Sardinien.


Wirtschaft: Sardiniens Aktivitäten konzentrieren und konzentrierten sich seit jeher vorwiegend auf die Viehzucht (Schafe, Ziegen, Schweine sowie Rinder) und den Ackerbau (Getreide, Wein, Oliven sowie Südfrüchte). Um die Wirtschaft in den Griff zu bekommen, startete die Regierung in den 1960-er und 1970-er Jahren mehrere Projekte, die Investoren die Möglichkeit geben sollten Großindustrien auf der Insel anzusiedeln. Dieser Versuch hatte jedoch einen nur mäßigen und vor allem zeitlich begrenzten Erfolg. Auch der Abbau des Rohmaterials in den Bergbaugebieten dämmerte, Dank zunehmender sozialer Probleme und planloser Abbaumaßnahmen, langsam ein. Heute ist Sardinien als Tourismusziel überdurchschnittlich attraktiv. Das zeigen die jährlichen Zunahmen der eingereisten Touristen und die Einnahmen aus dem Fremdenverkehr. Die Arbeitslosenrate ist trotzdem überdurchschnittlich hoch (15%), denn viele Sarden im arbeitsfähigen Alter sind nur in der Saison beschäftigt. Das reicht natürlich nicht zum Leben und so wählen viele junge Sarden den Weg in die Emigration.

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