Immer wieder
Sardinien! Was gibt es hier Besonderes zu sehen? Wir zeigen Ihnen
zum Beispiel:
>> Olbia, die größte Stadt der Gallura
>> Granitstädtchen Tempio
Pausania
>> Ältester
Olivenbaum bei Lago Liscia
>> Valle
della Luna bei Aggius
>> S. Teresa di Gallura,
Capo Testa
>> Urlaub in Golfo di
Marinella
>> Urlaub
in Golfo Aranci
>> Costa Smeralda
>> Porto Cervo: Meer und VIP-Reservat
>> Neusteinzeit: Li Muri - Arzachena
>> Palau: Landschaftlicher Reichtum
>> La Maddalena-
Inselparadies mit Geschichte
>> Bootsausflug
in das Maddalena-Archipel
>> Pisanerkastell, Gigantengrab
bei Oblia
>> San Pantaleo: Künstler
und VIP-Aperitif
>> Off-Road
von Palau nach Cagliari
>> Der Architekt Mauro Milani
>> Der Architekt M. Scano
>> Schmiedeeiserne Poesie
>> Glaskunst und Architektur
>> Nicola Filia - Ceramista
>> Nightlife an der Costa
Smeralda
>> Die schönsten Badeziele
Panoramablick
von La Maddalena in Richtung Korsika

Der Strand von Porto della Madonna auf Razzoli
Città
- Stadt
Capo - Kap
Roccia - Fels
Granite - Granit
Isola - Insel
Spiaggia - Strand
Onde - Wellen
Centro Storico - historischer Ortskern
Znona Militare - Militärisches Sperrgebiet
Porto - Hafen
Traghetto - Fähre
Strada Panoramica - Panoramastraße
tutela dell'ambiente - Naturschutz

Auf Razzoli dürfen nur Boote mit Genehmigung der Parkverwaltung
anlegen und Badegäste abladen.
Wer mit dem
eigenen Boot auf Streifzug durch das Maddalena-Archipel gehen will,
der muss sich strengstens an die Naturschutzbestimmungen des Parks
halten. Die Parkregeln werden von zahlreichen Patroullienbooten
kontrolliert und bei Missachtung der Parkregeln werden vor Ort Strafzettel
ausgestellt. Wer in La Maddalena segeln, ankern oder Menschen per
Schlauchboot auf eine der Insel befördern oder auch nur angeln
oder tauchen will, muss sich zuerst von der Parkverwaltung eine
kostenpflichtige Genehmigung einholen.
Parco Nazionale Arcipelago La Maddalena
Via Giulio
Cesare, 7 - 07024 La Maddalena (OT)
Tel. +39 0789 79021
Fax +39 0789 720049
Web: www.lamaddalenapark.it
Casa Garibaldi
Compendio Garibaldino di Caprera
Isola di Caprera
- 07024 La Maddalena
Tel: +39 0789 727162 & + 39 079 2112900
geöffnet täglich außer Montags von 9.00 bis 13.30
Uhr
Website
des Kulturministeriums
CTS Centro Ricerca Delfini
Isola di Caprera, Localita' Stagnali - 07024 La Maddalena
- e.mail - Tel.0789.727897
Öffnungszeiten: Oktober, März, April und Mai jeweils am
Wochenende und von Juni bis September jeden Tag von 10.00 bis 13.00
Uhr sowie 16.00 bis 19.30 Uhr. November bis Februar nur auf Vorbestellung
geöffnet. Eintritt frei.
Website
des CTS-Zentrums

In der Hauptsasion verbinden bis zu 80
Fähren pro Tag die Hauptinsel La Maddalena mit Palau

Eine schmale Autobrücke verbindet La Maddalena mit Caprera
Traumstrand
auf der Insel Spargi

Wer im Archipel ankern will, muss bei der Verwaltung des Meerparks
eine Genehmigung einholen
Der
Blick vom Aussichtspunkt auf der Punta Sardegna auf die Isola Spargi,
westlich von der Hauptinsel La Maddalena
Exklusives
Anwesen auf Caprera. Nur wenige der Maddalena-Inseln sind bewohnt
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Der nördlichste Ausläufer Sardiniens liegt auf der Inselgruppe
La Maddalena vor Palau und dem Golf von Arzachena. Das Archipel
besteht aus über 62 Inseln und Inselbergen, darunter die sieben
Hauptinseln La Maddalena, Caprera, Santo Stefano, Spargi, Budelli,
Santa Maria und Razzoli.

Die Maddalena-Inseln gehören zu den schönsten Eilanden,
die das Mittelmeer zu bieten hat: Dank der geringen Wassertiefe
zwischen den Inseln und dem hellen Meeresboden aus Granitsand leuchtet
das Meer um die Inseln fast zu jedem Wetter in sanftem türkis,
kräftigem marineblau oder sattem smaragdgrün. Aus dem
unendlichen Blau des Meeres ragen bizarr verwitterte Granitfelsen
und poröse Klippen aus Glimmerschiefer hervor; auf den grünen
Inseln des Archipels wachsen ungestört duftende Wildkräuter,
Lorbeer, Myrthe und Ginster; in den seichten Gewässern um die
Inseln leben Seesterne, Anemonen und Korallen, dazwischen tummeln
sich Meerbarben, Skorpionfische, Zackenbarsche in den schier endlosen
Prärien aus Seegras. Und durch die Meerenge zwischen Sardinien
und Korsika, der Straße von Bonifacio, ziehen Schwärme
von Thunfischen und Delfinen an La Maddalena vorbei.
Keine der insgesamt 286 Strandbuchten gleicht der anderen - unglaubliche
Wasserfarben, leuchtend helle Granitsandstrände, und auf der
Insel Budelli gibt es sogar einen pinkfarbenen Strand. Winzige Korallenteilchen
haben den Spiaggia Rosa in diese ungewöhnliche Farbe getaucht.
La Maddalena ist ein einzigartiges Naturparadies, das geschützt
werden muss und über das heute streng eine nationale Meerparkverwaltung
wacht.

Unendlich weit, unendlich klar: Die Strände und das Wasser
von La Maddalena
Die Maddalena-Inseln sind allesamt im Parco
Nazionale Arcipelago La Maddalena zusammengefasst, zu dem
außerdem noch die Isola delle Bisce und die Inselgruppe Nibani
vor dem Golf von Pevero sowie die Mortorio-Inselgruppe vor dem Golf
von Cugnana gehören. Der Nationalpark umfasst eine Fläche
von rund 20.000 Hektar (davon sind etwa 5000 Hektar Landfläche
auf den Inseln) und eine Küstenlinie von 180 Kilometern.
Bewohnt sind ganzjährig nur die beiden größten Inseln
La Maddalena und Caprera, außerdem gibt es Militäranlagen
und ein Feriendorf auf Santo Stefano sowie einige ganzjährig
bewohnte Häuser auf der Insel Santa Maria. Die Hauptinsel La
Maddalena und die mit ihr durch eine Brücke verbundene Nachbarinsel
Caprera sind per Fähre
ab Palau zu erreichen. Außerdem werden ab Palau,
Santa Teresa
und Cannigione zur Saison zahlreiche Bootsausflüge in das Archipel
angeboten.
Rundreise
Gallura: türkisblaues Meer neben Mondlandschaft auf einer größeren
Karte anzeigen
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| Die Hauptinsel des Maddalena-Archipels
ist ab
Palau per Fähre zu erreichen. Gut 13.000 Menschen
leben in dem kleinen Hafenstädtchen im Süden der
Insel. Der geschäftige Hafen mit seinen vielen Straßencafes
lädt zum Flanieren und Verweilen ein, die engen Gassen
und steilen Treppen zwischen den Palazzi aus dem 18. Jahrhundert
sind einen Stadtrundgang wert.
Das
eigentliche Highlight von La Maddalena ist aber die Panoramarundfahrt
um die Insel: Die Strada Panoramica kann man entweder
mit dem Wagen erkunden oder die 20 Kilometer mit dem Rad zurücklegen.
Hinter jeder Kurve verbirgt sich ein neuer, großartiger
Ausblick über La Maddalena, auf die anderen Inseln des
Archipels, zurück nach Palau
oder auf die hohen Berge der französichen Nachbarinsel
Korsika. |
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Die Insel Caprera ist mit La Maddalena über eine Brücke
verbunden. Auf der nur 15 Quadratkilometer großen Insel
gibt es Natur pur: winzige Sandbuchten, ein großer dichter
Pinienwald, Steineichen und Macchiabüsche wie Ginster,
Myrte und Mastixsträucher. Nur wenige Behausungen gibt
es auf Caprera: einen Segelclub, eine Delfinbeobachtungssstation,
ein Feriendorf und das Haus von Giuseppe Garibaldi.
Giuseppe Garibaldi war ein berühmter Freiheitskämpfer
und der populärste Held des italienischen Risorgimento,
der Einigungsbewegung, die 1861 in der Gründung des Königreichs
Italien gipfelte. Mit der Gründung der italienischen
Nation fiel Garibaldis Geburtsstadt Nizza an Frankreich und
der Frauenheld mit dem Rauschebart zog sich nach Caprera zurück.
Hier errichtete der charismatische Widerstandskämpfer
ein großzügiges Landhaus, das heute ein Museum
ist. Zu sehen sind zahlreiche Ausstellungsstücke aus
dem Leben des italienischen Volkshelden sowie seine Gruft
und sein Sterbebett, das der Nationalheld in seiner letzten
Stunde mit Blick auf Korsika ausrichten lies.
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Delfine leben um ganz Sardinien herum, vor allem aber um Villasimius,
dem Golf
von Cagliari und im Nordosten um das La Maddalena-Archipel.
Doch die flinken Meeressäuger sind in Gefahr! Denn um
Olbia und das La Maddalena-Archipel gefährdet vor allem
der Schiffsverkehr die Mini-Wale. Auf der Insel Caprera hat
man deshalb 1999 ein Delfin-Forschungszentrum gegründet
(CTS Centro Ricerca Delfini), das vor allem
die Population der „großen Tümmler“, einer Delfinart
mit grauer Haut und auffällig weißem Bauch und
Schnabel, untersuchen soll. Der große Tümmler lebt
vor allem im Atlantik und ist vom Aussterben bedroht. Die
Forscher wollen herausfinden, warum sich diese Delfinart ausgerechnet
in den Gewässern vor Sardinien so wohl fühlt. An
das Forscherzentrum ist auch ein Besucherzentrum angegliedert.
Zu sehen gibt es Videos, Fotos und Schautafeln. Anders als
in so manchen Vergnügungsparks gibt es hier keine Delfinbecken
oder gar einen Streichelzoo, denn das Zentrum ist dafür
da, den Säugetieren ein Leben in ihrer natürlichen
Umgebung zu ermöglichen. Im Sommer gehen die Mitarbeiter
des Zentrums einmal am Tag mit Besuchern auf Entdeckungs-Tour:
Dann geht es in Booten raus aufs Meer und wenn man Glück
hat, kann man ein paar Delfine beobachten, wie sie friedlich
ihre Kreise ziehen und aus den Fluten springen.
Das CTS Centro Ricerca Delfini ist in einer alten Militärsiedlung
im Süden Capreras untergebracht. |
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| Bei einem Blick auf die Landkarte
des westlichen Mittelmeers wird einem schnell die strategische
Bedeutung klar, die die Meerenge von Boifacio zwischen Korsika
und Sardinien für Waren- und Handelsströme hatte
und heute noch hat. Bereits in der Bronzezeit war Santo Stefano
besiedelt und die Römer nutzen La Maddalena als Militärstützpunkt.
Piraten und Barbaren ließen sich auf einigen Maddalena-Inseln
nieder. Im Mittelalter fristeten korsische Schäfer ihr
Dasein auf La Maddalena. 1767 beschloss der König von
Piemont-Sardinien, hier eine Marinebasis der königlich-sardischen
Marine zu errichten. Von da an waren die Trauminseln des Archipels
immer wieder in Kriegshandlungen verwickelt: Napoleon Bonaparte,
seinerzeit Militärkolonell der französischen Arme,
versuchte die Inseln 1793 zu erobern und der englische Admiral
Lord Nelson hielt sich von 1803 bis 1805 im Archipel auf,
um von hier aus die französichen Mittelmeerflotten zu
kontrollieren. Im zweiten Weltkrieg wurden die Inseln von
deutschen Truppen besetzt.
Aus den Zeiten der Kriegshandlungen stammen zahlreiche Forts
und Militäranlagen auf fast allen Maddalena-Inseln: ob
die Bastionen Guardia Vecchia auf Maddalena, die Kasematten
von San Giorgio auf Santo Stefano oder die zahlreiche Schießscharten
und Flugabwehrgeschütze auf den kleinen Maddalena-Inseln:
Überall in den verwinkelten Granitblöcken und Tafoni-Felsen
verstecken sich Militäranlagen der letzten drei Jahrhunderte.
Mitten im kalten Krieg stationierte die amerikanische Armee
eine wichtige Abteilung ihrer Mittelmeerflotte sowie Atom-U-Boote
auf der Insel Santo Stefano. Die Amerikaner haben La Maddalena
2008 endgültig verlassen. Einerseits atmen Sarden und
Urlauber auf, den angesichts der Schönheit des Archipels
ist die Präsenz großer Marineschiffe im La Maddalena-Archipel
mehr als unpassend. Auf der anderen Seite waren die fast 2.000
in Nordsardinien stationierten US-Soldaten eine wichtige Einkommensquelle
für La Maddalena und ihre Anwesenheit verlieh dem kleinen
Hafenstädtchen zu jeder Jahreszeit einen internationalen
Flair. Aus den verlassenen Militäranlagen entsteht ein
Touristikhafen und eine Werft für Luxusjachten. Im
Juli 2009 sollte auf La Maddalena der G8-Gipfel, das Spitzentreffen
der Vereinigung der sieben führenden Industrienationen
und Russlands, stattfinden, wurde aber kurzfristig nach L'Aquila
verschoben.
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Letzte Änderung: 02. September
2009
Text & Fotos: Timo Gerd Lutz
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