Immer wieder Sardinien!
Was gibt es hier Besonderes zu sehen? Wir zeigen Ihnen zum Beispiel:
Steil und gewunden sind die Gassen
von Santu Lussurgiu

Die Pfarrkirche San Pietro Apostolo
in der Altstadt von Santu Lussurgiu

Viele Straßen sind Sackgassen
- deshalb das Auto am besten an der Hauptstraße parken

Die wunderschöne Kirche Santa
Maria degli Angeli
Paese - Dorf
Casa - Haus
Vicolo - Gasse
Cortile interno - Innenhof
Cavallo - Pferd
Fantino - Jockei
Frustino - Reitpeitsche
Sella - Sattel
Alljährlich
am Tulpensonntag, Rosenmontag und Fastnachtsdienstag wird in Santu
Lussurgiu das Reiterfest Sa Carrela
'e Nanti ausgetragen
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Es gibt nur wenige charmante Orte auf Sardinien, dessen Schönheit
so verzaubert wie Santu Lussurgiu. Das finden auch die Lussurgesi,
die vom halbkreisförmig angelegten Ort an der Ostflanke des
Monte Ferru wie in einem
Amphitheater auf dichte Steineichen- und Kastanienwälder schauen.
Der Ort wurde nämlich in einem ehemaligen Vulkankrater errichtet.
Die Altstadt aus turmförmigen Häusern, steilen und engen
gepflasterten Straßen erinnert an die Vergangenheit, als adelige
und reiche Familien aus der Umgebung hier Sommerfrische machten.
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Wie
in einem Amphittheater liegt Santu Lussurgiu in einem erloschenen
Vulkankrater
Und damals wie heute lieben die Lussurgesi ihre Pferde. Die meist
braunen oder schwarzbraunen Anglo-Araber aus sardischer
Zucht haben schon so manches mal für Aufsehen gesorgt:
In Sportprüfungen und auf regionalen sowie nationalen Zuchtschauen.
Ihren orientalischen Einschlag bekamen die etwa 156 - 165 cm großen
Pferde wahrscheinlich schon unter der Sarazenenherrschaft, als die
bodenständigen Rassen mit orientalischen Tieren gekreuzt wurden.
Doch erst Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die Rasse durch die
Zufuhr arabischer Hengste wieder aufgebaut und weiter veredelt.
Die soliden Tiere mit hervorragenden Springverhalten wurden noch
bis vor wenigen Jahren als Zugtier und Fortbewegungsmittel genutzt.
Heute lebt das 2600 Einwohner zählende Bauern- und Hirtendorf
vor allem vom alten Handwerk rund um Pferd und Jockei:
Neben Sattel-Zubehör, Pferdehalfter, Reitgerten, Reitzügel
werden auch Gamaschen, Beinschutz, Reitstiefel und Bekleidung hergestellt.
Santu Lussurgio ist aber auch für ein anderes Kunsthandwerk
berühmt: Die handgeschmiedeten Kunstmesser
mit Klingen aus Edelstahl und Griff aus Schafbockhorn - das wichtigste
Werkzeug der Sarden. Die „Resolzas“ findet man in Santu Lussurgiu
in einer einzigartigen Auswahl.
Marghine-Planargia:
Eine Runde Entspannung auf einer größeren Karte anzeigen
Jedes Jahr wenn der Fasching sich ankündigt, belebt zudem ein
besonderes Pferderennen dieses Dorf in der Provinz von Oristano:
Corse a pariglia in Sa
Carrela 'e nanti. Heerscharen von Sarden und Urlaubern
zieht es dann hierher.
Da schwingen sich waghalsige, in bunte traditionelle Kostüme
gehüllte Reiter auf den Sattel und preschen mit einem Affenzahn
durch eine enge Gasse - die zentrale Via Roma - dem Ziel entgegen.
Neben dem Rennen zeigen die tapferen Reiter auch kleine Kunststücke
auf dem Rücken ihrer Pferde.
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Auf dem Weg von Santu Lussurgiu Richtung Süden
nach Bonarcado liegt ein kleiner unauffälliger Parkplatz,
von dem ein steiler, aber gesicherter Pfad zu dem kleinen
Wasserfall "Sos Molinos" zu deutsch "die Mühlen"
führt. Eingerahmt vom satten Grün der Korkeichen
und Schlingpflanzen stürzt sich ein kleiner Bach aus
dem Monte Ferru sechs Meter tief in ein seichtes Becken.
Sos Molinos liegt bereits im Gemeindegebiet von Bonarcado,
aber nur 2 Kilometer vom Ortsrand von Santu Lussurgiu entfernt.
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Auf dem Weg Richtung Cuglieri
liegt der kleine Kurort San Leonardo di Siete Fuentes. Der
Ort ist auf der ganzen Insel für sein Mineralwasser bekannt,
dass hier aus sieben Quellen entspringt (daher der Name Siete
Fuentes). Sarden aus der ganzen Gegend kommen hierher, um
das besonders schwermetallarme Wasser abzufüllen. Die
Quellen bilden einen kleinen Bach, der am Rande der Hauptstraße
zu einem kleinen Teich aufgestaut wird. Hier steht auch ein
ehemaliges Konvent und Hospital, das von den Pisanern im 13.
Jahrhundert dem Johanniterorden übertragen wurden. In
der romanisch-pisanischen Kirche, die davon noch übrig
geblieben ist, sind deshalb noch heute zahlreiche Abzeichen
der Malteser zu sehen.
Am ersten Sonntag im Juni wird in San Leonardo alljährlich
die bedeutendste Pferde-Schau der Insel abgehalten.
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Text: Andrea
Behrmann und Timo Gerd Lutz, Fotos: Paolo Succu (5) und Michael
Müller (3)
Letztes Update: 18. Februar 2010
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