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Unser Tipp:
Immer wieder Sardinien? Was gibt es Besonderes zu sehen. Wir zeigen Ihnen zum Beispiel:
>> Arbatax und seine roten Felsen
>> Arba at Ashar
>> Die Lagune von Tortolí
>> Jerzu, Gairo, Serbissi, Su Marmuri
>> Torre Spagnola von Barisardo
>> Baunei, Il Golgo, Perda Longa
>> Santa Maria Navarrese
>> Die schönsten Badeziele
>> Per Boot im Golf von Orosei
>> Der Strand von Cea
>> Wanderung zur Cala Goloritzé
>> Wanderung zur Cala Sisine
>> Wanderung Gorroppu-Schlucht
>> Freeclimbing in Jerzu
>> Gleitschirmfliegen in Baunei




Foto Karibikblaue Wasserfarben an der Cala dei Gabbiani
In den Kalkfelsen der Cala dei Gabbiani nisten Möwen und Falken





Landungstreppe läft die Helios V seine Gäste an der Cala dei Gabbiani
Per Landungstreppe läft die Helios V seine Gäste an der Cala dei Gabbiani ab





Foto Die Grotta del Fico Sardinien Golf von Orosei Beeindruckende Tropfsteine in der Grotta del Fico

Unterkünfte in der Ogliastra:
Hotels in Arbatax, Tortolì und Santa Maria Navarrese
Ferienhäuser in Arbatax, Tortolì, Santa Maria Navarrese und Girasole
Bed & Breakfast in Tortolì

Unser Tipp für Arbatax:

4-Sterne-Apartmenthotel Borgo degli Ulivi






Sardinien Die steile Kalksteinküste am Golfo di Orosei
Bizarre Felsbogen im Golfo di Orosei


Wie heißt das auf Italienisch?
Spiaggia - Strand
Sabbia -Sand
Costa ripida - Steilküste
Cala - Bucht
Roccia -Fels
Scoglio - Klippe
Valle -Tal
Porto - Hafen

Cala Goloritzé im Abendlicht Foto
Die Felsbrücke von Cala Goloritzé im Abendlicht


Info:
Ausflugsboote für Touren in den Golf von Orosei starten ab Arbatax, Santa Maria Navarrese und Cala Gonone. Am besten informiert man sich am Vorabend direkt am Hafen und bucht den Tagesausflug vor Ort. Viele Bootsausflüge kann man auch direkt im Hotel buchen und dort bezahlen.


Cala Goloritzé im Abendlicht Foto
Ein paar Fjorde und Buchten steuern wir erst auf der Rückfahrt an.


Süßwasserquellen bilden große Blubberblasen Foto Süßwasserquellen bilden große Blubberblasen


Traumstrände, einsame Buchten und geheimnisvolle Grotten: Ein Tagesausflug per Boot im Golf von Orosei - Fortsetzung

Nach einer einstündigen Badepause und einem Sprung ins eiskalte Nass bringt uns Sergio in die nächste Badebucht: Die breite Cala dei Gabbiani, die so heißt, weil in den porösen Kalksteinwänden endlos viele Möwen nisten, deren Schreie mit dem sanften Plätschern der Wellen in den Felsnischen widerhallen. Kein Mensch weit und breit, nur ein paar Möwen und die Helois V, die geduldig vor der Küste auf uns wartet.
Sergio bereitet in der Zwischenzeit in der Bordkombüse das Mittagessen vor. Auf dem Boot und vor dieser Kulisse aus weißen Kalksteinfelsen und karibikblauem Meer kann es natürlich nichts anderes geben als Fisch und Meeresfrüchte (wer dem Kapitän am Vortag schon Bescheid gibt, für den gibt’s natürlich auch ein vegetarisches Menu oder ein Fleischgericht), dazu ein frischer Rosé oder Weißwein und Popmusik aus Sergios CD-Player. Nach der Mittagspause sucht Sergio die nächste Badebucht aus: Manchmal ist es die Cala Mariolu oder der etwas weiter nördlich gelegene Strand von Biriola, Sergios Lieblingsbucht an dem endlos scheinenden Küstenstreifen, an dem sich eine Bucht an die andere reiht.


Karibikblaue Wasserfarben an der Cala dei Gabbiani Foto
Karibikblaue Wasserfarben an der Cala dei Gabbiani


Doch bald schon heißt es Abschied nehmen von den Traumstränden und unvergleichlichen Buchten des Golfs von Orosei. Wenn am Nachmittag die Berge des Supramonte langsam ihre Schatten auf dieses paradiesische Fleckchen Erde werfen, hat Sergio noch ein letztes Highlight auf Lager: Entweder mit dem Tenderboot in die Grotta Turchese, oder wenn Wind, Wellen und Besucherströme es zulassen, ein Besuch in der berühmten Grotta del Fico.


Die Grotta del Fico Sardinien Golf von Orosei Foto
Die Grotta del Fico ist nur auf den ersten paar hundert Metern zugänglich und birgt noch viele Geheimnisse

Der Eingang der Feigenbaum-Grotte liegt ganz unscheinbar in einer steil zum Meer abfallenden Felswand Über einen Landungssteg und die dazugehörigen steilen Holztreppen lässt die Helios V ihre Gäste an Land. Außer per Boot ist die Grotte nur noch über eine mehrstündige Wanderung zu erreichen. Die Grotte liegt etwa 10 Meter über dem Meer und war früher von einem Feigenbaum versteckt, daher der Name. Den Feigenbaum hat sich vor ein paar Jahren das Meer während eines schweren Wintersturms geholt, und auch ein anderer Bewohner der Grotte hat die Höhle Richtung Meer verlassen: Die seltene Mönchsrobbe. Als die Grotta del Fico 1957 erkundet wurde, lebten die vom Aussterben bedrohte Meeressäuger hier noch weitgehend ungestört, denn die Höhle hat einen unterirdischen Ausgang zur See. Stalagmiten, Stalaktiten, ganze Orgeltürme aus Tropfsteinen erwarten den Besucher in den zahllosen Säälen unter Tage. Führer Claudio erklärt uns geduldig jede einzelne Höhle, Audioguides auf Englisch, Deutsch oder Französisch erklären auch den ausländischen Besuchern jedes Detail. Doch den größten Teil der Grotte kann man nur im Rahmen einer Höhlenforschungsexkursion erforschen.


Die steile Kalksteinküste am Golfo di Orosei Sardinien
Die steile Kalksteinküste am Golfo di Orosei


Nach dem halbstündigen Besuch in der kühlen Grotte geht die Reise entlang der sardischen Ostküste auch langsam zu Ende. Gegen Abend zieht an der Küste oft eine leichte Brise auf. Doch Sergio will uns noch ein letztes Highlight zeigen: Süßwasserquellen, die sich unterirdisch ins Meer ergießen. Das Quellwasser schießt mit enormer Kraft aus den Bergen, und das leichtere Süßwasser steigt nach oben, so dass es im Meerwasser eine zwei Meter breite Blubberblase bildet.
Mit den letzten Sonnenstrahlen und zu Musik von Eros Ramazotti und Gianna Nannini geht es mit Vollgas zurück Richtung Arbatax. Noch ist Zeit für ein wenig Sonnenbaden auf Deck und ein wilder Duft aus Meer und Macchiakräutern weht uns um die Nase.

Die Supramonte-Berge im Abendlicht Foto
Die Supramonte-Berge im Abendlicht

Doch schon bald taucht das Abendrot die gewaltigen Berge des Supramonte in leuchtende Orangetöne, bevor die Sonne hinter den Bergen verschwindet. Ein paar kreischende Möwen begleiten uns, als wir an der Isola dell’Oglistra vorbei in Richtung Arbatax steuern. Auf offener See legt unser Kapitän noch einen Zahn zu: Nach zehn Stunden auf See, an der Steilküste entlang, mit Badepausen an den schönsten Stränden Sardiniens und nach der Entdeckungsreise in Fjorden, Grotten und Höhlen sind wir alle ein wenig müde, aber glücklich über dieses einmalige Erlebnis. Nur Sergio ist morgen wieder unterwegs: Vielleicht mit Delfinen, mit Sicherheit aber vorbei an Bruno il Maniaco, mit Vollgas um das Capo Monte Santo und beim Kochen in der Kombüse, während seine Gäste in der Sonne schmoren.

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