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Unser Tipp:
Immer wieder Sardinien! Was gibt es hier Besonderes zu sehen? Wir zeigen Ihnen zum Beispiel:
>> Bosa: Piazza, Malvasia und Panorama
>> Sas Conzas - Gerberhandwerk in Bosa
>> Mini-Kreuzfahrt auf dem Temo
>> Planargia: Korbmacherkunst in Flussio
>> Planargia: Tinnura und Nuraghen
>> Die Gänsegeier-Kolonie Italiens
>> Die einsame Landspitze Punta Foghe
>> Cuglieri, Montiferru und S.Caterina di Pittinuri
>> Geheimnisse im Tal der Nuraghen
>> Felsbogen und Ferienort S'Archittu
>> Santulussurgiu und Siete Fuentes
>> Su Lunis de sa Pudda: Rosenmontag in Santulussurgiu
>> Sas Andanzas: Veilchendienstag in Seneghe
>> Mittsommerwende im Nuraghen Aiga
>> Brunnentempel von Santa Cristina
>> Das Casa Museo Antonio Gramsci
>> Die schönsten Badeziele
>> Nightlife im Nordwesten


Die Stadt Bosa liegt verborgen im Nordwesten der Insel an dem langen Fluss Temo Sardinien Westküste Foto Die Stadt Bosa liegt verborgen im Nordwesten der Insel an dem langen Fluss Temo

Unterkünfte in Bosa und Umgebung:
Alle Unterkünfte in Bosa
Bed & Breakfast in Bosa
Ferienwohnungen in Bosa

Unser Tipp für Bosa:

Hotel Albergo Diffuso Corte Fiorita


Wie heißt das auf Italienisch?
Valle - Tal
Fiume - Fluss
Castello - Schloss
Conceria - Gerberei
Vino - Wein
Chiesa - Kirche
Cattedrale - Kathedrale
Ponte - Brücke
Municipio - Rathaus


Die alten Lederfabriken Sas Conzas in Bosa am Temp, Sardinien Foto Rezession, Gesetze zum Schutz der Umwelt und eine wachsende Konkurrenz durch industrialisierte Gerbprozesse verkleinerten nach und nach die Anzahl der Gerbereien in Bosa


Wichtige Adressen:



Casa Museo Industria Conciaria
Via delle Conce 13, Bosa
Telefono: +39/3294144921

Öffnungzeiten:
Zur Saison täglich von 11.00 bis 13.00 Uhr und von 18.00 bis 23.00 Uhr
Außerhalb der Saison täglich von 17.00 bis 23.00 Uhr

  Renovierte Gerberei Sas Conzas in Bosa am Temp, Sardinien Foto An einigen Gerberhäusern hat die Sanierung begonnen


 
Sas Conzas - Gerberhandwerk in Bosa

Direkt am linken Flussufer des Temo, kurz vor der alten Brücke, liegen die verlassenen Gebäude der alten Gerbereien "Sas Conzas": ein einzigartiges Beispiel sardischer Industriearchitektur. Die erste urkundliche Erwähnung der Gerbereien stammt aus dem 17. Jahrhundert. Doch seinen Höhepunkt erlebte das Gerberhandwerk in Bosa im 19. Jahrhundert, als hier bis zu 28 Betriebe ihr Auskommen fanden. Da der Wasserbedarf beim Gerben sehr groß und die Wasserverschmutzung erheblich war, baute man im kleinen Städtchen am Temo-Fluss eine Lederproduktion von größerem Ausmaße auf.

Die alten Lederfabriken Sas Conzas in Bosa am Temp, Sardinien Foto
Bis Anfang des 20. Jahrhunderts waren in diesen Häusern vollwertige Gerbereien in Betrieb


Der zweigeschossige Gebäudekomplex am palmengesäumten „Lungotemo“ bestach früher durch seine Fassade aus rotem Trachyt. Heute erinnern nur bröckelnde Gemäuer und einige wenige renovierte Häuser an das früher so blühende Geschäft mit der Lederproduktion.
Im Erdgeschoss der Gerbereien befanden sich neben Brunnen die großen Bottiche zum Waschen und Einweichen der Häute sowie die Abwelk- und Stempelpressen zur Reduktion des Wassergehaltes. Im Obergeschoss waren hingegen die Büroräume untergebracht. Hier standen auch die Maschinen für die Feinarbeiten wie das Schleifen, Stoffeln und Fetten des Leders.


Der Standort in Bosa am langen Temo Fluss ideal für Lederindustrie Foto Sardinien
Eine wesentliche Voraussetzung für die Herstellung von Leder ist Wasser. So war der Standort in Bosa am langen Temo Fluss ideal


Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die wirtschaftliche Situation für die Lederfabriken am Temo immer schwieriger. Im Jahr 1960 schloss auch die letzte Gerberei in Bosa ihre Tore. Mit ihr endete das wohl bedeutenste Handwerk in Bosa.
Am 17. Oktober 1989 erklärte das Italienische Ministerium für Kulturgüter und Umwelt die Gerbereien zum nationalen Denkmal.



Marghine-Planargia: Eine Runde Entspannung auf einer größeren Karte anzeigen

In einem der hinteren Gerberhäuser befindet sich seit 2002 das Museum „Casa Museo Industria Conciaria“. In dem renovierten Gebäude laden Fotografien, altes Handwerkszeug und Teile des einstigen Maschinenbestandes zum Gucken ein. Im Erdgeschoss lockt hingegen eine Ausstellung mit lokalen Handwerksprodukten.

Text: Andrea Behrmann, Fotos: MMV Consulting
Letztes Update: 05.10.2007

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