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Charakterisierung: Gebirgswanderungen mit unterschiedlichen
Schwierigkeitsgraden;
Öffnungszeiten des Forstamtes: Im Sommer täglich
8.00 - 19.00 Uhr, übrige Zeit 8.00 - 17.00 Uhr;
Erreichbarkeit mit dem Auto: Ab Cagliari auf der
S.S. 125, Abzweigung nach rechts "Sette Fratelli";
Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Bus ab Stazione ARST am Busbahnhof Cagliari, Richtung Burcei, Haltestelle
Bivio Burcei (Busfahrer Bescheid geben);
"Sieben Brüder“ wird das Gebirge in Anspielung auf seine
sieben Granitzacken genannt. Daher kommt wahrscheinlich auch der
Name des Naturreservats. Eine andere Erklärung ist, dass sich
die Bezeichnung von vor langer Zeit hier lebenden Mönchen ableitet.
Heute sind von dem Kloster nur noch die Mauerreste erhalten.
Das Naturschutzgebiet wurde Ende des 19. Jahrhunderts als erstes
staatliches Forstamt der Insel eingerichtet. Es erstreckt sich über
ca. 62 km² auf einer durchschnittlichen Höhe von 800 Metern.
Der höchste der „Brüder“ ist der Monte Ceraxia mit 1016
m.
Früher wurde das Gelände wegen der Holzkohleproduktion,
der Anlage neuer Weideflächen und dem Mineralienabbau gerodet,
dieser Missbrauch konnte gestoppt werden und mittlerweile
hat die Natur sich ihr Gebiet zurück erobert.
Das Besondere an dem Gebirge ist dessen Wasserreichtum - ein
Element, das vor allem im Sommer rar ist. Gerade in den regenreicheren
Monaten plätschert das kühle Nass in Kaskaden, Rinnsälen
und kleinen Bächen wie ein Wasserspiel durch das Gelände
und sammelt sich in Gumpen, die zu einem kurzen Bad einladen.
Auch Fauna und Flora sind in einer beeindruckenden Vielfalt zu bestaunen.
So wachsen hier Steineichen, Korkeichen, Mastixbäume, Myrte,
die delikate Wildfrucht Corbezzolo und Erika. Durch das Gebüsch
huschen Marder, Wildkatzen, Siebenschläfer und der vom Aussterben
bedrohte sardische Hirsch. Auf der Suche nach Beute kreisen verschiedene
Wild- und Raubvögel am Himmel.
Zahlreiche Wanderwege unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade schlängeln
sich durch das Waldgebiet, unter anderem auch ein Teil des über
4000 km langen italienischen Weitwanderweges „Sentiero Italia“.
Tipps und Vorschläge zu Wanderrouten erhalten Sie im Forstamt
und Info-Zentrum „Sette Fratelli“, in welchem auch ein Museum über
den sardischen Hirsch untergebracht ist.
Die kopierten Karten mit eingezeichneten Routen sind ziemlich unübersichtlich.
Verschiedenfarbige Symbole an Bäumen und Steinen helfen aber
bei der Suche des richtigen Weges. Trotzdem sollten Sie über
einen gewissen Orientierungssinn verfügen. Im Park verstreut
finden sich lauschige Picknickplätze - herrlich um die Wanderung
mit einer kleinen Siesta im Schatten zu versüßen.
Weitere schöne Wege zum Wandern finden Sie rund um den 723
Meter hohen Monte Minnimini bei Castiadas.
Anfahrt: Schon die Anfahrt ist atemberaubend! Die Panoramastraße
S.S. 125 schlängelt sich in unzähligen Serpentinen das
Gebirge hinauf und das Gekurve lässt bisweilen ein flaues Gefühl
im Magen aufkommen. Am Campo Omu (km 30) biegen Sie nach rechts
in die Straße zum „Parco Sette Fratelli“ und dem Forsthaus
ein.
Wer mit dem Bus ab Cagliari kommt, steigt am Bivio Burcei aus (vorher
dem Busfahrer Bescheid geben), überquert die S.S. 125 und biegt
dann in die vorgenannte Straße ein. Zwischen den Bäumen
versteckt, steht dort eine kleine Kapelle.
Text: Susanne Günther (11/2005), Fotos: Paolo Succu
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