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Wandern ist nicht unbedingt schwer. Ausserdem braucht man nicht
viel - feste Schuhe, Trinkflasche, Rucksack. Und eigentlich geht
es überall. An den Steilküsten, durch Olivenhaine und
Pinienwälder. Im Gennargentu-Gebirge, wo pittoreske Dörfer
hoch über dem Meeresspiegel am Felsen kleben. Abends kann man
dann noch ein wenig am Strand oder auf der Terasse entspannen. Hier
gibt es Anregungen für einen echten Aktiv-Urlaub, aber auch
für gemütliche Wanderungen durch diese prachtvolle Insel.

Von Dichtern, Malern und Wanderern als rauh und bergig beschrieben,
fehlt der Insel eigentlich genau jenes typische Merkmal des Berges:
Die Höhe. Hier gibt es keine Granitkolosse mit ewigem Schnee
und himmelhohen, spitzen Zacken. Hier steigt man auf schmalen Pfaden
und sitzt plötzlich zwischen nackten, steilen Felswänden
aus Schiefergestein oder in riesigen Grotten, die jahrhundertelang
durch Wind und Wetter immer wieder umgestaltet worden sind: Vor
allem in dem kleinen Gebirge Limbara kann man dieses Naturwunder
bewundern. Die "Punta La Marmora" ist mit ihren 1834 Metern
die höchste Bergspitze Sardiniens. Sie gehört zum Gennargentu-Gebirge,
durch das sich unzählige Wanderwege winden. Von hier aus hat
man einen prachtvollen Blick auf die ringsum liegenden Küsten.
Nur die nördlichen Gestade werden durch das Limbara-Gebirge
(bei Tempio) verdeckt. Die Bergwelt Sardiniens bietet aber auch
besonders reizvolle Kalksteinhölen: Der Blick auf die strahlend
weissen Felsen wird nur hier und da von dem satten Grün des
wilden Wacholders unterbrochen. Wer einmal hier war, für den
sind nicht nur mehr die Strände das schönste der Insel.
Viele Wanderwege sind schlecht oder nur unzureichend markiert. Wer
kein echter Crack ist, sollte sich daher nicht im Alleingang auf
ein Abenteuer einlassen. Ausserdem gibt es auf Sardinien einheimische
Bergführer die gemütliche Tagestouren oder mehrtägige
spannende Wandertouren anbieten.
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