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Unser Tipp:
Immer wieder Sardinien! Was gibt es hier Besonderes zu sehen? Wir zeigen Ihnen zum Beispiel:
>> Bosa: Piazza, Malvasia und Panorama
>> Sas Conzas - Gerberhandwerk in Bosa
>> Mini-Kreuzfahrt auf dem Temo
>> Planargia: Korbmacherkunst in Flussio
>> Planargia: Tinnura und Nuraghen
>> Die letzte Gänsegeier-Kolonie Italiens
>> Cuglieri am Monte Ferru
>> Felsbogen S'Archittu
>> Santu Lussurgiu und Siete Fuentes
>> Nightlife im Nordwesten




Immer an der Küste entlang ...


   
Hotel
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Wie heisst das auf Italienisch?
Spiaggia -Strand
Capo - Kap
Parete rocciosa - Felswand
Grifone - Gänsegeier
Apertura alare - Spannweite der Flügel
Piume - Federn
Becco - Schnabel
Niidificare - Brüten


Das Marargiu-Kap

Wichtige Adressen:
Geführte Ausflüge & Birdwatching
Sardigna Areste
E-Mail: sardignaareste@virgilio.it

Callis di A. Cossu
E-Mail: anto.cossu@tiscalinet.it






 
Entulzus di Bosa - die letzte italienische Kolonie von Gänsegeiern


Von Bosa aus führt eine Straße den Fluss entlang nach Bosa Marina. Dort geht es zu den beiden Hausstränden der am Temo erbauten Stadt und zum kleinen Hafen von Bosa Marina. Ein wunderschöner Küstenabschnitt schließt sich nördlich an den Badeort an.
Unter Tauchern ist dieser Spot längst kein Geheimtipp mehr, denn die Küste bis zum Marargiu Kap ist ein beliebtes und attraktives Diving-Revier. Wer sich in diesem Küstenabschnitt in die Fluten stürzt kann nicht nur die kleineren und größeren Mittelmeerbewohnern hautnah erleben, zwischen Trachyt- und Tuffsteinklippen gibt es auch Grotten und Höhlen zu entdecken. Zum Sonnenbaden dürfte dieser vorwiegend felsige Küstenabschnitt hingegen eher weniger geeignet sein. Eine schöne doch leider winzige feinsandige Badebucht liegt noch vor dem Sarazenenturm „Torre Argentina“. Die Bucht nennt sich „Compulditto“ und ist über die kurvenreiche doch atemberaubende Panoramastrecke SP 105, die Bosa mit der katalanischen Exklave Alghero verbindet, zu erreichen.

Im Hintergrund die Cala Compulditto


Doch der eigentliche Hit am „Capo Marargiu“ sind die Gänsegeier. Die „Entulzus“ (Gänsegeier auf sardisch) bewohnen direkt hinter dem Kap die offenen Steilwände.
Die kleine Kolonie geselliger Felsenbrüter, nistet hier unter idealen Bedingungen direkt über dem Wasser. Etwa hundert freifliegende Geier leben und segeln in großen Höhen am „Capo“ und im Gebiet um Bosa. Sie wiegen zwischen 6,5 und 12 Kg und sind ungefähr 100 bis 115 cm lang. Die Spannweite ihrer Flügel kann bis zu 285 cm (also größer als ein Adler) betragen. Kopf und Hals sind mit blass bräunlichen Daunen befiedert. Eine gelblich weiße, flaumige Halskrause schmückt die Kehle zusätzlich. Die Geier, die fast 40 Jahre alt werden, ernähren sich vorwiegend von dem Aas und den Eingeweiden der Tierkadaver. Naturfreunde und Vogelschützer aus Bosa kämpfen in den letzten Jahren verstärkt gegen das Verschwinden der „Grifoni Bosani“ aus vielen ihrer früheren Brutgebiete. Der Gänsegeier, erklärt man uns, ist zwar als Art nicht bedroht. Doch infolge der modernen Landwirtschaft (verbesserte Weide- bzw. zunehmende Stallwirtschaft) haben die Wildvögel zunehmend Schwierigkeiten genügend Nahrung zu finden.

Text: Andrea Behrmann, Fotos: MMV Consulting
Letztes Update: 18.09.2004


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