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Die Wanderung nach Cala Luna beginnt an der Bucht von Fuili. Sie ist die einzige mit dem PKW erreichbare Badebucht im gesamten Naturschutzgebiet des Golfs von Orosei und soll schon von den Nuraghiern als Hafen genutzt worden sein
Escursione - Ausflug
Itinerario - Tour
Guida - Bergführer
Passeggiata - Spaziergang
A piedi - Zu Fuss
Scalare - Klettern
Montagna - Berg
Monte - Hügel
Grotta - Grotte
Zaino - Rucksack
Die Cala Fuili ist mit dem Auto zu
erreichen und auch bei Kletterern aufgrund der senkrechten Steilwände
beliebt

Jahrhundertealte Wacholderbäume säumen den Weg

Nach der ersten Steigung geht es auf einem einfachen Wanderweg die
Küste entlang
Blick auf das Ziel der Reise: Cala Luna von der Hochebene Fruncu Nieddu
aus

Der Bach Codula di Luna führt ganzjährig Wasser
Die Felswand von Su Masongiu

Die Steilküste von Cala Luna vom Meer aus

Harmonisch geschwungen tauchen die steilen Felswände von Cala
Luna in das türkisblaue Meer ein

Cala Luna ist nicht nur schön, sondern auch begehrt. Gleich zwei
Gemeinden erheben Anspruch auf die Traumbucht, die an die Gemeindegebiete
von Dorgali
und Baunei
grenzt. Die Berggemeinde Urzulei erhebt allenfalls noch symbolisch
Anspruch auf Cala Luna, denn einst gehörte sie zu deren Hoheitsgebiet.
Die letzte offizielle Landvermessung von 1845 definiert die Gemeindegrenze
zwischen dem südlich gelegenen Baunei und dem nördlich gelegenen
Dorgali, zu dem auch der Küstenort Cala Gonone gehört, über
einen Grenzstein in der Bucht – den es allerdings seit Jahrzehnten
schon nicht mehr gibt. Seither erheben beide Anspruch darauf, rechtmäßige
Hausherren der Bucht zu sein.
Die Bootsanlegestelle liegt am südlichen Ende von Cala Luna
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Charakterisierung: mittelschwere, etwa 5 Kilometer
(10 Kilometer hin- und zurück) Küstenwanderung durch mehrere
Schluchten. Mit Schatten, teilweise steile Abschnitte. Gleicher
Hin- und Rückweg, alternativ mit Boot-Shuttle
zurück nach Cala Gonone. Alternativweg ab Codula
di Luna und Verlängerung der Wanderung
bis Cals Sisine möglich. Beginnt man die Wanderung erst
nachmittags, sollte man überlegen, die Strecke in umgekehrter
Richtung abzulaufen und mit dem Boot nach Cala Luna zu fahren. Da
die Bucht nach Osten ausgerichtet ist, werfen die dahinterliegenden
Berge Schatten auf den Strand.
Schwierigkeitsgrad: einige anspruchsvolle Stellen
(rutschige, abschüssige Felsplatten, steile Abschnitte); Bei
feuchter Witterung sind einige Felsen sehr rutschig; festes Schuhwerk
erforderlich.
Dauer: ca. 2,5 Stunden je Strecke bis zur Bucht,
gleicher Rückweg. Der gesamte Weg ist mit grünen Pfeilen
markiert.
Erreichbarkeit mit dem Auto: Über die S.S.
125 von Dorgali durch den Tunnel Richtung Cala
Gonone, Ausschilderung nach Cala
Fuili folgen. Am Ende der Stichstraße kann man den Wagen
parken.
Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Mit den Bussen der ARST von Nuoro über Dorgali Richtung Cala
Gonone. Im Juli und August verkehren Linienbusverbindungen
von Olbia und Alghero nach Cala Gonone. Von Cala
Gonone bis Cala
Fuili sind es etwa 3 Kilometer.
Die Küstenwanderung entlang des Golf von Orosei nach Cala Luna
führt durch mehrere Schluchten und Täler. Sie ist zwar
kein Geheimtipp, führt aber durch eine reizvolle Landschaft
und schattige Wacholderwälder und endet an einer der schönsten
Buchten nicht nur Sardiniens, sondern des ganzen Mittelmeerraums
überhaupt. Cala Luna bietet nicht nur einen schönen Strand
und traumhafte Wasserfarben, sondern auch eine atemberaubende Steilküste,
die ihresgleichen sucht.

Die Cala Luna zählt zu den schönsten
Stränden Sardiniens
Von der asphaltierten Stichstraße nach Cala Fuili führt
ein schmaler Weg mit Holzgeländer hinab zur Bucht von Fuili.
Auf der Wandertrecke nach Cala Gonone ist der grobe Kieselstrand
die einzige Möglichkeit zum Badestopp. Der Weg Richtung Cala
Luna führt allerdings nicht über den Strand, sondern der
anderen Seite der Schlucht wieder hinauf. Eine alte Keramiktafel
weist den Weg nach „Bue Marino/Cala Ilune“. Hier beginnt der vielleicht
anstrengendste Teil der Wanderung: Auf einem schmalen, steinigen
Pfad geht es stramm bergauf. Oben angekommen, belohnt ein toller
Blick über immergrüne Büsche der Küste hinaus
auf das azurblaue Meer des Golfs von Orosei. Von hier kann man noch
einen Blick zurück auf Cala Gonone werfen.

Durch Wacholderwälder und vorbei
an duftenden Macchia-Büschen
Richtung Cala Luna
Weiter geht es durch einen Wald aus jahrhundertealten knorrigen
Bäumen. Der sogenannte Phönizische Wacholder kommt hier
in der seltenen Baumform vor – denn das beliebte Edelgehölz
wurde über Jahrhunderte im gesamten Mittelmeerraum aufgrund
seines feinfaserigen Holzes gern als Bau-, Tischler- und Zimmermannsholz
verwendet und ist heute dementsprechend selten. Am Golf von Orosei
jedoch kann man ganz prächtige Ginster-Exemplare erspähen;
manche der jahrhundertealten Zypressengewächse bilden eindrucksvolle
Torbogen über den Wanderweg.
An einer Abzweigung Richtung Grotta del Bue Marino (der Stichweg
führt zu einem mit einem Gitter versperrten Eingang zu der
Mönchsrobben-Grotte, die nur noch per Boot von der Meerseite
her zugänglich ist), muss man sich rechts halten. Nach einem
tollen Aussichtspunkt auf die Küste und den südlichen
Ausläufer der Cala Luna, die noch in weiter Ferne liegt, geht
es auf einem gut erkennbaren Hirtenpfad leicht landeinwärts.
Wer hier im Frühjahr wandert, kann auf seinem Weg endlos viele
Affodilllilien entdecken. Unter den Büschen und Sträuchern
suchen sich rosafarbene Alpenveilchen ihren Weg ans Licht. Wildpistazien
und immergrüne Wolfsmilch-Büsche säumen den Weg aus
scharfkantigem Kalkgestein – festes Schuhwerk ist hier unbedingt
erforderlich.
Schließlich führt der Pfad hinab in die Bachschlucht
von Oddoana. Nur einen kurzen Blick ist die Grotte von Oddoana Wert.
Der natürliche Unterstand wurde in der Vergangenheit als Schäferhütte
genutzt, heute eher als Abort. Umso schöner ist hingegen der
Ausblick in die Felsspalte, in der rosafarbener Oleander blüht.
Nach der Grotte folgt ein steiler, etwas rutschiger Abstieg über
mehrere Steinplatten, bei dem nur einige Büsche und Bäume
Halt bieten. Nach der Talsohle steht noch ein letzter Aufstieg bevor.
Auf der nächsten Hochebene Fruncu Nieddu bietet sich schließlich
ein atemberaubender Blick auf die Bucht von Cala Luna. Von hier
aus erkennt man auch die mondsichelartige Form, die der Kieselbucht
ihren Namen gegeben hat. Auf der gegenüberliegenden Seite der
Bucht erkennt man die Felswand von Su Masongiu, von der vor Urzeiten
zwei riesige Steinplatten abgekracht sind und die heute, wie von
Riesen aufeinandergetürmt, daliegen und von türkisblauen
Wellen umspült werden. Nach einem steilen Abstieg über
Lavagestein geht es in etwa 20 Minuten hinab in das Tal von Codula
di Luna. Wie in einem Mangrovenwald muss man sich durch die dichten,
hochgewachsenen Oleanderbüsche schlängeln, bevor man an
den breiten Sandstrand kommt. Je nach Wasserstand des Codula di
Luna-Bachs muss man noch einen mehr oder weniger tiefen Brackwassersee
durchwaten, um an den Sandstrand zu kommen.
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Der lange Sandstrand von Cala Luna und die atemberaubende Steilküste
im Norden
Der traumhafte und deshalb bei Sarden und Urlaubern so berühmte
wie beliebte Badestrand zählt zu den top Beach Locations Sardiniens,
und ist vielleicht einer der schönsten Badebuchten, die das
Mittelmeer überhaupt zu bieten hat. Kein Wunder: Im Süden
wird der Strand eingerahmt von den bewaldeten Felswänden von
Su Masongiu, im Westen ist die eingebettet in immergrüne Oleanderbüsche,
Wolfsmilch und Schilfgras: Allein schon der fast 700 Meter lange
Strandbereich ein Postkartenmotiv.

Mächtige Karsthöhlen in
der Cala Luna
Das eigentliche Highlight von Cala Luna sind jedoch die steilen,
von Wind und Wetter fast glattgeschliffen Felswände nördlich
des Strandes, die harmonisch geschwungen in den Sand und das türkisblaue
Meer abtauchen. In diesen Felswänden hat die Natur sechs mächtige
Karsthöhlen in den Fels gegraben – einige davon sind fast 30
Meter tief und ihr dunkles Ende lässt sich nur erahnen. Die
meterhohen Felswände krönen ein paar knorrige Wacholderbüsche,
die sich an die steile Felswand krallen.
.
Wandern
auf Sardinien: Die schönsten Wanderstrecken auf einer größeren
Karte anzeigen
Text: Timo Gerd Lutz (04/2010)
Rückfahrt mit dem Boot:
Von April bis November (je nach Witterung bis Mitte November) werden
Boot-Shuttles von Cala Luna nach Cala
Gonone angeboten. Die Boote verkehren in der Regel stündlich
(mit mindestens 10 Passagieren), zwei Verbindungen pro Tag werden
aber, soweit es die Witterung zulässt, in jedem Fall durchgeführt.
Umständlich ist allerdings, dass das Boot nach Cala Gonone
fährt und nicht an den 3 Kilometer entfernten Ausgangspunkt
der Tour, Cala Fuili. Fährt man mit zwei PKW, kann man einen
Wagen bei der Hinfahrt am Hafen von Cala Gonone stehenlassen (Achtung,
Anzahl der Parkplätze begrenzt). Alternativ gibt es Taxis vor
Ort. Die einfache Bootsfahrt kostet ca. 10 Euro pro Person und führt
an der wunderschönen Küste entlang.
Alternativwege: Eine Wanderung
nach Cala Luna ist auch über die Codula di Luna-Schlucht möglich.
Von der S.S.125 von Dorgali
nach Baunei
führt etwa fünf Kilometern nach dem Abzweig Richtung Urzulei
eine gut ausgeschilderte Talstraße an dem Bach von Codula
di Luna entlang. Am Ende der Straße befindet sich bei Teletotes
ein Parkplatz, von dem aus man in einer 10 Kilometer langen, anspruchsvollen
Schluchtenwanderung in etwa fünf Stunden den Strand von Cala
Luna erreicht.
Variation: Von Cala Luna kann
man auf einem gut ausgeschilderten, aber gute Kondition erfordernden
Küstenweg in etwas mehr als drei Stunden die Bucht
von Cala Sisine erreichen, die wie Cala Luna von Cala Gonone
aus per Boot zu erreichen ist.
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