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Aus Edelstahl-Federringen, Federstahldraht, Motordichtungen oder
Kabelhüllen schafft der aus Bologna stammende Designer Antonio Ben
Chimol seine Schmuckstücke - breite Edelstahlarmbänder, die aus
Metallfedern geflochten sind, 2-reihige Halsketten aus bunten Kabelhüllen,
6-reihige Armbänder in Transparent-Optik mit glänzenden pulverisierten
Materialien gefüllt, aber auch Lederarmbänder mit Magnet-Verschluss.
Zu Füßen des Berges Monte Moro bei Porto Cervo, wo man
weit hinaus auf die Bucht Liscia di Vacca blicken kann, steht ein
"Stazzu" aus dem Jahr 1866. In diesem alten Haus der Gallura wohnt
der 39jährige Schmuckdesigner Antonio Ben Chimol wenn er auf Sardinien
weilt. Die meiste Zeit des Jahres arbeitet er in seinem Atelier
in Barcelona. Doch immer wieder kommt er für einige Wochen hierher
zurück.

Antonio Ben Chimol hat Sardinien als seinen Ort der Inspiration gewählt,
denn von der Insel gewinnt er wesentliche Impulsen für seine
Kunst
Der Ort regt ihn an, er wirkt wie ein Paradies, ursprünglich und
schön. Das braucht er für seine Kunst, denn Sardiniens Formen und
Farben inspirieren ihn, die Natur fasziniert ihn.
Nach Sardinien ist er schon als Jugendlicher gefahren. Sein Onkel
nahm ihn in den Sommerferien mehrmals nach Baia Sardinia mit. Noch
heute erinnert ihn vieles an seine Kindheit, vor allem Farben und
Düfte. Nach der Schulausbildung sollte er als Zahntechniker arbeiten.
Er aber wollte Lebenserfahrung und Inspirationen sammeln. Er zog
nach Rom, Mailand, Paris, New York, Barcelona, London und in die
Karibik. Und immer wieder kam er zwischendurch nach Sardinien zurück.
1990 eröffnet er schließlich bei Baia Sardinia die Diskothek Tropico
Mediterraneo, organisiert Open Air-Konzerte und Events. Wenige Jahre
später ist er pleite. Er hat kein Geld und fängt bei einer kleinen
Autowerkstatt bei Cannigione an.
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