| |
|
Die Stille der Salzseen und -laken wird nur von den schnatternde,
zwitschernde und knackende Geräuschen der hier lebenden Vögeln
unterbrochen. Die Saline von Santa Gilla ist Lebensraum
für Stelzenläufer, Säbelschnäbler, Fischreiher,
Silberreiher, Mittelmeermöven, Dünnschnabelmöven,
Kormorane, Zwergseeschwalben, Rohrweichen und Flamingos, die hier
nicht nur Jagd auf winzige Krebse machen, sondern seit Jahren auch
nisten. Die Salinenkrebse (Artemia Salina) sind ein richtiger Leckerbissen
für Flamingos und für die rosa Färbung ihres Gefieders
verantwortlich, denn bei der Futteraufnahme wird der im Artemia-Krebs
enthaltene rote Farbstoff vom Körper umgewandelt und im Gefieder
abgelagert. Flamingo-Jungvögel sind eigentlich grau: Sie müssen
erst Salinenkrebse essen, um rosa zu werden.

Die Saline von Santa Gilla ist mit dem Meer durch den Kanal San Pietro
verbunden. In den Salzfeldern nisten Möwen, Reiher, Flamingos
und tausende von Vögeln rasten und überwintern hier jedes
Jahres.
Neben Vögeln und Salinenkrebsen bewohnen auch noch Pechlibellen
und der tyrrhenische Laubfrosch die Salinen. Den äußerst
anpassungsfähigen Froschlurch findet man in den Süßwasserzonen
der Verdunstungsbecken, da der Kontakt mit Salzwasser für ihn
über längere Zeit schädlich ist.
Pudelwohl fühlt sich hingegen die Salicornia fruticosa an der
Salzlagune. Die Pflanze mit den aufrecht stehenden, fleischigen
verzweigten Stängeln ist eine der wenigen, der das Leben an
den Salzfeldern nicht schwer fällt. Vielen Gewächsen ist
es hingegen zu salzig und nur wenige angepasste Arten können
hier leben: Neben der Salicornia blühen in der Salina di Santa
Gilla die Strandhundskamille, der rötlichbraune, pilzähnliche
Malteserschwamm und die stechende Binse.
Fotoband-Tipp: Il Mondo del Sale: Viaggio fotografico
nelle saline di Santa Gilla – Die Welt des Salzes: Eine
Fotoreise durch die Salzseen von Santa Gilla. (zweisprachig italienisch/englisch)
Die Natur der Saline mit ihren Salzskulpturen, ihrem Licht, ihren
Farben, ihren Tieren und Pflanzen hautnah erleben. Glitzern und
geschäftig ist die weiße Wunderwelt der Salzseen. Dem
Flair der Saline entsprechend hat der Fotograf Enrico Pinna die
Flora und Fauna von Santa Gilla perfekt in Szene gesetzt.
Der Autor: Enrico Pinna ist seit 1986 professioneller Natur-
und Tierfotograf. Er hat seine Fotoarbeiten in mehreren nationalen
Veröffentlichungen und Ausstellungen präsentiert.
<
zurück
> < weiter >
|