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La Maddalena-Archipel, Caprera, CEA, MUseen, Sardinien Foto: Paolo Succu
Die Einrichtung des Nationalparks vereint ein Schulungszentrum, zwei kleinen Museen und ein Delfinforschungszentrum unter einem Dach
 
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Unser Tipp für Cannigione:

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Wie heißt das auf Italienisch?
Borgo - Dorf
Isola - Insel
Caserma - Kaserne
Roccia - Felsen
Museo -
Museum
Fossile
- Fossilien
Minerali - Erze
Centro Storico - historischer Ortskern
Znona Militare - Militärisches Sperrgebiet
Porto - Hafen
Barca - Boot
Delfino - Delfin
Tutela dell'ambiente - Naturschutz


La Maddalena-Archipel, Caprera, CEA, MUseen, Sardinien Foto: Paolo Succu
Im letzten Gebäude ist das Museo del Mare e delle Tradizioni Marinaresche untergebracht
 
Wichtige Adressen:
Parco Nazionale dell'Arcipelago di La Maddalena
Via Giulio Cesare, 7
07024 La Maddalena (OT)
Tel.: +39 0789 790211
Fax: +39 0789 720049
Web: www.lamaddalenapark.it
www.lamaddalenapark.net (englisch)

Museo Geo-Mineralogico Naturalistico
Borgo di Stagnali
Isola di Caprera
Tel.: +39 338 5940560
Fax: +39 329 6221680
E-Mail: museonaturalistico@libero.it
Web: www.associazionecesaraccio.it
Von Juni bis September täglich geöffnet. Öffnungszeiten: 9.30 bis 13.00 Uhr und 15.30 bis 17.00 Uhr. Außerhalb der Saison auf Anfrage.


Museo del Mare e delle Tradizioni Marinaresche
Borgo di Stagnali
Isola di Caprera
Tel.: +39 340 6909913

Von Juni bis September täglich geöffnet. Öffnungszeiten: 9.30 bis 13.00 Uhr und 15.30 bis 17.00 Uhr. Außerhalb der Saison auf Anfrage.

Centro Ricerca Delfini (CTS)
Borgo di Stagnali
Isola di Caprera
Tel.: +39 0789 727897

Von Juni bis September täglich geöffnet. Öffnungszeiten: 10.30 bis 13.00 Uhr und 16.30 bis 19.00 Uhr. Außerhalb der Saison auf Anfrage.
CEA: Umwelt erleben und erfahren auf Caprera

An einer schönen Stelle an der Südwestküste Capreras, mitten im Nationalpark "Parco Nazionale dell’Arcipelago di La Maddalena", liegt die alte Militärsiedlung Borgo di Stagnali mit seinen verlassenen Kasernen. Hier, nur wenige Kilometer südlich des Hauses von Giuseppe Garibaldi, hat die Parkverwaltung seit 2000 ein attraktives Zentrum für Umwelterziehung: das Centro di Educazione Ambientale (CEA).


La Maddalena-Archipel, Caprera, CEA, MUseen, Sardinien Foto: Paolo Succu
Das Zentrum für Umwelterziehung (CEA) ist in einer alten Militärsiedlung im Süden Capreras untergebracht

Im Schulungszentrum, in zwei kleinen Museen und im Delfinforschungszentrum, die sich über mehrere der ehemaligen Kasematten verteilen, wird die Vielfalt, Entwicklung und Schutzbedürftigkeit der einmaligen Natur und Landschaft des Maddalena-Archipels dargestellt. Zahlreiche Muscheln, Fossilien und Gesteine vermitteln einen lebensnahen Eindruck der Fauna von Meer, Strand und Küste des Nationalparks. Im Delfinforschungszentrum kann man sich über die grauen Tümmler und andere Fische, die in der Straße von Bonifacio heimisch sind, informieren. Das „Museo del Mare e delle Tradizioni Marinaresche“ berichtet von Meereskunde und Fischerei im Insel-Archipel.


La Maddalena-Archipel, Caprera, CEA, MUseen, Sardinien Foto: Paolo Succu
Ennio, der Museumsbetreiber des Museo Geo-Mineralogico Naturalistico kann zu vielen Exponaten deren ganz eigene Geschichte erzählen


In allen Farben glitzernder Sand, funkelnde Edelsteine, leuchtende Kristalle, glänzender Granit und kuriose Gehäuse: Im „Museo Geo-Mineralogico Naturalistico“ zeigen sich Muscheln, Schnecken, Schiefer, Granit und andere Rohstoffe von ihrer schönsten Seite. Das kleine Museum verteilt sich über zwei Räume und gibt einen faszinierenden Einblick in die Welt der Geologie und Mineralogie. Nicht nur bekannte Mineralien und Schalentiere in einer beeindruckenden Vielfalt an Formen, Farben und Mustern, sondern auch Seltenheiten und unter Naturschutz stehende Muschel- und Krustentierexemplare aus dem Nationalpark sind hier in Schaufenstervitrinen ausgestellt.
Zeugnisse zur Geschichte der Fischerei finden sich im „Museo del Mare e delle Tradizioni Marinaresche“, dem jüngsten Museum des Komplexes. Seit 2006 können Besucher und Gäste hier die raue Welt der Fischer und des Fischereigewerbes, das einst eine der tragenden wirtschaftlichen Säulen des Archipels war, erleben.




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Auch ein Delfinforschungszentrum, das Centro Ricerca Delfini, hat in einer ehemaligen Kaserne sein Domizil. Seit 2000 wird hier untersucht, welchen Arten von Meeressäugern das Maddalena-Archipel Lebensraum bietet, denn die Insel-Gruppen liegen Mitten im "Heiligtum der Wale" (Santuario per i Mammiferi Marini), einem geschützten Mittelmeerabschnitt zwischen Sardinien, den Küsten Liguriens und der Toskana sowie Monacos und der südfranzösischen Côte d'Azur. Das Schutzgebiet weist eine bedeutende Konzentration von Delfinen und Meeresschildkröten auf. Eine Kolonie von 40 bis 45 gemeinen Delfinen und großen Tümmlern ist in den Gewässern des Nationalparks heimisch. Doch auch Finnwalen und Riesenhaien gefällt es hier ausgezeichnet, da sie ein besonders gutes Nahrungsangebot vorfinden: riesige Krill-Schwärme. Das sind garnelenähnliche Kleinkrebse, die Teil des Planktons sind.
An die Forschungsstelle ist ein Besucherzentrum angegliedert. Zu sehen gibt es Videos, Fotos und Schautafeln. Anders als in so manchen Vergnügungsparks gibt es hier keine Delfinbecken oder gar einen Streichelzoo, denn das Zentrum ist dafür da, den Säugetieren ein Leben in ihrer natürlichen Umgebung zu ermöglichen. Im Sommer können Besucher auf Anfrage mit den Mitarbeitern des Zentrums auf Entdeckungs-Tour gehen: Dann geht es in Booten raus aufs Meer und wenn man Glück hat, kann man ein paar Delfine oder Finnwale beobachten, wie sie friedlich ihre Kreise ziehen und aus den Fluten springen.



Text: Andrea Behrmann. Fotos: Paolo Succu. Zuletzt Aktualisiert 04.08.2011

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