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Charakterisierung: Panorama-Rundwanderung auf
dem Kap;
Schwierigkeitsgrad: Leicht bis mittel (je nach
Route);
Dauer: ca. 2 bis 2,5 Stunden
Erreichbarkeit mit dem Auto: Cala Mosca;
Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Bus PF oder PQ bis Piazza Amiscora, dann Minibus 11 bis Cala Mosca;
Wenn Sie mal raus aus der Stadt aber nicht rein ins Auto wollen,
empfehlen wir Ihnen, mit dem Bus bis zur Cala Mosca am Capo Sant’Elia,
auch Sella del Diavolo (Teufelssattel) genannt, zu fahren. Nach
nur 10 Minuten sind Sie vor den Toren der Stadt. In der kleinen
Bucht können Sie vor oder nach dem Spaziergang auch baden -
also Badesachen einpacken!
Links und rechts der Bucht erheben sich zwei Hügel, von denen
Sie einen herrlichen Blick auf die Küstenregion haben: Von
dem linken Hügel, der Sella del Diavolo, schauen Sie auf den
Yachthafen, den kilometerlangen Sandstrand Poetto, den Stagno di
Molentargius (Lagunensee) und die Salinen; vom Monte Sant’Elia,
dem rechten Hügel, auf Cagliari mit seinem Hafen. Bei klarem
Wetter lohnt es sich, das Fernglas mitzunehmen.
Beide Felsen sind mit einer kniehohen, stachligen Macchia aus Thymian,
Wacholder, Ginster und Zistrose überwuchert. Dazwischen ragen
Agaven mit ihren meterhohen Fruchtständen heraus. Im Frühjahr
kommen die Einheimischen hierher, um wilden grünen Spargel
zu sammeln. Außerdem ist das Capo Sant’Elia auch archäologisch
interessant. In der Nähe der Zisternen und Türme wird
ein Heiligtum der Astarte vermutet.
Für eine Panorama-Rundwanderung empfiehlt es sich, auf die
Sella del Diavolo, den linken Hügel der Bucht zu steigen. Zwei
Wege führen hinauf: ein gemütlicher und ein zum Teil kniffliger
auf schmalen, steilen Trampelpfaden. Beide sind nicht genau festgelegt,
sondern schlängeln sich in verschiedenen Varianten durch das
Dickicht. Achten Sie bei der Suche nach dem Weg auf in unregelmäßigen
Abständen blau-grau markierte Steine. Verlaufen können
Sie sich nicht! Das Territorium ist von der Größe her
überschaubar.
Die einfachere Route führt direkt links an der Straße
neben dem Hotel hoch. Der Einstieg ist nicht genau erkennbar. Suchen
Sie sich einen Weg durch die Macchia, oben kommen Sie automatisch
auf den Pfad. Einen kleinen Rundgang, der an den Zisternen und dem
Turm vorbeiführt, hat der Naturverein „Amici della Terra“ angelegt.
Ein kurzes Stück (auf dem Hin- oder Rückweg) laufen Sie
an einem Drahtzaun der Militärsperrzone entlang, dann folgen
die Grundmauern einer kleinen Kapelle und eine Ruine, wahrscheinlich
ein ehemaliges Kloster. Zu dem Turm, den man vom Poetto aus sieht,
gelangt man übrigens nicht. Der Abstieg ist mit dem Aufstieg
identisch.
Für den zweiten Weg folgen Sie der asphaltierten Straße
links vom Hotel bis Sie zur Bar „Terrazze“ kommen, die direkt am
Wasser liegt. Die Straße endet dort. Sie müssen nun links
vom Drahtzaun den Hang hochklettern. Folgen Sie dem mit Eisentauen
gespickten Trampelpfad. Links sehen Sie einen Felsüberhang.
Die darin eingegrabenen Vertiefungen sehen aus wie arabische Schriftzeichen.
Die kleine Bucht, an der Sie vorbeigehen, heißt Cala Fighera
und ist der inoffizielle FKK-Strand Cagliaris (Achtung Voyeure!)
Folgen Sie weiter dem kleinen Pfad geradeaus, der nach der Bucht
nun wieder etwas ansteigt. An der Klippe angekommen, suchen Sie
sich durch die Macchia einen Weg nach links. Ein markanter Punkt
sind die beiden Türme. Oben finden Sie wieder automatisch auf
den Pfad. Während des Rückwegs passieren Sie den bereits
erwähnten Zaun und steigen dann in Höhe des Hotels wieder
ab.
Für Kletterfreaks ein Tipp: Biegen Sie direkt
hinter der Cala Fighera nach rechts zu dem von einem hohen Drahtzaun
umgebenen Klettergebiet ab. Der Zugang zu den Wänden (mit Haken)
ist etwas anstrengend. Nachmittags ist dieser Felsen der prallen
Sonne ausgesetzt.
Text: Susanne Günther (11/2005), Fotos:
Susanne Günther, Paolo Succu
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