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Unser Tipp:
Immer wieder Sardinien? Was gibt es Besonderes zu sehen. Wir zeigen Ihnen zum Beispiel:
>> Arbatax und seine roten Felsen
>> Arba at Ashar
>> Tortolí: Fischtourismus in der Lagune
>> Jerzu, Gairo, Serbissi und Su Marmuri
>> Die "Torre Spagnola" von Barisardo
>> Baunei, Il Golgo, Perda Longa
>> Die schönsten Badeziele
>> Der Strand von Cea
>> Wanderung zur Cala Goloritzé
>> Wanderung zur Cala Sisine
>> Freeclimbing in Jerzu
>> Gleitschirmfliegen in Baunei


Hotels
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Ferienhäuser
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Bucht von Tortoli mit Isola di Ogliastra
Bucht von Tortoli mit Isola di Ogliastra


Wie heißt das auf Italienisch?
Spiaggia - Strand
Sabbia -Sand
Costa ripida - Steilküste
Cala - Bucht
Roccia -Fels
Scoglio - Klippe
Valle -Tal
Porto - Hafen
Piattaforma di trivellazione - Bohrplattform


Turm des grünen Leuchtfeuers mit Murales
Turm des grünen Leuchtfeuers mit Murales

Wichtige Adressen:
Pro Loco di Arbatax
Via lungomare, 08041 Arbatax.
Telefon 0039 782 676 904


Fahrpläne, Fahrkarten und weitere Informationen zu Nostalgiefahrten mit dem Trenino Verde unter www.treninoverde.com.

Tirrenia Faehre verleasst den Hafen
Tirrenia Fähre verlässt den Hafen


Die Fähren entsorgen auch den Wertstoffabfall der Insel
Die Fähren entsorgen auch den Wertstoffabfall der Insel

"Arba at Ashar" - Teil 2

Arbatax ist mit seinen etwa 500 Einwohnern zwar nicht der größte, wohl aber der bedeutendste Ort an der Küste der Ogliastra, die zu den wirtschaftlich am wenigsten entwickelten Regionen Sardiniens gehört. Es gibt kaum Industrie, so sind neben dem gerade erwachenden Tourismus Ackerbau und Viehzucht die Haupteinnahmequelle. Als der italienische Staat in den sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts dem unterentwickelten Sardinien wegen der mangelhaften Infrastruktur auf die Beine zu helfen versuchte, wurde die Region Tortolì-Arbatax zum Zentrum der industriellen Förderung. Das endete nicht immer glücklich. Zum Einen profitierte nicht Sardinien von den Investitionen, weil die Gewinne an die verantwortlichen Festlandfirmen zurückflossen; zum Anderen erwiesen sich die Neugründungen oft als Fehlkalkulation, wie die an zwei hohen Schornsteinen erkennbare Papier- und Sperrholzfabrik in unmittelbarer Nähe des Hafens von Arbatax. Es hatte sich als unrentabel erwiesen, das benötigte Holz vom Festland erst einführen zu müssen. So ist der ehemals größte Arbeitgeber der Region seit einigen Jahren geschlossen.

Im Bau befindliche Bohrplattform und 120 Meter hoher Turmkran. Links ein Kran als Gast zur Reparatur
Im Bau befindliche Bohrplattform und 120 Meter hoher Turmkran. Links ein Kran als Gast zur Reparatur

Seit Anfang der neunziger Jahre besetzt die Firma Intermare Sarda einen Teil des Hafens. Hier werden für weltweite Auftraggeber riesige Offshore-Stahlkonstruktionen für die Öl- und Gasindustrie gefertigt. Seit 1991 sind 27 verschiedene Bohrinseln in Größen zwischen 300 und 25.000 Tonnen gebaut worden. Für die Verschiffung der größten Plattform ins nahe Lybien musste 2005 sogar ein Teil des Yachthafens demontiert werden. Die teils horizontal, teils vertikal gefertigten Konstruktionen und vor allem der knapp 120 Meter hohe gelbe 1000-Tonnen-Turmkran sind bis weit in die Ferne zu sehen. Die gewaltigen Stahlkolosse bilden beeindruckende Landmarken - sowohl von See, als auch von den umliegenden Bergen aus. Derzeit ist ein zweiter Riesenkran "zu Gast" zur Reparatur. Aufrecht stehend ist er mit majestätischer Langsamkeit vom Festland herüber in den Hafen geschleppt worden, wie ein aufgeklappter Zollstock, den man zum Versand zusammenzuklappen vergaß. Der Riese war einfach auf einem eisernen Ponton festgeschweißt. Es hat drei Tage gedauert, ihn an Land zu bringen - aufrecht natürlich.

Arbatax gehört nicht nur verwaltungstechnisch zur drei Kilometer entfernten quirligen Kleinstadt Tortolì, es stellt auch deren Hafen. Zahlreiche kleine Fischerboote beherbergt der ihnen vorbehaltene Teil des Hafens, während einige große Heckfänger an der Außenmole im Westen viel Platz vorfinden.

Fischerhafen von Arbatax
Fischerhafen von Arbatax

Vom einst noch intensiver als Handelshafen genutzten Standort mit weit umfangreicheren Schiffsverbindungen zeugt die schöne Tradition, dass sich jedes Schiff mit einem "Gemälde" an der Hafenmauer zu verewigen hatte. Noch immer sind etliche mehr oder weniger naive Bilder zu bewundern, was auch ein Teil der Sardischen Tradition der hier Murales genannten Wandbilder ausmacht.
Außerdem ist der Hafen Anlegestelle für Fährschiffe der Reederei Tirrenia, die das italienische Festland mit der Insel verbinden. Sechs mal in der Woche stoppen die Fähren aus Cagliari oder Olbia auf ihrer Fahrt von und nach Civitavecchia und Genua in dem kleinen Hafenort. Sie versorgen die Insel nicht nur mit Waren und entsorgen beispielsweise den Schrott der Insel - in der Saison landen ganze Trauben von Urlaubern in Arbatax, um sich von hier aus auf der ganzen Insel zu verteilen.



   
 

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