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Der Eingang zur Werft liegt am Ende der Hafenpromenade. Die Söhne
des Herrn Balia heissen uns willkommen. Den besten Sonnenplatz neben
dem grossen Holztor verteidigt ein brauner Schäferhund.

Antonio Balia beim Abdichten der Holzsteile
Holzplatten, Bootsgerippe, riesige verzinkte Nägel, Taue und
allerhand Hanfwolle stapeln sich in der Halle der Werft. Dafür
fehlt es an modernen Maschinen, nur eine Bandsäge entlastet
die Bootsbauer bei ihrer Arbeit.
Konstruktionshalle und Fischerboot
Nach hinten hin ist die Halle geöffnet und gibt den Blick auf
das Meer frei. Im Sommer wird im Freien gearbeitet. Giulio lacht
als wir das Idyll bestaunen und erklärt uns, dass er zwar Eigentümer
der Werft aber nicht des Grundstücks ist, da es zu dicht am
Strand liegt und somit dem Staat gehört. Den Vertrag muss er
alle vier Jahre erneuern. Nazareno führt uns durch die Halle
und präsentiert uns stolz ein kleines breites Kabinenboot.
Es ist ihr Ausstellungsstück, denn normalerweise bauen sie
die Boote nur auf Bestellung. Original Handarbeit ist auf Sardinien
freilich sehr gefragt, denn die Preise sind vergleichsweise günstig.
Später fachsimpeln Antonio und Nazareno über Gestaltungsfragen
und ärodynamische Formen. Antonio erklärt uns, dass sich
die Technik im Laufe der Jahre kaum verändert hat, was sich
verändert hat, ist die Form der Boote. Wir arbeiten noch ganz
wie vor fünfzig Jahren wiederholt er. Und trotzdem können
sie auf innovative Herausforderungen reagieren überlegen wir.
Anfahrt: Über die SS 130 Richtung Iglesias. Weiter über
die SS 126 Richtung Carbonia, dann über San Giovanni Suergiu
nach S. Antioco.
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