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Charakterisierung: 7 Gebirgswanderungen
mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden;
Erreichbarkeit mit dem Auto: S.S. 195 in Richtung
Capoterra;
Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Keine öffentlichen Verkehrsmittel;
Der Monte Arcosu bei Cagliari
ist ein schönes Ausflugsziel für Familien mit großen
und kleinen Kindern. Hier hat der World Wide Fund for Nature (WWF)
1985 einen Naturpark eingerichtet, um dem seltenen sardischen Hirsch
und Dammhirsch ein sicheres Refugium zu bieten.
Der Park erstreckt sich über 3600 ha. Das dicht bewaldete und
weitgehend naturbelassene Gebiet ist von Bächen durchzogen,
die im Sommer austrocknen. Nicht nur der Dammhirsch, sondern auch
andere gefährdete Tier- und Pflanzenarten finden hier Schutz.
Durch das Unterholz streifen Wildkatzen, Wildschweine und Marder;
über den Baumkronen kreisen Steinadler, Turmfalken und Sperber.
Auch die Pflanzenwelt bietet ihre Schätze: Allein in diesem
Gebiet können Liebhaber über zwanzig verschiedene Orchideen-Arten
bestaunen.
Um den Besuchern Flora und Fauna näher zu bringen, wurde der
Monte Arcosu durch unterschiedliche Naturlehrpfade für Wanderer
erschlossen, die die faszinierenden Details und Zusammenhänge
dieses Lebensraumes kennen lernen möchten. Es werden auch geführte
Touren durch das Gelände angeboten

Rundwanderung Sa Canna
Charakterisierung: Einfache Berg-Tal-Rundwanderung mit
Schatten;
Schwierigkeitsgrad: Einfach, einige Stellen etwas
anspruchsvoller (passieren von Bachläufen). Festes Schuhwerk
empfehlenswert;
Länge: ca. 3 km;
Dauer: ca. 1,5 Stunden;
Ausgangspunkt ist das Eintrittshäuschen der WWF-Oase. Von hier
aus geht es zunächst am neuen Besucherzentrum vorbei zu einem
mit illegalen Fallen geschmückten Mahnmal. Die ausgestellten
Tierfallen wurden von Wilddieben aufgestellt und bei der routinemäßigen
Kontrolle der Parkanlage beschlagnahmt. Am Bachlauf des Rio Sa Canna
entlang geht es hinein in das Is-Frociddus-Tal. Der kleine Bachlauf
muss häufiger passiert werden. Blühende Schwarzerlen und
bunte Oleanderbüsche säumen den Pfad am Wasser und heben
sich von der grünen Macchia Meditteranea der rauen Berghänge
ab.

Eine Besonderheit dieser schönen Landschaft sind ein übergroßer
Johannisbrotbaum und ein riesiger Olivenbaum, auf die man kurz vor
der letzten seichten Stelle des Baches trifft.
Hinter dem Is-Frociddus-Tal gelangt man in einen niederen Buschwald,
in dem Steineichen und Erdbeerbäume wachsen. Im Frühling
sorgen zudem unzählige Alpenveilchen, bunte Orchideen und eine
lebendige Tierwelt für eine erstaunliche Vielfalt.
Nach einem kurzen Aufstieg erreicht man einen alten Maultierpfad,
auf dem vor langer Zeit Köhler zu ihrer Arbeitsstelle gingen.
Nur wenige Meter weiter, hinter einer weiten Linkskurve, hat man,
vom höchsten Punkt des Pfades aus, einen herrlichen Ausblick
auf die Landschaft der WWF-Oase.
Auf dem Abstieg ins Guttureddu-Tal gelangt man schließlich
an ein Wildgehege für Dammhirsche, dass aber nur im Rahmen
einer Führung durchstreift werden darf. In unmittelbarer Nähe
des Eingangtores verläuft die Strecke weiter in einer Rechtskurve
hinab ins Tal und zurück zum Eintrittshäuschen.
Achtung! Der Park ist nur samstags und sonntags für Besucher
und Gäste geöffnet; wochentags nur auf Vorbestellung.
Im August und September, der Paarungszeit der sardischen Hirsche,
bleibt er die ganze Zeit geschlossen.
Größere Kartenansicht
Anfahrt: Der Park liegt südwestlich von Cagliari
zwischen Capoterra, Uta und Santadi. Von der Inselhauptstadt Cagliari
fährt man auf die S.S. 195 und biegt nach 12 km in Richtung
Macchiareddu auf die „2° Strada Ovest“ ab. Durch die Salinen
„Ing. Luigi Conti Vecchi SpA“ und das Industriegebiet geht es weiter
bis zur Feldkirche Santa Lucia. Von hier aus ist die Straße
zur WWF-Oase ausgeschildert.
Mehr Informationen erteilt die "Cooperativa Il Caprifoglio",
E-Mail cfoglio@tin.it.
Text: Andrea Behrmann, Foto: Paolo Succu
(03/2008)
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