Immer wieder Sardinien!
Was gibt es hier Besonderes zu sehen? Wir zeigen Ihnen zum Beispiel:
Die Stadt Bosa
liegt verborgen im Nordwesten der Insel an dem langen Fluss Temo
Valle - Tal
Fiume - Fluss
Castello - Schloss
Conceria - Gerberei
Vino - Wein
Chiesa - Kirche
Cattedrale - Kathedrale
Ponte - Brücke
Municipio - Rathaus
Rezession, Gesetze
zum Schutz der Umwelt und eine wachsende Konkurrenz durch industrialisierte
Gerbprozesse verkleinerten nach und nach die Anzahl der Gerbereien
in Bosa
Casa
Museo Industria Conciaria
Via
delle Conce 13, Bosa
Telefono: +39/3294144921
Öffnungzeiten:
Zur Saison täglich von 11.00 bis 13.00 Uhr und von 18.00 bis
23.00 Uhr
Außerhalb der Saison täglich von 17.00 bis 23.00 Uhr
An einigen Gerberhäusern
hat die Sanierung begonnen
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Direkt am linken Flussufer des Temo,
kurz vor der alten Brücke, liegen die verlassenen Gebäude
der alten Gerbereien "Sas Conzas": ein einzigartiges Beispiel
sardischer Industriearchitektur. Die erste urkundliche Erwähnung
der Gerbereien stammt aus dem 17. Jahrhundert. Doch seinen Höhepunkt
erlebte das Gerberhandwerk in Bosa im 19.
Jahrhundert, als hier bis zu 28 Betriebe ihr Auskommen fanden. Da
der Wasserbedarf beim Gerben sehr groß und die Wasserverschmutzung
erheblich war, baute man im kleinen Städtchen am Temo-Fluss
eine Lederproduktion von größerem Ausmaße auf.
Bis
Anfang des 20. Jahrhunderts waren in diesen Häusern vollwertige
Gerbereien in Betrieb
Der zweigeschossige Gebäudekomplex am palmengesäumten
„Lungotemo“ bestach früher durch seine Fassade aus rotem Trachyt.
Heute erinnern nur bröckelnde Gemäuer und einige wenige
renovierte Häuser an das früher so blühende Geschäft
mit der Lederproduktion.
Im Erdgeschoss der Gerbereien befanden sich neben Brunnen die großen
Bottiche zum Waschen und Einweichen der Häute sowie die Abwelk-
und Stempelpressen zur Reduktion des Wassergehaltes. Im Obergeschoss
waren hingegen die Büroräume untergebracht. Hier standen
auch die Maschinen für die Feinarbeiten wie das Schleifen,
Stoffeln und Fetten des Leders.

Eine wesentliche Voraussetzung für die Herstellung von Leder
ist Wasser. So war der Standort in Bosa am langen Temo Fluss ideal
Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die wirtschaftliche Situation
für die Lederfabriken am Temo immer schwieriger. Im Jahr 1960
schloss auch die letzte Gerberei in Bosa ihre Tore. Mit ihr endete
das wohl bedeutenste Handwerk in Bosa.
Am 17. Oktober 1989 erklärte das Italienische Ministerium für
Kulturgüter und Umwelt die Gerbereien zum nationalen Denkmal.
Marghine-Planargia:
Eine Runde Entspannung auf einer größeren Karte anzeigen
In einem der hinteren Gerberhäuser befindet sich seit 2002
das Museum „Casa Museo Industria Conciaria“. In
dem renovierten Gebäude laden Fotografien, altes Handwerkszeug
und Teile des einstigen Maschinenbestandes zum Gucken ein. Im Erdgeschoss
lockt hingegen eine Ausstellung mit lokalen Handwerksprodukten.
Text: Andrea Behrmann, Fotos: MMV Consulting
Letztes Update: 05.10.2007
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