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Wer von Cagliari nach Norden reisst, muss die Staatsstraasse 131
nutzen; nach ungefähr sechzig Kilometern erreicht man Villanovaforru.
Fährt man von der Staatsstrase ab, windet sich der Weg durch
flaches bestelltes Land und kornbewachsene Felder; eine Landschaft
von besonderm Reiz.

Die Seilbahn zur "Giara di Siddi", der
Hochebene bei Villanovaforru
Die Farben inmitten dieser sardischen Idylle sind die des Monats
Juni, sie machen den Blick auf endlose, auf die Regenknappheit zurückzuführende
Gelbnuancen frei. Fährt man weiter, trifft man auf einige Hügel
und zwischendrin vereinzelt auf kleine Weinberge. Setzt man die
Fahrt fort breitet sich das Land kilometerweit menschenleer vor
einem aus, nicht ein Haus unterbricht die Einöde. Doch gerade
diese Einsamkeit macht den Reiz der Landschaft aus, in der der Wind
die Sinne betört und einen in den Tag entführt. Einige
Kilometer weiter liegt Villanovaforru, ein kleines Dorf mit schmucken
Häuschen, von denen einige noch aus Granitstein sind. Die alte
Kirche mit einem offenen Bogengang, gibt den Blick auf einen gepflegten
Garten frei, in dem eine wunderschöne Palme ihre Wurzeln in
den Boden gräbt. Man könnte meinen, sie stehe hier für
alle diejenigen, die einen Blick für das Schöne haben.
Eine enge Strasse bahnt sich ihren Weg über den Hügel,
an dem, wie man glauben könnte, das Dorf emporgerankt ist,
und endet brüsk an einem Abhang. Danach nichts als sanfte Hügel
und Kornfelder die darauf warten abgeerntet zu werden und über
die der Wind streicht.
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