Immer wieder Sardinien! Was gibt es Besonderes zu sehen? Wir zeigen
Ihnen zum Beispiel:
>> Der Nuraghe Arrubiu bei Orroli
>> Die Nuraghenfestung "Su Nuraxi"
>> Barumini: Faszination antiker Kulturen
>> Das Museum Sa Corona Arrubia und die Giara di Siddi
>> Interview
mit Goivanni Lilliu

Zur Arterhaltung der "Cavallini" kauft die „XXV Comunità
Montana della Giara“ seit 1996 Wildpferde aus dem Privatbesitz auf
Der Ursprung der Wildpfered ist bis heute geheimnisvoll und ungeklärt.
Es scheint sich nicht um eine autoctone Rasse zu handeln, da keine
Spuren und Fossilien aus der Epoche vor der frühen Bronzezeit
gefunden wurden.
Am Phul von Pauli Majori treffen sich nicht nur die Wildpferde zum
Saufen. Ihr Biotop teilen sich die Pferde mit Schafen, Ziegen Kühen
und zahlreichen Vogelarten.
Im Inland nimmt die touristische Erschließung ab.
Das hat die Natur vor einem allzu großen Touristenandrang bewahrt.
Geführte Ausflüge auf der Giara organisiert die Kooperative
"Sa Jara Manna"
Strada Statale 197 - Km 44,
09021 Barumini (CA)
Tel./Fax: +39/070/9368170
www.sajaramanna.it
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Wie ein großes Rechteck thront das Plateau von Gesturi im
Süden der Insel an der Grenze zwischen den Gebieten Marmilla
und Sarcidano. Von hier aus genießt
man einen großartigen Blick auf die Landschaft, die von sanften
Hügeln, Tälern, Kornfeldern und grünen Wiesen geprägt
ist. Die 43 qkm große Hochebene vulkanischen Ursprungs ist
von Kork- und Steineichen, blühenden Zistrosen und dichter
Macchia bewachsen. Sie beherbergt unzählige botanische Arten,
zahlreiche Vogelarten sowie Wildpferde, Wildkatzen, Marder, Kühe,
Schafe und Schweine. Vor allem Natur- und Wanderfreunde
haben diesen einmaligen Lebensraum für sich entdeckt, denn
die Giara di Gesturi ist ein Natur-Revier für jeden Anspruch.
Der
Charakter und das Temperament der "Cavallini della Giara"
ist eigenwillig, vorsichtig, feurig und ausdauernd
Die "Cavallini della Giara", die Wildpferde der Hochebene,
haben den Ort Gesturi und das Plateau weit über Sardinien hinaus
bekannt gemacht. Schon seit frühesten Zeiten lebten Herden
dieser Rasse auf Sardinien. Sie wurden aller Wahrscheinlichkeit
nach zwischen dem 9. und 8. Jahrhundert v. Chr. von den Phöniziern
eingeführt und auf der ganzen Insel ausgewildert. Erst die
mit den Jahren fortschreitenden Urbarmachung und Inbesitznahme der
Länder hat die Wildpferde auf die Hochebene von Gesturi zurückgedrängt.
Heute leben auf dem Plateau etwa 500 Tiere. Die Pferde der "Giara"
sind die einzig verbliebenen Wildpferdchen auf der ganzen Insel.
Die meist schwarzbraunen „Cavallini“ sind etwa 120 cm groß,
also ca. 30 – 40 cm kleiner als andere Pferderassen. Sie haben wundervolle
große Mandelaugen, eine buschige Mähne und einen schönen
Schweif aus langen Haaren. Ein idealer Aussichtspunkt um die Wildpferdchen
zu beobachten ist der Phul von Pauli Majori - täglich kommen
die Tiere hier zum Wassersaufen.
Vom
Nuraghen Tutturuddu bleibt nicht viel, doch wer ihn erzwingt hat
einen schönen Ausblick auf die Täler von Tuili
Die Pferde leben in kleinen Familienverbänden mit ausgeprägter
Rangordnung und - wie die anderen Wildtiere auch, unter freiem Himmel.
Sie sind sich selbst überlassen und müssen mit der Witterung
sowie dem Nahrungsangebot auf dem Plateau zurechtkommen. Nur im
Hochsommer, zum Beispiel bei extremer Dürre, werden die Tränken
mit Wasser gefüllt.
Seit 1996 vertritt die „XXV Comunità Montana della Giara“
die Interessen der Wildpferde. Ihr oberstes Ziel ist die Arterhaltung
der „Cavallini della Giara“ und die damit verbundenen Aktivitäten,
die den Bestand der Herde fördern und langfristig in ihrer
Existenz sichern.
Sarcidano
und Marmilla - geheimnisvolle Nuraghen auf einer größeren Karte
anzeigen
Die Giara di Gesturi kann per Auto über die Gemeinden Gesturi,
Tuili oder Setzu erreicht werden. Die Zufahrt ist ausgeschildert.
Letztes Update: 05. März 2010
Text und Fotos: Andrea Behrmann
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