| |
|
Die Saline von Molentargius
Außer der Saline von Santa Gilla gab es in
Cagliari
noch ein weiteres Salzwerk, das infolge von Verschmutzung durch
Abwässer jedoch 1985 stillgelegt wurde: Die Saline
von Molentargius-La Palma im Osten der Stadt.
Das 1.600 Hektar große Gebiet ist inzwischen zum Naturpark
geworden damit das ökologische Gleichgewicht wieder hergestellt
und der natürliche Lebensraum vieler Tiere die dort leben gesichert
werden kann. Im Gegensatz zur Saline von Santa Gilla
können Vogelfreunde das Areal bei Molentargius
mit den Fremdenführern der Associazione Per il Parco
Molentargius, Saline Poetto erwandern.

Die älteste Art der Salzgewinnung ist wohl die Art bei der Meerwasser
in "Teiche" geleitet wird, um unter der Sonneneinstrahlung
zu verdunsten.
“Sa Salina” bei Calasetta
Eine weitere heute noch produzierende Saline liegt auf der im Südwesten
vorgelagerten Insel
S. Antioco bei Calasetta. Im Unterschied zur Saline
von Santa Gilla erfolgt die Ernte in Sa Salina
erst wenn die Salzkruste auf den Salzfeldern bis zu einem Meter
dick ist, d.h. in etwa alle fünf Jahre und zu jeder Jahreszeit.
Wussten Sie dass ...?
Wenig bekannt ist, dass der Abbau und Handel von Salz in Italien,
mit Ausnahme von Sardinien, bis 1974 ein Staatsmonopol war und nur
im Tabakwarenladen verkauft werden konnte. Heute gibt es das grobe
oder feine Meersalz in jedem Supermarkt in Kilo-Tüten zu kaufen.
Keine sardische Hausfrau würde auf Meersalz verzichten, sei
es beim Spaghetti-Kochen oder beim Backen und Grillen köstlicher
Fisch- sowie Fleischgerichte. Nicht umsonst sprechen auch die Italiener
"vom Salz in der Suppe". In der sardischen Küche
werden ungeschuppte Fische gerne mit einer Salzkruste gegrillt oder
gebacken. Das Meersalz isoliert die Fische, wodurch sie im eigenem
Saft garen. Dass Meersalz gesund ist, bestätigt zudem die Weltgesundheitsorganisation,
die das „weiße Gold“ als Lebensmittel für gesunde Ernährung
empfiehlt.
Texte und Fotos: Andrea Behrmann
<
zurück
|