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Unser Tipp:

Immer wieder Sardinien! Was gibt es hier Besonderes zu sehen? Wir zeigen Ihnen zum Beispiel:
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Panoramablick von La Maddalena in Richtung Korsika



Der Strand von Porto della Madonna auf Razzoli

Unterkünfte in der Gallura:
Hotels in Palau
Ferienappartements Cala Capra
Segelcharter Sardinien

Unser Tipp für Cannigione:

4-Sterne-Hotel Stelle Marine


Wie heißt das auf Italienisch?
Città - Stadt
Capo - Kap
Roccia - Fels
Granite - Granit
Isola -
Insel
Spiaggia
- Strand
Onde - Wellen
Centro Storico - historischer Ortskern
Znona Militare - Militärisches Sperrgebiet
Porto - Hafen
Traghetto - Fähre
Strada Panoramica - Panoramastraße
tutela dell'ambiente - Naturschutz


   


Mit dem eigenen Boot durch La Maddalena
Wer mit dem eigenen Boot durch das Maddalena-Archipel schippern will, muss sich an die strengen Naturschutzbestimmungen des Parks halten und eine Genehmigung einholen.


Wichtige Adressen:
Parco Nazionale Arcipelago La Maddalena
Via Giulio Cesare, 7
07024 La Maddalena (OT)
Tel. +39 0789 79021
Fax +39 0789 720049
Web: www.lamaddalenapark.it

 



In der Hauptsasion verbinden bis zu 80 Fähren pro Tag die Hauptinsel La Maddalena mit Palau





Eine schmale Autobrücke verbindet La Maddalena mit Caprera




Traumstrand auf der Insel Spargi





Der Blick vom Aussichtspunkt auf der Punta Sardegna auf die Isola Spargi, westlich von der Hauptinsel La Maddalena


Exklusives Anwesen auf Caprera. Nur wenige der Maddalena-Inseln sind bewohnt




La Maddalena und Caprera - Inseln mit bewegter Geschichte

Der nördlichste Ausläufer Sardiniens liegt auf der Inselgruppe La Maddalena vor Palau und dem Golf von Arzachena. Aus dem unendlichen Blau des Meeres ragen bizarr verwitterte Granitfelsen und poröse Klippen aus Glimmerschiefer hervor; auf den grünen Inseln des Archipels wachsen ungestört duftende Wildkräuter, Lorbeer, Myrthe und Ginster; in den seichten Gewässern um die Inseln leben Seesterne, Anemonen und Korallen, dazwischen tummeln sich Meerbarben, Skorpionfische, Zackenbarsche in den schier endlosen Prärien aus Seegras. Und durch die Meerenge zwischen Sardinien und Korsika, der Straße von Bonifacio, ziehen Schwärme von Thunfischen und Delfinen an La Maddalena vorbei.

Unendlich weit, unendlich klar: Die Strände und das Wasser von La Maddalena


Das La-Maddalena-Archipel
Die Maddalena-Inseln gehören zu den schönsten Eilanden, die das Mittelmeer zu bieten hat: Dank der geringen Wassertiefe zwischen den Inseln und dem hellen Meeresboden aus Granitsand leuchtet das Meer um die Inseln fast zu jedem Wetter in sanftem türkis, kräftigem marineblau oder sattem smaragdgrün.
Caprera Spiaggia del Relitto Sardinien Foto: Paolo SuccuKeine der insgesamt 286 Strandbuchten gleicht der anderen - unglaubliche Wasserfarben, leuchtend helle Granitsandstrände, und auf der Insel Budelli gibt es sogar einen pinkfarbenen Strand. Die klitzekleinen rosa Bruchstücke der Skelette von Moostierchen haben den Spiaggia Rosa in diese ungewöhnliche Farbe getaucht. Die Maddalena-Inseln sind allesamt im Parco Nazionale dell'Arcipelago di La Maddalena zusammengefasst.


La Maddalena
Gut 13.000 Menschen leben in dem kleinen Hafenstädtchen im Süden der Insel. Der geschäftige Hafen mit seinen vielen Straßencafes lädt zum Flanieren und Verweilen ein, die engen Gassen und steilen Treppen zwischen den Palazzi aus dem 18. Jahrhundert sind einen Stadtrundgang wert.
Das eigentliche Highlight von La Maddalena ist aber die Panoramarundfahrt um die Insel: Die Strada Panoramica kann man entweder mit dem Wagen erkunden oder die 20 Kilometer mit dem Rad zurücklegen. Hinter jeder Kurve verbirgt sich ein neuer, großartiger Ausblick über La Maddalena, auf die anderen Inseln des Archipels, zurück nach Palau oder auf die hohen Berge der französichen Nachbarinsel Korsika. Die Hauptinsel La Maddalena und die mit ihr durch eine Brücke verbundene Nachbarinsel Caprera sind per Fähre ab Palau zu erreichen.


Sardinien, Caprera, Compendio Garibaldino Museo Nazionale,   Haus des Freiheitskämpfers Giuseppe Garibaldi Foto: Paolo SuccuCaprera und die Casa Garibaldi
Die Insel Caprera ist mit La Maddalena über eine Brücke verbunden. Auf der nur 15 Quadratkilometer großen Insel gibt es Natur pur: winzige Sandbuchten, einen ausgewiesenen Hundestrand, einen großen dichten Pinienwald, Steineichen und Macchiabüsche wie Ginster, Myrte und Mastixsträucher. Nur wenige Behausungen gibt es auf Caprera: einen Segelclub, ein Delfinforschungszentrum, zwei Museen, ein Zentrum für Umwelterziehung, ein Feriendorf und das Haus des berühmten italienischen Freiheitskämpfers Giuseppe Garibaldi.


Borgo di Stagnali Caprera La Maddalena Archipel Sardinien Foto: Paolo Succu Zentrum für Umwelterziehung (CEA) auf Caprera
Zwei Museen präsentieren Besonderheiten aus Natur, Geologie, Bergbau und Marine. Ein Delfin-Forschungszentrum (CTS) erforscht die etwa 40 bis 45 Delfin-Exemplare, die gemeinsam mit Finnwalen und Riesenhaien im Gewässer des Naturparks leben. Im Zentrum für Umwelterziehung (CEA) kann man die Natur des Parks erleben, erfahren und begreifen. Das Schulungszentrum bietet Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern, im Sommer aber auch Gästen und Besuchern, die Möglichkeit sich mit Themen zur Entwicklung des Lebensraumes im GeoMeerPark zu befassen. Die Ausstellungsräume und Zentren befinden sich alle in einer alten Militärsiedlung (Borgo di Stagnali) im Süden Capreras.


Doggie Beach Caprera ausgewiesener Hundestrand La Maddalena Archipel Sardinien Foto: Paolo SuccuDoggie Beach 1 auf Caprera
Auf Sardinien sind Hunde in der Hochsaison von Juni bis September nur an ausgewiesenen Hundestränden gestattet. Diese Strandabschnitte sind jedoch äußerst rar gesät und wechseln von Saison zu Saison. Ein Hotspot, an dem auch Hunde den Sommer und das Meer genießen können, ist der Doggie Beach 1 auf Caprera. Der einzige ausgewiesene Hundestrand Sardiniens liegt im Süden des Eilands bei Porto Palmas, gegenüber der Segelschule. Hier stehen Sonnenschirme, Hundenäpfe, eine Hundedusche, Kottüten und ein reservierter Badebereich bereit. Der knapp 200 Meter lange, abgeteilte Hundestrand ist vom 19. Juni bis 15. September geöffnet. Hunde kosten pro Tag 3,00 Euro.


Krieg und Frieden im La Maddalena-Archipel
Bei einem Blick auf die Landkarte des westlichen Mittelmeers wird einem schnell die strategische Bedeutung klar, die die Meerenge von Boifacio zwischen Korsika und Sardinien für Waren- und Handelsströme hatte und heute noch hat. Bereits in der Bronzezeit war Santo Stefano besiedelt und die Römer nutzen La Maddalena als Militärstützpunkt. Piraten und Barbaren ließen sich auf einigen Maddalena-Inseln nieder. Im Mittelalter fristeten korsische Schäfer ihr Dasein auf La Maddalena. 1767 beschloss der König von Piemont-Sardinien, hier eine Marinebasis der königlich-sardischen Marine zu errichten. Von da an waren die Trauminseln des Archipels immer wieder in Kriegshandlungen verwickelt: Napoleon Bonaparte, seinerzeit Militärkolonell der französischen Arme, versuchte die Inseln 1793 zu erobern und der englische Admiral Lord Nelson hielt sich von 1803 bis 1805 im Archipel auf, um von hier aus die französichen Mittelmeerflotten zu kontrollieren. Im zweiten Weltkrieg wurden die Inseln von deutschen Truppen besetzt.
Aus den Zeiten der Kriegshandlungen stammen zahlreiche Forts und Militäranlagen auf fast allen Maddalena-Inseln: ob die Bastionen Guardia Vecchia auf Maddalena, die Kasematten von San Giorgio auf Santo Stefano oder die zahlreiche Schießscharten und Flugabwehrgeschütze auf den kleinen Maddalena-Inseln: Überall in den verwinkelten Granitblöcken und Tafoni-Felsen verstecken sich Militäranlagen der letzten drei Jahrhunderte.
Mitten im kalten Krieg stationierte die amerikanische Armee eine wichtige Abteilung ihrer Mittelmeerflotte sowie Atom-U-Boote auf der Insel Santo Stefano. Die Amerikaner haben La Maddalena 2008 endgültig verlassen. Einerseits atmen Sarden und Urlauber auf, den angesichts der Schönheit des Archipels ist die Präsenz großer Marineschiffe im La Maddalena-Archipel mehr als unpassend. Auf der anderen Seite waren die fast 2.000 in Nordsardinien stationierten US-Soldaten eine wichtige Einkommensquelle für La Maddalena und ihre Anwesenheit verlieh dem kleinen Hafenstädtchen zu jeder Jahreszeit einen internationalen Flair. Aus den verlassenen Militäranlagen entsteht ein Touristikhafen und eine Werft für Luxusjachten. Im Juli 2009 sollte auf La Maddalena der G8-Gipfel, das Spitzentreffen der Vereinigung der sieben führenden Industrienationen und Russlands, stattfinden, wurde aber kurzfristig nach L'Aquila verschoben.




Rundreise Gallura: türkisblaues Meer neben Mondlandschaft auf einer größeren Karte anzeigen


Zuletzt aktualisiert: 2. August 2011


Texte: Timo Gerd Lutz, Andrea Behrmann Fotos: Timo Gerd Lutz, Michael Müller, Paolo Succu

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