Immer wieder Sardinien!
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Visita guidata - Führung

Ein Steinkistengrab in Li Muri
Lithos snc
Das Konsorzium Lithos, das die Fundstätten betreut, bietet im
Sommer täglich von 9.00 Uhr bis 13.00 Uhr und 16.00 Uhr bis 20.00
Uhr geführte Touren an.
Lithos snc Guide Archeologiche
Viale Costa Smeralda, 41 07021 Arzachena (OT)
E-mail:lithos@portocervo.net
Link
zur Website
Telefon +39/33512768-49 und -51
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Neben zahlreichen archäologischen Fundstücken und Sehenswürdigkeiten
aus der Nuraghenzeit
birgt Arzachena auch Fundstücke aus der Jungsteinzeit. Denn
weit vor den bekanntesten frühzeitlichen Sarden machten sich
im Norden der Insel zwei neolitihische Kulturen breit - nach den
Fundorten ihrer wichtigsten Überreste "Ozieri-Kultur"
beziehungsweise "Kultur von Arzachena" genannt. Eine der
wichtigsten Ausgrabungsstätten dieser Zeit ist die Nekropole
"Li Muri", etwa acht Kilometer von Arzachena entfernt.

Li Muri bei Arzachena: Steinkistengräber
und Kreise aus Granitplatten
Die Überreste der "Kultur von Arzachena" geben den
Forschern auch heute noch Rätsel auf. "Li Muri",
zu deutsch "die Mauern" stammen aus der Zeit um Ende des
4. Jahrtausends vor Christus und bestehen aus mehreren rechteckigen
Steinkisten, die von Kreisen aus Steinplatten umgeben sind. Ursprünglich
fassten diese Steinkreise aufgeschüttete Grabhügel ein,
an deren Rändern jeweils ein Menhir stand. Diese Grabsteine
liegen heute umgekippt neben den Steinkreisen.

In Opferkisten neben den Grabmälern hat man Messerklingen aus
Feuer- und Speckstein sowie Schmuck gefunden. Außerdem Behälter
mit Ocker-Resten. Diente die rote Farbe vielleicht zur Bemalung
der Toten? Rot galt bei vielen jungsteinzeitlichen Völkern
als Farbe des Blutes und des Lebens. Deshalb könnte man die
rote Farbe mit einem Widerauferstehungsritual verbinden.
Ob die Ockerfarbe jedoch tatsächlich zur Bemalung der Beigesetzten
diente, ist unbekannt. Im sauren Granitgestein haben sich keine
menschlichen Überreste erhalten. Deshalb haben Archäologen
auch oft Interpretationsprobleme: Wer wurde hier bestattet? Wurden
hier mehrere Menschen in einer Nekropole begraben oder wurden hier
einzelne, wie die aufwändig gebaute Grabanlage vermuten lässt,
wichtige Persönlichkeiten beigesetzt? "Li Muri" bietet
also noch viel Unentdecktes und viel Stoff für Spekulationen.
Einzelne Funde deuten außerdem darauf hin, dass die Arzachena-Kultur
Handelbeziehungen nach Korsika
und auf die fernen Balearen-Inseln hatte.
Rundreise
Gallura: türkisblaues Meer neben Mondlandschaft auf einer größeren
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