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Strutture megalitiche - Megalithbauten
Disposizione - Anordnung
Allineamento - Ausrichtung
Solstizio - Sonnenwende

Menhire
bei Piscina Rei
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Die ersten Siedlungen im Sarrabus-Gebiet stammen aus der Jungsteinzeit.
Diese Aussage scheinen zumindest die Kultstätten, die verstreut
bei Piscina Rei, Cuili Piras und
Santa Giusta liegen, zu stützen.
Die Megalithbauten von Piscina Rei (etwa 3000 v.
Chr.) stehen kaum 200 m vom gleichnamigen Strand entfernt, südlich
des Lagunensees. Von vorn gesehen bilden einige der nicht sehr großen
Menhire eine halbwegs menschliche Form.

Der Nuraghe S'Omu e S'Orcu bei Santa
Giustina
Um ihre Anordnung hüllt sich eine Wolke des Unwissens, da viele
der langen Steine niedergerissen wurden und den Forschern eine exakte
Untersuchung bei dem relativ schlechten Zustand der Stätte
nicht mehr möglich scheint. Man nimmt jedoch an, dass die Stätte
dem Sternenkult der Ur-Sarden gedient hat.
Nur wenige Kilometer entfernt wurde eine weitere Stätte aus
der gleichen Zeit gefunden. Bei der Anordnung der Megalithen auf
dem Gelände von Cuili Piras sind sich die
Experten hingegen viel sicherer. Hier haben sie die Hypothese aufgestellt,
dass die Ausrichtung der Menhire astronomischen Beobachtungen gedient
hat. Insbesondere der Bestimmung der Sonnenwenden, Mondumläufe
und Äquinoktien, die in den Naturreligionen sehr wichtig waren.
In direkter Nachbarschaft steht übrigens ein kleiner Stein,
der die Form eines Elefanten hat. Die Sage berichtet, dass der Elefant
mit Argusaugen über die Stätte wacht.
Der Nuraghe S’Omu e S’Orcu (wahrscheinlich 1000
v. Chr.) befindet sich hingegen bei Santa Giustina
im Gebiet der Gemeinde Castiadas.
Er soll mit zu den wichtigen Steintürmen der Insel gehören,
da es sich bei S’Omu e S’Orcu um eine komplexe
Nuraghen-Anlage
handelt.
Bei solchen Anlagen wurden der Haupt- bzw. die Haupttürme durch
eine massive ringförmig angelegte Außenmauer und weitere
kleine Türme verstärkt.
Text: Andrea Behrmann
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