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Unser Tipp:
Immer
wieder Sardinien! Was gibt es hier Besonderes zu sehen. Wir zeigen
Ihnen zum Beispiel:

Die Basaltsäulen Basalti Colonnari
am Monte Zeppara
Ambiente - Umwelt
Basalti Colonnari - Basaltsäulen
Sand - Sabbia
Coltello - Messer
Miniera - Bergwerk
Die Kirche von San Nicolo' im Ortszentrum
von Guspini


In aufwändiger Handarbeit werden
Klinge und Schaft der Hirtenmesser gefertigt
Info:
Comune di Guspini
Via Don Minzoni 10 - Guspini
Tel.: ++39/070/97601
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Im Westen der Campidano-Tiefebene und an den Bergen der Costa
Verde liegt die Kleinstadt Guspini. Der lebendige Flecken mit knapp
13.000 Einwohnern wurde im Mittelalter als Bergarbeiterdorf gegründet
und war in den letzten beiden Jahrhunderten Wohnort vieler Arbeiter
des nahegelegenen Montevecchio-Bergwerks.
Als die alten Blei- und Zinkminen ab den 1970-er Jahren nach und
nach geschlossen wurden, zogen viele Guspinesi in die nahe Inselhauptstadt
Cagliari
oder versuchten ihr Glück als Gastarbeiter, viele davon in
Deutschland.
Blick auf Guspini am Fuße des Monte Margherita
Nach Jahren der Auswanderung kehrt heute wieder Leben nach Guspini.
Weil viele Gastarbeiter nach ihrer Pensionierung in ihre Heimat
zurückgekehrt sind, kommt es nicht selten vor, das der Kneipenwirt
Ruhrpott-Dialekt spricht oder der Tankwart in breitem Schwäbisch
seine deutschen Kunden begrüßt. Bars und Kneipen ziehen
Besucher aus den umliegenden Gemeinden an und rund um die gotische
Kirche von San Nicolo' im Ortszentrum gibt es Geschäfte und
Einkaufsläden. Auf der Piazza vor der Kirche wird den Sommer
über Musik und Spektakel geboten. Guspini lohnt also einen
Abstecher und ist ein idealer Ausgangspunkt, um die Costa
Verde, das Iglesiente,
das Campidano
und die Marmilla
zu erkunden.

Die Basaltsäulen von Guspini
Unter dem unscheinbaren Hügel von Zeppara, mitten in einem
Wohngebiet, versteckt sich das Highlight von Guspini: Die Basaltsäulen
Basalti Colonnari. Die meterhohen, wie Orgelpfeifen angeordneten
Steinpfeiler sind ein seltenes Naturphänomen. Sie entstehen,
wenn eruptiertes Vulkangestein verzögert abkühlt, sich
zusammenzieht und sich senkrecht zur Abkühlungsfläche
Kanten bilden. Die sechseckigen Basaltsäulen von Guspini sind
über 160 Meter hoch und erstrecken sich über eine Felswand
von fast 250 Metern Breite. Der harte Basaltstein wurde seit etwa
1800 als Baumaterial für die Häuser in Guspini genutzt,
bis die Säulen 1971 als Naturdenkmal geschützt wurden.
Das Coltello Guspinese mit stumpfer
Spitze galt langezeit als das Taschenmesser der Bergarbeiter
Guspini ist außerdem auf der ganzen Insel für seine Hirtenmesser
bekannt. Die von Hand gefertigten Einzelstücke der Coltelli
Guspinesi haben eine leicht runde Klinge und einen Griff aus Hammelhorn.
Schaft und Klinge werden in tagelanger filigrander Handarbeit gearbeitet
- viele der kostbaren Einzelstücke sind fast zu schade zum
Schneiden. Das Coltello Guspinese existiert in zwei Varianten -
mit spitzer und mit stumpfer Klinge. Letztere ist auch als sardisches
Bergarbeiter-Messer bekannt. Es entstand 1908, nachdem ein Gesetz,
das Decreto Giolotti, verbot, in den Bergwerken und Arbeiterunterkünften
mehr als vier Zentimeter lange Spitzmesser mitzuführen. In
der rauhen Bergarbeitergesellschaft kam es nicht selten zu Aufständen,
Streitigkeiten und Messerstecherein zwischen den Kumpels und so
wollte man allzu blutige Auseinandersetzungen verhindern. Heute
wird das Coltello Guspinese in zahlreichen Messerschmieden und Andenkenläden
verkauft.
Costa
Verde: Traumhaftes Naturparadies für Groß und Klein auf einer
größeren Karte anzeigen
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