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Unser Tipp:

Immer wieder Sardinien! Was gibt es hier Besonderes zu sehen? Wir zeigen Ihnen zum Beispiel:
>> Bosa: Piazza, Malvasia und Panorama
>> Sas Conzas - Gerberhandwerk in Bosa
>> Mini-Kreuzfahrt auf dem Temo
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>> Planargia: Tinnura und Nuraghen
>> Die Gänsegeier-Kolonie Italiens
>> Die einsame Landspitze Punta Foghe
>> Cuglieri, Montiferru und S.Caterina di Pittinuri
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Punta Foghe, Torre Foghe, Riu Mannu an der Westküste von Sardinien  Foto: Paolo Succu
Glasklar ist das Badewasser am kleinen, kieseligen Strand in der Cala di Punta Foghe. Zum Schutz vor Steinen sind Badeschuhe bzw. Aquaschuhe zu empfehlen



Torre Foghe an der Westküste von Sardinien  Foto: Paolo Succu
Die Torre Foghe hielt Sichtkontakt zu den Türmen Torre di Capo D'Ischia und Torre di Capo Nieddu



Unterkünfte im Marghine Planargia:
Agriturismo in Sennariolo
Hotels und Unterkünfte in Tresnuraghes
Hotel in Santulussurgiu

Unser Tipp:

Hotel La Baja in S. Caterina di Pittinuri



Wie heißt das auf Italienisch?

Scogliera - Riff
Falesie - Klippen
Torre - Turm
Punta - Lanfspitze
Cartiera - Papierfabrik
Rio - Fluss
Cala- Bucht





Panorama an der Punta Foghe auf die Westküste von Sardinien Foto: Paolo Succu
Die grandiose Felsenkulisse mit traumhaften Ausblicken auf das Meer an der Punta Foghe

 

Sennariolo Ausgangspunkt zur Punta Foghe an der Westküste von Sardinien Foto: Paolo Succu
Vom Dorfzentrum in Sennariolo folgt man der Ausschilderung zu den Wallfahrtskirchen Santa Vittoria und San Marco














 
Aus Liebe zur Einsamkeit: Punta Foghe - wo Mar di Sardegna und Riu Mannu sich vereinen

Alles an der einsamen Punta Foghe, im Western von Sardinien, dreht sich um Licht, Luft und Landschaft. Ein Stück Wildnis in Sardinien, wo selbst Kameralaien außergewöhnliche Bilder gelingen.

Das vorspringende Felskap ähnelt in gewisser Hinsicht einem Canyon. Beharrlich hat sich der große Riu Mannu hier von jeher in das Plateau hineingegraben. In den dadurch entstandenen grünen Einschneidungen kann man stundenlang auf Entdeckungstour gehen.

Punta Foghe, Torre Foghe, Riu Mannu an der Westküste von Sardinien  Foto: Paolo Succu
Die Umarmung von Fluss und Meer an der einsamen Landspitze Punta Foghe


Am Ende des Riffs thront ein verwitterter Aragonierturm, ein Souvenir aus der Zeit der spanischen Besatzung. Von hier aus hat man den besten Fernblick auf die großartige Felsküste des Marghine Planargia. Das wird auch der Grund gewesen sein, weshalb es die Aragonier an dieses einsame Fleckchen verschlagen hat: Bei guter Sicht konnte man vom Turm aus fast 30 Kilometer weit gucken und Sichtkontakt zur Torre di Capo D'Ischia und Torre di Capo Nieddu halten.
Vom Wehrturm führen zwei schmale Pfade durch das duftende Macchia-Gebüsch hinab in die Mündungsbucht, wo Mar di Sardegna und Riu Mannu sich vereinigen. Hier liegen ein kleiner, einsamer, kieseliger Strand sowie ein paar natürliche Höhlen und Felsvorsprünge.


Der Aragonierturm Torre Foghe an der Punta Foghe an der Westküste von Sardinien  Foto: Paolo Succu Wahrzeichen der Landspitze ist der verwitterte Sarazenenturm Torre di Foghe aus dem 16. Jahrhundert

Das azurblaue Meer glitzert munter im hellen Sonnenlicht und verschwimmt westwärts im Horizont. Die unendliche Ruhe wird nur durch das rhythmische Plätschern der Wellen unterbrochen. Viele Taucher kommen hierher, denn die Einsamkeit, die exzellenten Sichtverhältnisse unter Wasser, die unberührte Natur und ein ansehnlicher Fischreichtum machen die Bucht zum echten Tauch- und Schnorchel-Paradies.


Ruinen der alten Papierfabrik an der Punta Foghe an der Westküste von Sardinien Foto: Paolo Succu
Der alte Bau war ursprünglich drei Stockwerke hoch: Im Erdgeschoss befanden sich die Maschinen zur Herstellung der Papierbögen, in den oberen Stockwerken die Trockenräume

Zwischen 1799 und 1814 hatte der große Riu Mannu auch das italienische Königshaus Savoyen in die Einöde gelockt. Die Antriebskraft des Flusswasser sollte die Mühlsteine einer Papierfabrik im grünen Tal der Riu Mannu und Riu Marafè drehen. 1809 erhielt der junge Marquis Vittorio Pilo Boyl den Auftrag die „fabbrica de su paberi“ zu errichten. Doch schon bei der ersten Papierprüfung wurde klar, dass die zu Probezwecken hergestellten Bögen zu dunkel waren und nicht den Kundenwünschen bzw. Marktanforderungen entsprachen. Das Projekt wurde abgebrochen und das Königshaus verließ das Gebiet. Geblieben sind die Überreste der alten Papiermacherei, die eigentlich fast doppelt so groß werden sollte.


Marghine-Planargia: Eine Runde Entspannung auf einer größeren Karte anzeigen


Anfahrt von Sennariolo ca 20 Minuten
Um zur Ruine der alten Papierfabrik und zur Punta Foghe zu gelangen, folgt man zunächst der Ausschilderung zum Restaurant „Rosa die Venti“ und der Feldkirche Santa Vittoria, danach dem Hinweisschild zur Wallfahrtskirche San Marco. Beide Kirchen lässt man links liegen und fährt auf der schmalen Stichstraße geradeaus bis zur Torre Foghe. Die Landspitze und die „fabbrica de su paberi“ sind auch von Tresnuraghes über eine schmale Stichstraße die zur Wallfahrtskirche San Marco führt, zu erreichen.

In der Nähe der Torre Foghe liegt ein Ultraleicht-Flugplatz.


Text: Andrea Behrmann, Fotos: Paolo Succu
Letztes Update: 11. August 2009

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