Immer wieder
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Zona umida - Feuchtgebiet
Stagno - Weiher
Fertile - Fruchtbar
Palude - Sumpf
Bonifica - Urbarmachung
Diga - Deich
Villaggio - deutsch
Municipio - Rathaus
Chiesa - Kirche

Virginio
Porcu schwelgt in Erinnerungen

Detail eines Daches
Info
Pro Loco Oristano
Tel.: ++39/0783/71973
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Ferien in Arborea, und man glaubt, in der norditalienischen Padania
zu sein, jenem gepflegten und fruchtbaren Gebiet Italiens, das der
Politiker Umberto Bossi zu seinem Streitross gemacht hat. Ein Blick
aus dem Autofenster über die Häuserfassaden oder auf die
sauberen Straßen und schon hat man ein neues, ein ungewöhnliches
Sardinien entdeckt. Entwässerungskanäle ziehen sich durch
die Landschaft, gesäumt von Pappelreihen. Fast siebzig Jahre
ist das Dorf heute alt. Früher war die Landschaft nur von einem
weiten Sumpfgebiet geprägt.

Die
Piazza Maria Ausiliatrice in Arborea 1919 begannen die
Sarden mit der Trockenlegung und Nutzung des Gebietes. Virginio
Porcu kann sich nicht mehr genau daran erinnern, doch es muss 1923
oder 1925 gewesen sein. Sein Vater wurde damals, zusammen mit anderen
3000 Männern, von der staatlichen "Società di Bonifica"
angeheuert, um auf Wunsch Mussolinis den Prozess der Entwässerung
und Kultivierung zu beschleunigen. Es war ein Segen für den
Bauern aus Mogoro. Zehn lange Jahre schuftete er hier. Man arbeitete
mit Pickel und Schaufel, ohne große Hilfsmittel. Nach den
ersten Silos entstanden bald auch Häuser und Villen für
die Verwaltungsangestellten, später dann auch Wohnungen für
die Arbeiter. "Mussolinia" hieß die aus dem Nichts
gestampfte Stadt damals. Sie ist mit ihren dem Bauhaus nachempfundenen
Gebäuden und den streng symmetrisch angelegten Strassen völlig
unsardisch. Straßennamen gab es übrigens damals auch
nicht, sie wurden einfach nur durchnumeriert - von 0 bis 30.

Kleiner Plausch mit Virginio, Costantino und Aldo Im
Gemeindehaus, in der Via Omodeo, kann eine Sammlung interessanter
archäologischer Funde besichtigt werden, die allesamt während
der Bauarbeiten zur Trockenlegung gefunden wurden. Auch ein Blick
in die ehemalige "Casa del fascio", neben dem Gemeindehaus,
lohnt sich. Außerdem, sollte man sich die typischen Spezialitäten
Arboreas nicht entgehen lassen: Vor allem die vielen verschiedenen
Käsesorten und die zuckersüßen Wassermelonen.
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