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Unser Tipp:
Immer wieder Sardinien? Was gibt es Besonderes zu sehen. Wir zeigen Ihnen zum Beispiel:

>> Pan di Zucchero bei Nebida
>> Schachtanlage Porto Flavia
>> Tempel von Antas
>> Die Silberstadt Iglesias
>> Die Grotta di San Giovanni
>> Das Städtchen Villacidro
>> Ethnograf. Museum in Nuxis
>> Isola di San Pietro & Carloforte
>> Mattanza in Carloforte
>> Die Insel Sant'Antioco
>> Sant' Antioco Martire
>> Handwerkliche Schiffswerft
>> Freie Fahrt v. Olbia nach S.Antioco
>> Die schönsten Badeziele


Der Strand La Bobba auf Carloforte Der Strand La Bobba auf Carloforte


saremar foto
Nach Carloforte geht es nur per Fähre in 40 bis 50 Minuten Überfahrt


Unterkünfte im Sulcis-Iglesiente:
Hotels in Calasetta
Ferienhäuser in Calasetta
Appartmenthotel in Calasetta

Unser Tipp:

Hotel Riviera in Carloforte


Wie heißt das auf Italienisch?

Isola - Insel
Arcipelago - Archipel
Tonno - Thunfisch
Mattanza - Thunfischfest
Pescatore - Fischer
Peschereccio - Fischerboot


 



Blick auf Carloforte und den angrenzenden Salzseen
Blick auf Carloforte und die angrenzenden Lagunen


Steile Treppen führen hinauf auf die Festung von Carloforte
Steile Treppen führen hinauf auf die Festung von Carloforte

Carloforte bietet auf kleinstem Raum eine unglaubliche Vielfalt von Landschaften
Carloforte bietet auf kleinstem Raum eine unglaubliche Vielfalt von Landschaften


Die Bucht von Cala Fico Die Bucht von Cala Fico



Windräder und Solarpanels versorgen das Naturreservat LIPU
Windräder und Solarpanels versorgen das Naturreservat LIPU


Aus dem jahrelang verlassenen Bau in La Caletta entsteht in den nächsten Jahren ein neues Hotel in Traumlage foto Aus dem jahrelang verlassenen Bau in La Caletta entsteht in den nächsten Jahren ein neues Hotel in Traumlage


Die Colonne gelten als das Wahrzeichen von Carloforte foto
Die Colonne gelten als das Wahrzeichen von Carloforte



mezzaluna carloforte foto
Die Bucht von Mezzaluna



La Conca auf San Pietro, Sardinien Foto
Kleine Fjorde und Buchten bei La Conca



bizarres Vulkangestein in Carloforte Foto
Eine Welt aus bizarrem Vulkangestein und verwittertem Lavafels


Sonnenuntergang am Capo Sandali, Carloforte, Sardinien Foto
Sonnenuntergang am Capo Sandali

Isola di San Pietro - die kleine, unglaublich vielfältige Felsinsel vor Sardinien

Die Isola di San Pietro, nach dem einzigen Ort auf der Insel auch Carloforte genannt, liegt knapp zehn Kilometer südwestlich vor Sardinien, mitten im kleinen Inselarchipel des Sulcis. Das knapp 51 Quadratkilometer große Eiland bietet auf kleinstem Raum eine unglaubliche Vielfalt von Landschaften, Küstenstreifen, Felsküsten und unwahrscheinlich schönen, kleinen Buchten sowie Flora und Fauna. Doch auch geschichtlich hat San Pietro einiges zu bieten.

Carloforte auf der Isola di S. Pietro

Sie sind etwas eigen, die Einwohner von Carloforte. Wenn man durch die engen Gassen mit seinen bunten, verzierten Häusern streift, liegt ein Hauch von Italienischer Riviera in der Luft: Architektur und Traditionen stammen aus dem fernen Ligurien. Der Grund liegt fast dreihundert Jahre zurück: 1738 ließ der Savoyerkönig Karl Emanuel III. ligurische Fischer aus der genuesischen Besitzung Tabarka im heutigen Tunesien auf die noch unbewohnte Isola di San Pietro und die Nachbarinsel Sant'Antioco umsiedeln. Tradition und Kultur, sogar der Inseldialekt hat also starke genuesische Einflüsse - und wenn man die benachbarten Sarden fragt, auch so einige Charakterzüge: Sie seien genau wie ihre ligurischen Vorfahren ein wenig unfreundlich, barsch und vor allem geizig, sagt man den Carlofortini nach.
Nicht geizig war die Natur immerhin mit dem Eiland: saftige, grüne Hügel und dunkle Täler, trockene Salzseen, Pinienwälder und eine seltene Fauna prägen San Pietro. Immer wieder hat man tolle Ausblicke auf die Küste, die benachbarte Insel Sant'Antioco und auf die Südwestküste Sardiniens. Die nur 18 Kilometer lange Küstenlinie der Insel bietet Abwechslung pur: goldgelbe Sandstreifen, hohe Klippen, bizarre, fjordähnliche Buchten und breite Meerbusen wechseln sich ab.


Größere Kartenansicht


isola di san pietro, sardinien foto Anfahrt auf die Isola di San Pietro
Die Fähren nach San Pietro fahren ab Calasetta auf Sant'Antioco und ab Portovesme. Die Überfahrt dauert jeweils ungefähr vierzig beziehungsweise fünfzig Minuten. Auf jeden Fall sollte man ein Auto mitnehmen. Für alle, die nicht mit dem eigenen Wagen übersetzen möchten, gibt es einen Linienbus, der aber nur zwei bis dreimal am Tag von Carloforte nach La Caletta beziehungsweise La Punta fährt. Ihren Namen hat der Isola di San Pietro übrigens der Apostel Petrus gegeben, der der Legende nach während einer Reise von Afrika nach Rom in einen Sturm geriet und auf dem Eiland einen Zwischenstopp einlegen musste.



carloforte, notte, fotoCarloforte - einziges bewohntes Zentrum der Insel

Ein Hauch von Genua weht durch Carloforte. Nicht nur Architektur und Dialekt, auch die kulinarische Tradition der knapp 6.500 Carlofortini hat ligurische Wurzeln. Die Focaccia schmeckt wie in Genua, und die Pasta alla Carlofortina mit Pesto alla Genovese, Tomaten und frischem Thunfisch ist ein kulinarisches Erlebnis!
carloforte, foto Der frische Thunfisch, für den Carloforte berühmt ist, wird in der Meerenge zwischen San Pietro, Sant'Antioco und Sardinien gefangen. In den zahlreichen kleinen Restaurants von Carloforte, das nach seinem Gründer, "Karl dem Starken" (Carlo Emanuele III. von Savoyen) benannt wurde, kann man deshalb auch einmalige Thunfischsteaks oder andere Meeresspezialitäten aus dem Sulcis-Archipel genießen. Wer abends durch die Gassen streift, erlebt zumindest in den Sommermonaten Stände, Buden, Straßenkünstler, Ausstellungen und ausgelassene Stimmung. Es lohnt sich auch ein Abstecher auf die Festung oberhalb des Städtchens. Von seinen wuchtigen Mauern aus hat man einen tollen Ausblick auf die Meerenge zwischen der Insel und Sardinien. Von dem kleinen Observatorium am Ortsrand kann man Sterne und Galaxien beobachten.


thunfischfang mattanza carloforte, fotoTraditionen in Carloforte: Der Thunfischfang Mattanza
Während des traditionellen Thunfischfangs im Juni ist ganz Carloforte auf den Beinen. Einmal im Jahr treffen sich auf Carloforte Spezialitätenhändler aus der ganzen Welt, Spitzenköche und Thunfisch-Fans zum Girotonno.


Trogiu Carloforte sardinien fotoLIPU-Naturreservat und das Naturschwimmbecken Trogiu
Am Ende einer der zahllosen kleinen Straßen, die die Insel durchziehen, befindet sich das Naturreservat der italienischen Vogelschutzvereinigung LIPU, wo seltene Arten wie der Eleonorenfalke, die Korallenmöwe, Sturmtaucher und Kormorane nisten. Windkrafträder und Solarpanels zeugen von der nachhaltigen Ausrichtung der Anlage. Folgt man den Pfaden und Brücken, die über ein kleines Staubecken führen, tritt man ein in eine unwirkliche Welt: bizzare Lavafelsen und verwittertes Vulkangestein formen eine phantastische, fast künstlich wirkende Landschaft. Am Ende eines Fußmarschs Richtung Küste liegt die Trogiu: Ein tiefes Wasserloch im Lavagestein, das seine Wasserzufuhr vom Meer her erfährt.


Le Colonne san pietro sardinien foto La Bobba und le Colonne
Unweit des schönen breiten Sandstrands La Bobba mit seinem seichten, glasklaren Wasser, ragen die beiden Wahrzeichen von Carloforte aus dem Meer: zwei wuchtige Felssäulen aus Trachytgestein. Die Colonne, etwa 20 Meter von der Küste entfernt, halten seit Jahrhunderten Wind und Wetter Stand.


Golfo della Mezzaluna, carloforte ForoGolfo della Mezzaluna
In der halbmondförmigen Bucht La Mezzaluna fallen die rotschimmernden Klippen nahezu 150 Meter senkrecht ins Meer ab. Entlang dieser Steilküste aus Trachytgestein haben sich durch Wind und Wetter einige beeindruckende Grotten und Aushöhlungen gebildet, in denen bis vor einigen Jahrzehnten noch Mönchsrobben lebten.


Die Basaltfelsen von La Conca, Carloforte, Sardinien FotoDie Basaltfelsen von La Conca
Wind und Wetter haben den Basaltsäulen bei La Conca schwer zugesetzt und dabei ein geologisches Highlight geschaffen: Die kleine Conca-Bucht ist ein wahres Amphitheater! Unterschiedlich hohe kleine Basaltplateaus formen diese bizarre Küstenlandschaft. Dazwischen graben sich kleine Fjorde in den Basalt und formen kleine natürliche Schwimmbecken. Ganz Mutige stürzen sich im Kopfsprung in das glasklare Wasser.


Die traumhafte Sandbucht La Caletta Carloforte, Sardinien FotoDie traumhafte Sandbucht La Caletta
La Caletta oder auch Bucht von Spalmatore ist der einzige Sandstrand der Ostküste, die sonst von Basalt und roten Trachytfelsen geprägt ist. Die breite Bucht lädt zum gemütlichen Badestopp ein. Der Strand liegt an der Endstation des Linienbusses. Über der Bucht throhnt die Ruine eines Hotels, dass in den 1980-er Jahren stillgelegt wurde. In den nächsten Jahren soll die Herberge als Luxushotel wiedererstehen.


Capo Sandalo und der romantische Sonnenuntergang Carloforte, Sardinien FotoCapo Sandalo und der romantische Sonnenuntergang
Am Ende einer Reise nach Carloforte ist ein Abstecher auf das Sandalo-Kap Pflicht! Der auf der Spitze des Kaps gelegene Leuchtturm ist der westlichste Leuchtturm Italiens.
Von hier hat man einen atemberaubenden Ausblick auf die steile Südküste von Carloforte. Die steilen Trachytfelsen leuchten im Licht des Sonnenuntergang purpurrot.


Sonnenuntergang Capo Sandali, Carloforte Sardinien Foto

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Text: Timo Gerd Lutz
Letzte Änderung: 24.10.2008

 

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