Immer wieder Sardinien!
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in Castelsardo
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Seite
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Necropoli
- Nekropolis
Grotta funeraria - Grabgewölbe
Torre - Turm
Grotta - Grotte
Sala - Saal

Die Nekropole "Anghelo Ruiu"
Sarda Interpreti Lingue e Turismo
(Silt)
Via La Marmora, 14 - Alghero
Tel.: +39/079/980040
Web: www.coopsilt.it
Die Kooperative Silt betreibt die Ausgrabungsstätten von Anghelu
Ruiu und des Nuraghen Palmavera.
Beide Anlagen sind im Winter von 9:30 bis 16:00 Uhr und im Sommer
von 9:00 bis 19:00 Uhr geöffnet.
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Wer durch das Sassarese fährt, reist interessant – immer wieder
stößt man bei der Autofahrt durch die Umgebung auf Ausgrabungsstätten
und Zeugnisse früher Kulturen. Allein um Alghero herum, kann
man in einem Umkreis von etwa 10 km den ersten antiken Völkern
Sardiniens auf die Spur kommen. Etwa 9 km nördlich der katalanischen
Stadt an der Korallenküste trifft man beispielsweise an der
Straße Richtung Porto Torres auf die Ruinen der Nekropolis
von „Anghelu Ruiu“. Inmitten weiter Rebflächen schlummern dort
antike Felskammern aus kalkhaltigem Sandstein vor sich hin, die
den Experten nach, in der Ozieri-Zeit (etwa um 3500 – 2700 v.Chr.)
geschaffen wurden. Entdeckt wurde die größte vorgeschichtliche
Begräbnisstätte Sardiniens allerdings erst sehr spät.
Insgesamt 37 Gräber (Domus de Janas), so die Forscher, sind
hier in den Fels gehauen worden. Die jüngsten Erkenntnisse
zeigen eine extrem dichte Bebauung, denn jedes Grab ist noch mal
in 2-11 Zellen aufgeteilt. Die streng geometrische Struktur der
Stätte zeigt ein enges Gewirr an langen Gängen und kreuzförmig
angelegte Kammern. Reste von Säulenbalken, Sockel, Wandpfeilern,
stilisierten Stierhörner und andere architektonische Fundstücke
haben die Forscher hier geborgen. Sie entdeckten Reste blutroter
Malereien und mehrere versiegelte Särge. Die Fundstücke
aus der Nekropolis können heute im Sanna-Museum
in Sassari und im archäologischen
Museum von Cagliari bewundert werden.
Die
Anlage von Palmavera
Wer weiter fährt mit dem Auto, in Richtung Porto Conte auf
der S.S. 127 bis, gelangt zum Palmavera-Nuraghen. Diesem, etwa 11
km westlich von Alghero gelegenen komplexen Nuraghen, sollte man
unbedingt einen Besuch abstatten. Die Anlage, die in mehreren Phasen
erschaffen wurde, zeigt einen Haupt- und Nebenturm, einen Innenhof,
eine Bastion in Form einer Ellipse und außerhalb der Turmmauer
die Ruinen mehrerer Nuraghen-Hütten. Der Hauptturm, sowie einige
der Hütten wurden schon in der mittleren Bronzezeit errichtet
(15. Jh. V. Chr.). Im 9. Jh. V. Chr. entstanden dann der Nebenturm,
der Innenhof und eine große Hütte, während in der
dritten Periode (etwa im 9.-8. Jh. v. Chr.) die elliptische Außenmauer
gebaut wurde. Endgültig verlassen wurde der Palmavera-Nuraghe
dann am Ende des 8. Jh. V. Chr. Bewaffnet mit Pinseln und Skalpell
graben Archäologen heute noch außerhalb der Außenmauer,
denn vermutlich liegen dort noch weitere zahlreiche Hütten-Fundamente.
Experten schätzen an die 150 Hütten. Besonders interessante
Fundstücke aus Bronze und Keramik haben Archäologen in
den sechziger Jahren aus der Palmavera-Anlage geborgen. Auch diese
Exponate können heute im Sanna-Museum
in Sassari und im archäologischen
Museum von Cagliari bestaunt werden.
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